• 09. Oktober 2015 · 14:40 Uhr

Neue Gerüchte: Liebescomeback bei Red Bull und Renault?

Im Paddock wird gemunkelt, der Brauseriese wolle 2016 mit Renault arbeiten - Lotus-Zukunft völlig unklar - Mercedes beharrt auf Absage und gutes Image

(Motorsport-Total.com) - Die Situation um Red Bull und einen Motorenpartner für die Saison 2016 wird immer verworrener. Nach einer bestätigten Mercedes-Absage und Gerüchten über ein "Nein" aus dem Hause Ferraris soll nach einem 'Autosport'-Bericht Renault doch wieder im Rennen um die Partnerschaft sein - obwohl die Österreicher selbst genau wie der Konzernchef der Franzosen, Carlos Ghosn, bestätigt hatten, dass sich die Wege trennen werden. Haben mangelnde Alternativen zu einem Umdenken geführt?

Renault-Logo bei Red Bull

Kann sich Red Bull das Umlackieren seines Boliden doch noch sparen? Zoom Download

Dafür spricht einiges. Erstens: Bernie Ecclestone bestätigte am Freitag am Rande des Russland-Grand-Prix in Sotschi, dass Red Bull eine Lösung gefunden hätte. Zweitens: Es ist wohl kaum Mercedes. Schließlich bemerkt Sportchef Toto Wolff bei 'Motorsport.com' über ein Treffen mit dem Zampano, das kurz vor dessen viel beachtetem Interview stattfand, und das Dauerthema Red Bull: "Wir haben es nicht thematisiert. Es mag merkwürdig klingen, aber es wird doch jeden Tag darüber gesprochen."

Wolff fügt mit Schalk im Nacken an: "Es war öffentlich. Bernie setzt nicht Daumenschrauben an, sondern macht es sehr subtil." Spaß beiseite: Der Mercedes-Verantwortliche bleibt dabei, dass nach "eingehender Analyse" im Sommer kein Feedback seitens Red Bull gekommen sei und die Stuttgarter deshalb beschlossen hätten, ihre bisherige Kundenstrategie weiterzuverfolgen. "Wir haben unsere Meinung nicht geändert. Einige Kommentare waren verwirrend, aber es ist alles beim Alten geblieben." Heißt für die nächste Saison: Drei Kunden, nämlich Williams, Force India und Manor-Marussia.

Doch was ist mit Lotus? Seit geraumer Zeit ist klar, dass die Mannschaft aus Enstone von Renault auch dann als Werksteam übernommen werden könnte, wenn Red Bull Kunde bleibt. Spart sich der Konzern, dessen Budget auch begrenzt ist, diesen Schritt, könnte Lotus vor einem gewaltigen Problem stehen. Schließlich spricht Wolff, der vertraglich an die klammen Schwarz-Goldenen gebunden ist, ausdrücklich von drei Kunden. "Der Manor-Deal hat nichts mit Red Bull zu tun", fügt er an.

Für Mercedes könnte ein Comeback in der ehemaligen Liebesgeschichte zur Win-Win-Situation werden. Die Silberpfeile hätten es einerseits vermieden, einen potenziell starken Konkurrenten mit dem eigenen Know-how auszustatten. Andererseits wäre die Formel 1 als Marketingplattform nicht in Mitleidenschaft gezogen und ein Imageschaden als Spielverderber abgewendet. Damit hätte Wolff aber ohnehin nicht gerechnet: "Niemand erklärt uns zum bösen Buben", winkt er vor dem Hintergrund einer Ohrfeige durch die TV-Regie in Suzuka ab. "Jedes Team ist selbst verantwortlich, wie es seine Geschäfte führt."

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