• 24. Dezember 2015 · 07:55 Uhr

Bianchi-Vater schwört FIA: "Verantwortliche müssen bezahlen"

Der Unfallbericht hätte ihn schockiert, sagt der Vater Jules Bianchis - Er zweifelt an der Unabhängigkeit des Expertengremiums - "Ich habe nichts mehr zu verlieren"

(Motorsport-Total.com) - Der Vater Jules Bianchis ist über ein halbes Jahr nach dem Tod seines Sohnes bestrebt, die wahren Verantwortlichen für den Unfall von Suzuka im Oktober 2014 zur Verantwortung zu ziehen. Wie er der französischen Zeitschrift 'Auto Hebdo' erklärt, kann er den Ergebnissen der offiziellen FIA-Untersuchung nichts abgewinnen. "Die Schlussfolgerungen haben mich schockiert", sagt Philippe Bianchi.

Jules Bianchi, Romain Grosjean

Vater Philippe Bianchi mit Romain Grosjean: Er will Gerechtigkeit Zoom Download

Er wittert einen Interessenkonflikt, weil "die Leute, die untersucht haben, auch die Leute waren, die untersucht wurden". Bianchi fragt sich außerdem, wie dienlich die Sache der Wahrheitsfindung war: "Kann man Richter und Jury sein?" Dennoch glaubt er, dass in der Untersuchung richtige Fragen gestellt worden sein. "Die richtige Antworten zu geben ist aber etwas anderes", relativiert Bianchi umgehend.

Nachdem er sich schon während des Komas seines Sohnes dazu bekannt hatte, für seine Interessen einzustehen, will er diesen Kampf nach seinem Tod fortsetzen. "Ich habe es schon einmal gesagt und wiederhole es: Wenn es Verantwortliche gibt, müssen sie bezahlen. So oder so. Da bin ich laut und deutlich." Er habe Jules verloren und "nichts mehr zu verlieren" außer der Erinnerung an ihn und den Respekt für ihn.


Fotostrecke: Unfall von Jules Bianchi

Das FIA-Gremium stellte in einem 396 Seiten umfassenden Unfallbericht fest, dass "Bianchi nicht ausreichend verlangsamte", um einen Abflug an gleicher Stelle wie zuvor Adrian Sutil zu vermeiden. "Wenn Fahrer die Vorgaben bei doppelten gelben Flaggen erfüllen, dann dürften weder Fahrer noch Offizielle einer körperlichen Gefahr ausgesetzt sein", heißt es. Dem Marussia-Team wirft man ein nicht funktionstüchtiges Sicherheitssystem vor. Zum Gremium zählten namhafte Experten wie Ex-Mercedes-Teamchef Ross Brawn, Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, GPDA-Boss Alex Wurz und Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi.

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