• 01. Oktober 2019 · 15:50 Uhr

Helm-Streit um Daniil Kwjat: Das sagt die Rennleitung!

Rennleiter Michael Masi klärt im Streit um das Helmdesign von Daniil Kwjat auf: Das Team hat gefragt, er hat geantwortet - Fragt Max Verstappen nicht nach Erlaubnis?

(Motorsport-Total.com) - Die Frage um das Helmdesign von Daniil Kwjat beim Großen Preis von Russland schlug am vergangenen Wochenende hohe Wellen. Der Russe wollte bei seinem Heimspiel in Sotschi eine Sonderlackierung fahren, durfte dies allerdings nicht tun, weil er bereits in Monza das Helmdesign verändert hatte. Das Reglement erlaubt jedem Fahrer nur einen Ausnahmefall pro Saison.

Daniil Kwjat

Daniil Kwjat musste in Russland mit seinem herkömmlichen Helmdesign fahren Zoom Download

Dafür geriet die FIA stark in die Kritik, weil Fahrer wie Max Verstappen oder Sebastian Vettel in dieser Saison schon mehrere Spezialhelme hatten, ohne dass die FIA einschritt, während Kwjat der Einsatz bei seinem Heimspiel verboten wurde. Doch nun verteidigt sich Rennleiter Michael Masi. Man habe nicht speziell Kwjat damit schaden wollen, er habe einfach nur auf eine Frage geantwortet.

"Das Team (Toro Rosso; Anm. d. Red.) hat mich gefragt, ob das Helmdesign in meinen Augen grundsätzlich ähnlich ist", sagt Masi. Denn so verlangt es Artikel 9.1 des Sportlichen Reglements. "Und meine Antwort war: Nein, ist es nicht."

Damit war die Sache in Kwjats Fall erledigt. Das Problem scheint zu sein, dass das Team überhaupt erst gefragt hat, denn Masi legt nahe, dass nicht unbedingt jeder vor einem Event den Rennleiter konsultiert. Auf die unterschiedlichen Helme von Max Verstappen in Österreich und Belgien angesprochen, sagt Masi: "Das Team hat mir keine Anfrage gestellt."

Daniil Kwjat

Mit diesem Design wollte der Russe eigentlich fahren Zoom Download

Eine Strafe hatte der Niederländer jedoch nicht erhalten. Auch im Falle von Kwjat bestärkten ihn Fahrerkollegen wie Daniel Ricciardo, der Russe solle einfach mit seinem gewählten Design fahren - nach einer Motorenstrafe stand er ohnehin schon ganz hinten. Doch welche Strafe ein Fahrer bei Zuwiderhandlung erhält, weiß auch der Rennleiter nicht: "Ich spreche die Strafen nicht aus", betont er.

"Ich würde es nur an die Rennkommissare weiterleiten. Und dann wäre es ihre Entscheidung, was passieren wird und was nicht", so Masi.

Doch die Rennleitung und die Rennkommissare setzen im Grunde nur die bestehenden Regeln um. "Das ist echt Bullshit", schüttelt etwa Pierre Gasly den Kopf, als er von dem Passus hört. Für ihn und einige seiner Kollegen legt die FIA den Fokus auf falsche Dinge, wie eben Vorschriften zur Helmfarbe.


Fotostrecke: Top 10: Die legendärsten Formel-1-Helmdesigns

Am Freitag wurde den Piloten von Rennleiter Masi versprochen, dass man sich die Regel noch einmal anschauen werde. Allerdings wurde sie seinerzeit aus gutem Grund eingeführt. Die Fahrer sollten in ihren Autos einfach wiederzuerkennen sein - von Fans und vor allem von Kommentatoren der Live-Übertragungen.

"Am Ende des Tages wäre eine Regeländerung dafür nötig", sagt Masi weiter. "Aber man hat einen Joker im Jahr, und wenn man fragt, bekommt man eine Antwort, die relativ schwarz-weiß ist." Wenn man eben fragt ...

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