• 27. August 2019 · 10:43 Uhr

SimRacing: Sainz zweifelt an Vorteilen für Norris und Verstappen

Ist SimRacing echtes Training oder doch mehr ein Hobby? Carlos Sainz zweifelt jedenfalls daran, dass Lando Norris und Max Verstappen dadurch Vorteile haben

(Motorsport-Total.com) - Lando Norris und Max Verstappen gelten als die beiden "Zocker" unter den Formel-1-Piloten. Die beiden haben zuhause jeweils einen eigenen Simulator und verbringen viel Zeit mit SimRacing, also dem Rennfahren in virtuellen Welten. Doch ist das richtiges Training oder eher ein Hobby? Norris' McLaren-Teamkollege Carlos Sainz glaubt jedenfalls nicht, dass die beiden dadurch einen Vorteil haben.

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Norris und Sainz verstehen sich, verbringen ihre Zeit aber unterschiedlich Zoom Download

"Wenn man davon profitieren würde, dann wäre Lando im McLaren-Simulator schneller als ich. Aber das ist er nicht", verrät der Spanier. Ein "gutes Beispiel" für seine These sei auch Weltmeister Lewis Hamilton. Der Mercedes-Pilot ist generell kein Freund von Simulator- oder Testfahrten. "Er kommt einfach her [an die Rennstrecke] und fährt. Während seines restlichen Lebens macht er etwas komplett anderes", erinnert Sainz.

Zwischen den Rennen genießt Hamilton sein Leben, geht auf Partys und fliegt um die Welt. Für stundenlange Trainingseinheiten im Simulator bleibt da keine Zeit. "Und er ist trotzdem so gut wie Lando oder Max - oder sogar besser", zuckt Sainz die Schultern und erklärt: "Ich habe von Lando [auf der Strecke] nichts gesehen, das ich nicht auch von Lewis gesehen habe."

Sainz selbst hat bislang ebenfalls auf einen privaten Simulator verzichtet. "Ich verbringe viel Zeit im Simulator in der Fabrik. Aber davon abgesehen versuche ich, viel Zeit draußen zu verbringen", verrät er. Er habe mehr Spaß mit "echten Autos" als im Simulator. Außerdem bereitet sich der 24-Jährige gerne beim Kartfahren auf die anstehenden Rennen vor.

Übrigens: Seit Norris ein Stammcockpit in der Formel 1 hat, sitzt er laut eigener Aussage "viel weniger" im eigenen Simulator als früher. Er verbringe seine knappe Freizeit häufiger mit anderen Dingen, weil er jetzt sowieso mehr fährt als früher. Außerdem genieße er mittlerweile faule Tage, "an denen man gar nichts macht." Bei 21 Grands Prix im Jahr durchaus nachvollziehbar.

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