• 09. Juni 2018 · 00:40 Uhr

Renault warnt Red Bull vor Honda: WM-Titel steht auf dem Spiel

Warum Renault Antriebskunde Red Bull rät, sich einen Wechsel zu Honda gut zu überlegen, und wieso er damit leben kann, wenn das Werksteam geschlagen wird

(Motorsport-Total.com) - Renault warnt Red Bull, mit einem Wechsel zu Honda einen potenziellen Titelgewinn zu riskieren. "Mit allem, was sie jetzt haben und was noch geplant ist, haben sie mit uns die Chance, in den kommenden zwei Jahren wieder Weltmeister zu werden", verweist Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul gegenüber 'Sky Sports F1' auf das aktuelle Antriebs-Update. "Außerdem haben sie das vielleicht beste Auto von allen." Ob Red Bull auch mit Honda Titelchancen hätte, könne er "nicht sagen".

Cyril Abiteboul, Alain Prost. Helmut Marko

Cyril Abiteboul und Renault-Berater Prost würden Helmut Marko gerne überzeugen Zoom Download

Eigentlich hätte Renault gerne Ende Mai gewusst, wofür sich Red Bull entscheidet, doch das österreichische Team mit Sitz in Milton Keynes will nun unmittelbar vor dem Spielberg-Wochenende Anfang Juli die Karten auf den Tisch legen. "Ich verstehe, was sie gerne hätten", meint Abiteboul. "Es schauen sich die technische und die kommerzielle Seite an, denn es ist etwas anderes, ob man ein Kunde und Partner von Renault bleibt oder durch Honda zum Werksteam wird."

Damit spielt der Renault-Geschäftsführer auch auf die finanzielle Seite eines möglichen Honda-Deals an: Ex-Partner McLaren erhielt aus Tokio jedes Jahr eine Finanzspritze von rund 100 Millionen Euro. "Das ist ganz etwas anderes, und dafür haben ich Verständnis", sagt Abiteboul. "Es ist eine komplizierte Entscheidung für sie und für uns."

Während man Ende des Vorjahres den Eindruck hatte, dass Renault nicht an einer Fortsetzung der seit 2007 bestehenden Partnerschaft interessiert sei, ist bei den Franzosen offenbar ein Sinneswandel eigentreten. Man bietet Red Bull einen Zweijahresvertrag bis Ende 2020 an - also bis zum Auslaufen des aktuellen Motorenreglements und der Verträge der Teams mit der Formel 1.

Doch warum will man Red Bull nun doch nicht loswerden? "Vielleicht ist das meine emotionale Seite", sagt Abiteboul mit Augenzwinkern. "Ich arbeite seit zwölf Jahren mit Christian Horner und Helmut Marko und wir ziehen einander seitdem an den Haaren. Das will ich nicht missen."

Eine weitere Zusammenarbeit mit Red Bull hätte aber auch für das Werksteam Vorteile: "Es ist gut, sie als Messlatte zu haben. Durch sie wissen wir, woran wir arbeiten müssen. Und sie zeigen, dass der Renault-Motor siegfähig ist." Dass beim Trainingsauftakt in Montreal Red Bull am schnellsten war und auch McLaren vor der Mannschaft aus Enstone lag, sieht Abiteboul gelassen: "Wir sehen das positiv. Es ist gut, wenn ein Auto mit Renault-Antrieb ganz vorne ist. Hoffentlich ist das ein gutes Anzeichen für die Zukunft."

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