• 06. Juni 2019 · 16:42 Uhr

Binotto: Es wird 2019 keine B-Version des Ferrari SF90 geben

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto schließt eine komplette Neuversion des SF90 aus, obwohl die Scuderia den Saisonauftakt in den Sand gesetzt hat - Reifen im Fokus

(Motorsport-Total.com) - Obwohl der Saisonstart für Ferrari mächtig in die Hose ging, plant die Scuderia kein komplett neuentwickeltes Auto: "Es wird keine B-Version geben", kündigt Teamchef Mattia Binotto gegenüber der 'Gazzetta dello Sport' an. Stattdessen soll der SF90 linear weiterentwickelt werden, um Boden auf die bislang dominanten Mercedes gutzumachen.

Charles Leclerc

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Vor allem die Reifen gelten derzeit als Schwachpunkt des Boliden. Pirelli hat in dieser Saison Reifen mit einer dünneren Lauffläche gebracht. Schon 2018 hatte man bei vier Grands Prix solche dünneren Pneus im Einsatz, die damals eher Mercedes entgegenkamen. Und auch in diesem Jahr muss Ferrari einsehen: "Unser Projekt passt sehr schlecht zu den aktuellen Reifen."

Allerdings verzichtet der Italiener auf Unterstellungen, Pirelli habe damit seine Rivalen bevorzugt. Ferrari hatte lange Zeit, um sich auf die neuen Reifen einzuschießen, hat das aber nicht richtig hinbekommen. Zudem seien die Probleme komplett anders als noch im Vorjahr: "2018 mussten wir vermeiden, sie zu überhitzen, und jetzt ist die Schwierigkeit, sie auf Temperatur zu bekommen."

Die Frage ist jedoch, warum Ferrari die Pneus anscheinend nicht verstanden hat, wenn es die Konkurrenz konnte. "Die Reifen haben auch eine andere Konstruktion, es geht nicht nur um die Lauffläche", sagt Binotto und gibt zu: "Es stimmt, dass wir im vergangenen Jahr nicht alle Bedürfnisse für die Reifen 2019 begriffen haben. Und als sie im Dezember beim Abu-Dhabi-Test ziemlich konkret waren, war der SF90 schon abgenommen."


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Mit dieser Hypothek muss Ferrari nun zurechtkommen und arbeitet fieberhaft, um die Situation mit den Reifen in den Griff zu bekommen. "Wir haben schon Ideen und müssen diese auch schnell umsetzen", meint Binotto, "aber das wird wohl ein paar Wochen brauchen." Trotzdem bleibt er bei seinem Ziel: "Das Ziel ist, vor alle anderen zu kommen."

Das könnte 2019 aber schwierig werden: In der Konstrukteurswertung liegt Ferrari nach sechs Rennen bereits 118 Punkte zurück.

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