• 03. April 2016 · 02:42 Uhr

Daimler-Kupplung kommt: Mercedes' Startproblem bald gelöst?

Die Silberpfeile erhalten "eher in Monaten als Wochen" ein eigenentwickeltes Bauteil - In Bahrain zittern sie aber vor Ferraris Starts - Hamilton bezweifelt Fortschritte

(Motorsport-Total.com) - Wenn beim Bahrain-Grand-Prix am Sonntag die Ampel auf Grün springt, ruhen alle Augen auf Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Nicht nur, weil die Mercedes-Stars in Reihe eins stehen und einmal mehr haushohe Favoriten auf den Sieg sind, sondern weil die Kupplungsprobleme der Silberpfeile zuletzt beherrschendes Thema waren - und in Australien beinahe zu einem Debakel geführt hätten. Es ist Abhilfe in Sicht: Der Daimler-Konzern entwickelt eine eigene Kupplung.

Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen

Kann Ferrari Mercedes am Start erneut überraschen? Die Silberpfeile rüsten nach Zoom Download

Bisher kam das Bauteil von einem Zulieferer, doch der genießt offenbar kein Vertrauen mehr. "Daimler baut für uns eine neue Kupplung", sagt Sportchef Toto Wolff der 'Auto Bild motorsport' und fügt an: "Wir wissen nur noch nicht, wann genau sie fertig ist." Im Gespräch mit 'auto motor und sport' benennt er die Zeitspanne mit "eher Monate als Wochen", was eine Einführung zum Europaauftakt in Barcelona Mitte Mai noch eher optimistisch erscheinen lässt.

Bis die Erlösung kommt, muss sich Mercedes auf die aktuelle Version verlassen. Jedoch will das Team in diesem Punkt nicht untätig gewesen sein, seit es in Melbourne harkte. "Wir haben hart daran gearbeitet. Wir haben uns verbessert. Aber es ist schwer zu sagen, ob es genug war. Wir haben nur wenig Zeit gehabt", meint Nico Rosberg und warnt vor Ferrari. Technik von ZF Sachs und ein besonderes Motormanagement lassen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen derzeit besser starten.


Fotos: Großer Preis von Bahrain


Wolff erklärt das Problem im Detail: "Bei uns ist das Temperaturfenster der Kupplung sehr klein. Wenn die Fahrer da drin bleiben, gelingen ihnen auch gute Starts. Wird die Kupplung zu heiß oder nicht heiß genug, geht der Start wie bei Lewis in Melbourne in die Hose." Heißt: Mercedes kann, muss den Start aber kein zweites Mal in den Sand setzen. Schließlich gibt es jetzt Erfahrungswerte.

Lewis Hamilton glaubt nicht, dass sich daran in Bahrain etwas ändert. Er unkt: "Der Weg zu Kurve eins ist lang, länger als beim vergangenen Rennen. Große Fortschritte werden wir nicht gemacht haben, das bezweifele ich." Die Roten wittern ihre Chance. Vettel scharrt mit den Hufen: "Hoffentlich klappt beim Start das Gleiche wie vor zwei Wochen." Doch der Deutsche traut der Sache nicht und zieht es in Erwägung, dass sich Mercedes einen einmaligen Ausrutscher leistete: "Die Frage ist: Hatten sie einen schlechten Start oder sind wir so viel besser? Mein Start war jedenfalls perfekt und der von Kimi auch sehr, sehr gut", erklärt Vettel.


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Auch Hamilton spricht von Tagesform: "Manchmal wachst du bestens gelaunt auf, manchmal bist du aber auch groggy, manchmal aufgeregt. Der Start und die erste Kurve sind jedes Mal anders." Und möglicherweise die einzige Chance für Vettel, am Sonntag in Bahrain zu triumphieren. Sonst erkennt er "keine Schwächen" am W07, der auf einem powerlastigen Kurs mit Überholchancen anschließend kaum zu schlagen sein wird. Er erkennt aber: "Bei uns gibt es auch Stärken - und die versuchen wir auszuspielen." Gemeint sein könnten die Bremsen und der Reifenabbau.

Die Bremsbelüftung bei Hamilton und bei Rosberg (bei dem sie verstopft war und die Bremszange zum Glühen brachte) war in Australien ebenfalls Grund zur Sorge. Hinzu kommt, dass Ferrari schon in der vergangenen Saison das reifenschonendere Auto in der Garage stehen hatte. Außerdem werden Mercedes 2016 auch Probleme beim Überholen nachgesagt, weil der Wagen wegen seines Powervorteils mit so viel Abtrieb abgestimmt wird, dass er auf der Geraden nicht viel schneller ist als die Konkurrenz.

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