• 14. Juli 2018 · 14:18 Uhr

Mark Webber: Daniel Ricciardo wird bei Red Bull bleiben

Der Landsmann des australischen Monaco-Siegers 2018 glaubt, dass Ricciardo außer Red Bull keine realistische Option mehr hat - Bloß kein Wechsel zu McLaren

(Motorsport-Total.com) - Tendenz erkennbar, endgültige Entscheidung und Verkündung noch offen. Wie geht es mit Daniel Ricciardo nach dem Ende seines Red-Bull-Vertrags im kommenden Jahr weiter? Nachdem lange diskutiert wurde, dass der Australier einen spektakulären Wechsel zu Mercedes oder Ferrari plane, scheint sich nun immer mehr zu verfestigen, dass er bei Red Bull bleibt. Die Türen bei Silber und Rot scheinen zu, nachdem man bei Mercedes laut Aufsichtsratschef Niki Lauda weiter mit Weltmeister Lewis Hamilton und Valterri Bottas plant und bei Ferrari der junge Charles Leclerc für die Nachfolge von Kimi Räikkönen gesetzt scheint.

Mark Webber, Daniel Ricciardo

Von Aussie zu Aussie: Webber sprach mit dem Red-Bull-Fahrer über die Optionen Zoom Download

Verlängert der Sonnyboy also seinen Vertrag beim englisch-österreichischen Rennstall und bleibt Teamkollege von Max Verstappen? Das kann sich zumindest Landsmann Mark Webber vorstellen, der von 2007 bis 2013 für Red Bull fuhr. "Ich denke, er bleibt. Keine Ahnung, für wie lange er sich verpflichten wird, aber er wird es bei Red Bull tun", ist sich der 41-Jährige im Gespräch mit 'Speedcafe.com' sicher. Mit seinem langjährigen Team feierte Ricciardo in der Formel-1-Saison 2018 bereits zwei Siege in China und Monaco und brillierte dabei vor allem beim Klassiker im Fürstentum.

Mit seinen routinierten und nahezu fehlerlosen Performances schuf sich der 29-Jährige ein gutes Standing im Formel-1-Paddock - auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff offenbarte jüngst, dass wohl jedes Team des sympathischen Australier auf dem Zettel hatte. Doch Webber gibt zu bedenken: "Es stimmt schon, seine Aktien stehen momentan sehr, sehr hoch. Aber wir alle wissen, dass Lewis Hamilton noch immer die Hauptfigur bei allem ist." Bedeutet: Nur wenn der viermalige Weltmeister sich tatsächlich entscheiden würde, seine Kariere am Ende der Saison zu beenden, würde der Fahrermarkt mit Ricciardo in der Hauptrolle in Bewegung kommen.

Hamilton der Schlüssel, Aufbauabeit im Mittelfeld keine Option

Doch Mercedes-Aufsichtsratschef Lauda lässt seit Wochen keine Gelegenheit aus, um zu betonen, dass mit Hamilton längst alles unter Dach und Fach sei und man nur noch die Verkündung abwarten müsse. Das glaubt auch Webber und fügt an: "Es war schon richtig, dass Daniel so lange gewartet hat. Man muss genau prüfen, ob man irgendwo zur richtigen Zeit an der perfekten Stelle sein kann. So ist die Formel 1." Inzwischen sieht es aber auch so aus, als hätte sich Valtteri Bottas mit konstanten Leistungen eine Vertragsverlängerung beim Weltmeisterteam verdient, während Ferrari 2019 auf seinen Nachwuchsfahrer Leclerc als Nachfolger von Räikkönen setzen könnte.


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In der Zwischenzeit kokettierte Ricciardo auch mit einem finanziell lukrativen Wechsel zu McLaren oder Renault, bei denen er als Nummer-1-Fahrer ein mittel- bis langfristiges Projekt angetrieben hätte. Doch Webber glaubt, dass dies nicht ernsthaft zur Debatte stand. "Nein, Red Bull war letztlich die einzige wirkliche Option, die er hatte. Dass er mit diesen Mittelfeld-Teams liebäugelte, das war vielleicht nur, weil er wollte, dass sich Red Bull ein wenig bewegt."

Webber lässt durchblicken, dass er mit seinem Landsmann über dessen Optionen gesprochen hat und von einem Wechsel zu einem Mittelfeldteam abriet: "Er weiß, wie ich denke. Es ist immer ein Risiko, wenn man herausfinden möchte, ob es woanders besser ist. Die Teams, die derzeit gewinnen, sind ziemlich etabliert und jeder, der dort den letzten Sitz möchte, hat es extrem schwer."

Ricciardo selbst hatte zwar über die Variante McLaren gesprochen, gleichzeitig aber betont, dass ein Topteam seine absolute Priorität sei. Beim vorletzten Rennen in Österreich ließen der Australier und Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko durchblicken, dass eine Vertragsverlängerung realistisch sei. Eine endgültige Entscheidung will der Viertplatzierte der Fahrer-WM im besten Fall noch vor der Formel-1-Sommerpause nach dem Ungarn-Grand-Prix Ende Juli verkünden.

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