• 17. Oktober 2017 · 22:57 Uhr

Antrittsbesuch bei Renault: Enstone-Umbau beeindruckt Sainz

Mittelfristig will Renault zurück an die Formel-1-Spitze und rüstet auf - Zahl der Mitarbeiter und Modernisierungen im Werk geben Neu-Pilot Carlos Sainz Hoffnung

(Motorsport-Total.com) - Aufregende Zeiten für Carlos Sainz: Erst kurz vor dem Formel-1-Wochenende in Suzuka hatte er erfahren, dass er ab dem kommenden Rennen für Renault anstatt für Toro Rosso antritt. In dieser Woche stand nun der Antrittsbesuch in der Fabrik in Enstone an, ab sofort liegt der Fokus auf dem Rennwochenende in Austin. Vor dem ersten Rennen für sein neues Team blieb dem Spanier nicht viel Zeit, sich mit den dato unbekannten Gesichtern vertraut zu machen. Zumal das Werksteam ein wesentlich größerer Rennstall ist als die vergleichsweise eher kleine Toro-Rosso-Truppe, die Sainz nach fast drei Jahren in Faenza aus dem Stegreif kannte.

Carlos Sainz

Gelb-schwarz statt Dunkelblau: Carlos Sainz fährt ab sofort für Renault Zoom Download

Bei dem Besuch des Werks im Oxfordshire war der Spanier beeindruckt: "Renault ist ein enormes Team und die Fabrik ist wirklich groß. Man konnte auch sehen, dass neue Gebäude gebaut werden, was sehr ermutigend ist. Ich freue mich auf eine spannende Zukunft", staunt er. Um das Ziel, spätestens ab 2019 wieder zu den Formel-1-Topteams zu gehören, zu erreichen, rüstet Renault nicht nur personell auf. So wird die komplette Fabrik in Enstone modernisiert, verschiedene Departements werden laut Technikchef Nick Chester ausgebaut und mehr Platz für neue Mitarbeiter geschaffen. Schon seit vergangenem Mai gibt es beispielsweise eine topmoderne neue Operationszentrale.

"Ich habe mich an der Basis umgeschaut und konnte sehen, dass alles für das Formel-1-Programm getan wird. Es ist ein Privileg, ab sofort in diese Fortschritte eingebunden zu sein und die neuen Ressourcen zu sehen", schwärmt der 56-malige Grand-Prix-Teilnehmer. Auf ihn wartet nun die Aufgabe, möglichst schnell alle wichtigen Teammitglieder kennenzulernen. Aber: "Das ist echt schwierig, weil ich mir nicht gut Namen merken kann", stöhnt der 23-Jährige. "Da liegt eine neue Herausforderung vor mir, aber es ist gleichzeitig auch eine Motivation, all diese neuen Gesichter kennenzulernen, weil uns das den Start im kommenden Jahr wahnsinnig erleichtern wird."

Anders als ursprünglich vorgesehen übernimmt der Spanier nun doch bereits vier Rennen vor dem Ende der Formel-1-Saison 2017 den Sitz vom glück- und erfolglosen Jolyon Palmer. Bei Renault will man bis zum allerletzten Saisonrennen pushen, um im Kampf mit Haas und Toro Rosso möglichst viele Punkte in der Konstrukteurs-WM gutzumachen. Aktuell liegt das Werksteam mit 42 Zählern auf Rang acht, doch selbst Williams auf Platz fünf ist mit 66 Punkten noch in Reichweite. Dafür brauchen die Gelben neben Nico Hülkenberg aber einen zweiten Piloten, der ab sofort regelmäßig in die Punkte fährt.


Fotos: Carlos Sainz im Teamdress von Renault


Diese Aufgabe soll nun Sainz übernehmen, der gleich bei seiner Premiere neue Teile an den R.S.17 bekommt. Mit einem verbesserten Diffusor und überarbeiteten Luftleitblechen soll das Auto einen Schritt nach vorne mache, auch wenn der Debütant die Erwartungen bremst. "Es wird sich sehr anders anfühlen im Vergleich zum Toro Rosso. Es wird Zeit brauchen, aber ich versuche, so schnell wie möglich meine Pace zeigen zu können", so Sainz. Was helfen könnte, ist die Tatsache, dass der Spanier bislang immer gut in Austin zurechtkam. In seiner ersten Formel-1-Saison 2015 holte er dort mit Rang sieben sein bestes Resultat, im vergangenen Jahr wurde er sogar Sechster im Toro Rosso.

"Austin ist eine meiner Lieblingsstrecken im Kalender, hier kann man auch Überholen. Speziell der erste Sektor macht in einem Formel-1-Auto richtig Laune, und unsere 2017er-Modelle werden hier sehr schnell sein", freut er sich auf sein erstes Rennen im Werksteam in Texas. Ab sofort ist er neben Teamkollege Nico Hülkenberg der Hoffnungsträger für die inzwischen wieder weit über 600 Mitarbeiter in Enstone und die rund 500 Angestellten in der Motorenfabrik im französischen Viry. Schlusswort Sainz: "Ich bin sehr aufgeregt, dass sie mich ausgewählt haben, um mit dem Team das Ziel zu erreichen, an die Spitze der Formel 1 zu kommen.

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