• 06. Juni 2019 · 18:43 Uhr

Lewis Hamilton: Möchte wieder V12-Monster ohne Servolenkung!

V12-Motoren, ein manuelles Getriebe, keine Servolenkung und keine Auslaufzonen: So stellt sich Lewis Hamilton die ideale Formel 1 vor - Kritik an Regeländerungen

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton hat die Nase voll von der aktuellen Formel 1. Er ist von den derzeitigen Fahrzeugen und dem Reglement gelangweilt. Der Mercedes-Pilot würde sich für das Reglement einige Änderungen wünschen, die wohl vielen Fans aus der Seele sprechen. Die aktuellen Hybrid-Turbomotoren gehören für ihn in die Tonne: "Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich zurück auf die V12-Saugmotoren gehen, dazu ein manuelles Getriebe", sagt er.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton hält auf der PK ein flammendes Plädoyer für Action Zoom Download

Für Hamilton ist klar: Die Formel 1 muss für die Fahrer wieder härter werden. Dass Youngster ohne Probleme in den Sport kommen können und dass er manchmal nach einem Rennen denkt, dass er noch eins oder zwei hinterherfahren könnte, darf für ihn nicht sein. "Nehmt die großen Auslaufzonen weg. Servolenkung muss auch weg. Man sollte körperlich ausgelaugt sein am Ende. Es sollte so anstrengend wie ein Marathon sein", wünscht er sich.

Auch mit den Reifen ist der Brite unzufrieden: "Wir brauchen bessere Reifen", wirft er noch einmal ein. Hamilton hatte die Pneus von Hersteller Pirelli zuletzt immer wieder kritisiert. Nicht nur er ist genervt davon, dass Fahrer weite Teile des Rennens nur cruisen, um die Pneus nicht zu zerstören und sich einen Stopp zu sparen.

Im gleichen Atemzug kritisiert der fünfmalige Weltmeister die Regeländerungen in den vergangenen Jahren. Mehrfach hatte man versucht, Kosten einzudämmen oder das Überholen zu erleichtern - für Hamilton hat sich jedoch nicht viel zum Guten gewandelt: "Die Entscheidungen waren in den Jahren nicht großartig", kritisiert er. Auch unter Liberty Media habe sich an diesem Umstand nicht viel geändert.

Er glaubt, dass die Fans die Formel 1 nicht mehr aufregend finden. Es klafft immer noch eine große Lücke zwischen den drei "reichen Teams" und dem Rest, hinzu kommt das wenig aufregende Auto und ein fehlender Entertainment-Aspekt. "An jedem Wochenende sind es die gleichen vier Tage, 21 Wochenenden im Jahr. Das hat sich nie geändert", ärgert er sich.

Hamilton würde sich etwas mehr Abwechslung wünschen, um die Fans wieder zu begeistern. Dabei sollte man auch auf die Begebenheiten bei den einzelnen Rennen eingehen. "In Monaco ist überholen unmöglich. Vielleicht braucht man zwei Rennen, ich weiß nicht", zuckt er mit den Schultern, ohne eine konkrete Idee zu haben. Er weiß nur: So kann es nicht bleiben!


Fotostrecke: Die zehn denkwürdigsten F1-Regeländerungen

"Wir müssen darauf schauen, weil es die Fans sind, durch die wir unserer Arbeit nachgehen können", betont der Mercedes-Pilot. "Es gibt auch Rennen, wo nicht viele Fans da sind. Zudem sagen viele Leute, dass es langweilig ist, weil man immer Perioden hat, wo ein Team gewinnt. Aber wie hält man das auf?" Das ist die große Frage. Und da sieht er das Reglement in der Verantwortung. Und einige Veränderungen außerhalb.

2021 bietet sich der Formel 1 die Chance zum großen Umbruch. Das neue Reglement soll den Teams in der vergangenen Woche übermittelt worden sein.

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