• 08. Oktober 2015 · 21:23 Uhr

Ecclestone rät Red Bull-Boss: "Er soll Volkswagen kaufen"

Angesichts der ungelösten Motorenfrage bei Red Bull wartet Bernie Ecclestone mit einem ungewöhnliche Rat auf, bedauert sonst aber nicht viel tun zu können

(Motorsport-Total.com) - Fünf Rennen vor dem Ende der Formel-1-Saison 2015 steht noch nicht fest, ob und mit welchen Motoren Red Bull und Toro Rosso in der nächsten Saison in der Serie an den Start gehen werden. Nach der Trennung von Renault und angesichts der schwierigen Verhandlungen mit den anderen Motorenherstellern droht Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz offen mit dem Rückzug seiner Teams. Doch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone weiß Rat.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone kann Red Bull bei der Motorensuche nicht helfen Zoom Download

"Er soll Volkswagen kaufen", legt Ecclestone Mateschitz ans Herz. "Wenn sie ihm einen Motor geben, würde ich ihm dazu raten. Aber sind Sie bereit dazu? Ziemlich sicher", meint Ecclestone. Zwar sind Spekulationen über eine Formel-1-Einstieg des Volkswagen-Konzerns nichts Neues, und immer wieder wurde dabei auch der Name Red Bull als Partner genannt, doch angesichts des Skandals um manipulierte Abgaswerte dürfte man in Wolfsburg derzeit andere Sorgen als die Formel 1 haben.

Und ein fertiger Antrieb liegt dort auch nicht im Regal, sodass sich Red Bull für 2016 nach anderen Alternativen umsehen muss. Von Mercedes hat man sich bereits einen Korb geholt, die Marke mit dem Stern beliefert lieber Manor-Marussia." So wie ich es verstehe, hat Red Bull um Motoren angefragt, bevor Mercedes mit Marussia in Verhandlungen getreten ist", sagt Ecclestone. "Ich glaube, man hat sich bei Mercedes folgendes gedacht: Wenn wir Red Bull Motoren geben, können sie uns schlagen. Das wird uns mit Marussia nicht passieren."


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Da auch Honda bereits eine Absage erteilt hat, bliebe für Red Bull nur noch Ferrari übrig, die aber offenbar nur Aggregate auf Stand des Jahres 2015 liefern wollen. Und selbst Ecclestones Macht reicht nicht aus, um daran etwas zu ändern. "Vor zehn Jahren waren die Zeiten anders. Ich kann die Leute nicht zwingen. Das einzige, was uns die Regeln erlauben ist, dass wir einem Hersteller verbieten können, mehr als drei Teams zu beliefern."

Sorgen um einen möglichen Ausstieg von Red Bull will sich Ecclestone noch nicht machen, auch wenn er die Folgen fürchtet. "Es wäre schlecht für die Formel 1, schlecht für den Sport", sagt er. Das Dilemma der Österreicher ist für Ecclestone zudem ein weiterer Beleg dafür, dass das aktuelle Motorenformat von Anfang an ein Fehler war. "Es ist gescheitert, bevor es richtig begann."

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