• 26. Juni 2018 · 21:34 Uhr

Renault bestätigt: Daniel Ricciardo schafft Saison 2018 nicht

Nach Verwirrung um Monaco-MGU-K: Der WM-Dritte muss sicher eine Strafe in Kauf nehmen - In Spielberg soll es trotz angebotenem Update aber noch nicht so weit sein

(Motorsport-Total.com) - Was bei Red Bull ohnehin befürchtet wurde, ist nun bestätigt: Daniel Ricciardo droht schon bei einem der nächsten Grands Prix der Formel-1-Saison 2018 eine Strafversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung. Der Grund: Der WM-Dritte muss im weiteren Saisonverlauf eine dritte MGU-K einsetzen. Nachdem die Regeln für den Austausch von Elementen der Antriebseinheit in diesem Jahr noch verschärft wurden, darf die Hybridkomponente zur Rückgewinnung von kinetischer Energie nur einmal erneuert werden.

Daniel Ricciardo

In Monaco gelang Daniel Ricciardo mit defekter MGU-K ein Glanzstück Zoom Download

Ricciardo erlitt ausgerechnet bei seinem glanzvollen Monaco-Sieg einen Schaden der MGU-K. Mit 25 Prozent weniger Leistung lieferte der Australier eine Galavorstellung ab - entgegen erster Berichte war seine Antriebskomponente aber doch irreparabel kaputt. Nachdem dies bereits die zweite MGU-K der jungen Saison war, die beim Boliden mit der Startnummer drei eingesetzt wurde, hätte Ricciardo schon beim darauffolgenden Grand Prix von Kanada mit einer neuen Komponente die Strafe bekommen.

Doch Red Bull und Motorenpartner Renault griffen auf die alte erste Einheit zurück, die bereits bei den Auftaktrennen in Australien und Bahrain verbaut war. Mit der wird es der 28-Jährige aber nicht bis zum Ende der Saison schaffen, bestätigt Renault Motorenchef Remi Taffin im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Daniel hat bereits zwei MGU-K angetastet. Die nächste, die er verwendet, bedeutet für ihn eine Strafe. Mit seiner aktuellen wird er es nicht bis zum Saisonende schaffen", so der Franzose.

Interessant: Leicht gereizt will er sich übrigens auch mit einigem Abstand nicht in die Karten schauen lassen, welcher Defekt die Monaco-MGU-K irreparabel beschädigte. "Das spielt doch keine Rolle, ändert die Welt auch nicht. Ganz offensichtlich ist sie kaputt", so Taffin. Nun müsse man eben festlegen, bei welchem Grand Prix Ricciardo seine Strafversetzung in Kauf nimmt und die dritte Hybridkomponente verwendet. "Wir entscheiden das gemeinsam mit Red Bull", sagt der Renault-Mann. "Wenn man weiß, dass man eine Strafe bekommt, dann überlegt man sich, wann es ehesten passt."


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So habe man es auch in Monaco bei Max Verstappen gehandelt. Weil der Niederländer nach seinem folgenschweren Crash im dritten Freien Training das Qualifying verpasste und ohnehin von ganz hinten starten musste, setzte man bereits beim sechsten Rennen die dritte MGU-K im RB14 des Youngsters ein. Die zehn Plätze Strafversetzung fielen so nicht weiter ins Gewicht.

Dass Ricciardo bereits beim kommenden Rennen in Spielberg, dem Großen Preis von Österreich, die MGU-K tauscht, ist aber unwahrscheinlich. Renaults Formel-1-Chef Cyril Abiteboul hatte bereits bestätigt, dass eines der Kundenteams auf das langersehnte Update der Antriebskomponente in der Steiermark verzichten wird. Red Bull will bei seinem Heimrennen das Maximum herausholen und keine Strafen kassieren. Zudem könnte man am Werksteam zunächst beobachten, ob sich die neue MGU-K auch im Renntrimm bewährt.

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