• 02. April 2016 · 23:08 Uhr

Mercedes hat Respekt vor Ferrari: "Ergebnis schmeichelt uns"

Die Mercedes-Analyse ergibt, dass die niedrigen Temperaturen in Q3 gegen Ferrari geholfen haben - Toto Wolff: "Im Training waren sie schneller, fair and square"

(Motorsport-Total.com) - Das Mercedes-Team sicherte sich im Qualifying zum Grand Prix von Bahrain (Formel 1 2016 live im Ticker) erneut die erste Startreihe, aber Ferrari war letztendlich deutlich näher dran, als das nach den Freitagstrainings den Anschein hatte. "Ich habe das Gefühl, dass uns das heutige Ergebnis ein bisschen schmeichelt", analysiert daher Mercedes-Sportchef Toto Wolff.

Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel

Die Mercedes-Fahrer nehmen Ferrari in Bahrain nicht auf die leichte Schulter Zoom Download

Im dritten Freien Training am Samstagmorgen hatten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen dem Mercedes-Duo sogar eine halbe Sekunde abgenommen - kamen aber trotzdem bei weitem nicht an Nico Rosbergs Bestzeit vom Freitag heran. Dass die Temperaturen bei Tageslicht so hoch waren wie noch nie an diesem Wochenende, könnte die Erklärung dafür sein. Mercedes betont jedenfalls, nicht bewusst geblufft zu haben.

"Im dritten Training waren sie schneller, fair and square", sagt Wolff. "Es sah so aus, als würde das Qualifying sehr schwierig für uns werden. Aber je länger es dauerte, je kühler es wurde, desto mehr kam es in unsere Richtung. Und die letzten zwei Runden waren einfach sehr gut." Ferrari war bis zum ersten Q3-Run auf Augenhöhe mit den Silberpfeilen, lag vor der allerletzten Runde noch auf den Positionen zwei und drei. Doch dann kam die Wende.

Hamilton: Motor nicht aufgedreht

"Das hat uns auch überrascht", behauptet Rosberg. "Vielleicht haben uns die kühleren Temperaturen geholfen." Teamkollege Lewis Hamilton "weiß nicht, was da los war. Die Leute werden denken, dass wir den Motor aufgedreht haben, aber das haben wir nicht. Wir haben schon in Q2 attackiert, aber die Strecke wurde kühler, glaube ich. Ich schätze, dass wir einfach mehr als andere zulegen können, wenn es abkühlt. Wenn es heiß ist, ist Ferrari schneller, wie wir gesehen haben."

Mercedes könnte helfen, dass das Rennen, das zur gleichen Ortszeit beginnt wie das Qualifying, hinten raus länger dauert. Sprich: Im Finish werden die Temperaturen ähnlich kühl sein wie am Ende von Q3, als der Silberpfeil voll konkurrenzfähig war. Letztendlich betrug der Vorsprung auf den schnellsten Ferrari eine halbe Sekunde. Aber mit einem ähnlich guten Start wie in Melbourne könnten Vettel und Räikkönen wieder Unruhe stiften.

"Je mehr Druck Ferrari auf uns macht, desto interessanter wird es", sagt Rosberg. "Die können Risiko gehen und einen auf eine andere Strategie setzen, die heute vielleicht ein bisschen schlechter aussieht, aber vielleicht morgen überraschend funktioniert. Das ist sehr gut möglich, denn eigentlich wissen wir gar nicht richtig, wie die Reifen morgen sein werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Risiko nehmen. Das macht es ein bisschen schwieriger."

Pole-Entscheidung in der ersten Kurve?

"Sehr ärgerlich" findet der Melbourne-Sieger, dass er letztendlich doch nur Zweiter wurde, obwohl er Hamilton in Bahrain bis einschließlich Q1 im Griff hatte. Am Samstagmorgen lagen die beiden im ersten direkten Vergleich kurzzeitig ex aequo, ansonsten war Rosberg stets der Schnellere. In Q2 setzte dann plötzlich Hamilton die Bestzeit - und als der Weltmeister in Q3 zumindest seine zweite Runde fehlerfrei hinbrachte, stand er wieder vorne.

"Lewis hat seine Hausaufgaben sehr gut gemacht", anerkennt Rosberg. "Ich war überzeugt, dass ich es hatte - mir war ganz klar, dass ich auf Pole bin. Und dann hat er doch die sieben Hundertstel noch rausgeholt. Das hat mich sehr geärgert." Hamilton war in der Entscheidung in allen drei Sektoren schneller: in T1 um 0,062, in T2 um 0,003 und in T3 um 0,012 Sekunden - ergibt unterm Strich 77 Tausendstelsekunden. Dabei hatte Rosberg den dritten Sektor bis dahin dominiert.

Aber Hamilton meint, den Grundstein für seine Pole-Position schon in der ersten Kurve seiner letzten Runde gelegt zu haben: "Da hatte ich schon zwei Zehntel Vorsprung. In Kurve 1 habe ich viel Zeit gefunden. Kurve 4 war sowieso eine meiner starken Kurven, also bin ich die einfach normal gefahren, ohne zu übertreiben. Kurve 6/7 waren stark, Kurve 8 normal, Kurve 9 normal. Kurve 11 war am Ausgang nicht ganz optimal, Kurve 13/14 dann wieder besser. 14 viel besser..."

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