• 10. Oktober 2017 · 13:47 Uhr

Honda selbstbewusst: Auf Renault-Niveau angekommen?

Honda ist mit seinem Antrieb mittlerweile "sehr nahe an Renault": Neueste Spezifikation soll angeblich auch ausreichend Zuverlässigkeit bieten

(Motorsport-Total.com) - Honda kämpft seit der Formel-1-Rückkehr 2015 um Anschluss. Die Japaner haben in Zusammenarbeit mit McLaren immer wieder neue Wege versucht, aber der Abstand zum Klassenprimus Mercedes ist nach wie vor riesig. Dennoch sind Fortschritte zu verzeichnen. Die Leistung wurde zuletzt besser, die Zuverlässigkeit war nicht mehr ganz so dramatisch schlecht wie in den Monaten zuvor. Nach eigener Aussage brachte die neueste Spezifikation 3.5 den entscheidenden Fortschritt.

Yusuke Hasegawa

Honda-Projektleiter Yusuke Hasegawa ist von den Fortschritten überzeugt Zoom Download

"Seit Beginn der Saison arbeiten wir konsequent an Verbesserungen, nicht nur bei der Performance, sondern auch bei der Standfestigkeit", sagt Honda-Projektleiter Yusuke Hasegawa im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Seit der Einführung der Spezifikation 3.5 zum Grand Prix von Belgien 2017 in Spa-Francorchamps sei man "sehr nahe an Renault", meint der Japaner. "Ich kann nicht sagen, dass wir besser sind als Renault, aber zumindest ist unsere Standfestigkeit nun besser."

Hasegawa ist der Überzeugung, dass die aktuelle Version des Antriebs die beste sei, die man im Formel-1-Auto von McLaren jemals im Einsatz hatte. "Wir sind aber immer noch nicht weit genug, aber immerhin ist die Lücke kleiner als im vergangenen Jahr und im ersten Jahr." Erstmals will Honda das grundsätzliche Konzept der Aggregate im Winter nicht verändern, sondern beim Wechsel zu Toro Rosso auf die bisherige Basis aufbauen.

"Wir haben keine Zweifel am aktuellen Konzept", sagt er. "Wir haben jetzt eine ähnliche Variante wie Renault, Ferrari und Mercedes. Daher gibt es keinen Grund, warum wir nicht auch mit unserem Konzept auf das gleiche Niveau kommen sollten." Am vergangenen Rennwochenende in Japan ließ die Honda-Zuverlässigkeit mal wieder zu wünschen übrig. Am Alonso-Auto wurde nach einem Hydraulikleck am Freitag die gesamte Einheit ausgetauscht. "Es war kein fundamentales Motorenproblem", betont Hasegawa.

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