• 16. Juni 2015 · 13:43 Uhr

Renault: Red-Bull-Kritik verschärft den Teufelskreis

Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul erwartet von Formel-1-Partner Red Bull, die öffentliche Kritik einzustellen - Stärkt das den internen Zusammenhalt?

(Motorsport-Total.com) - Der Formel-1-Grand-Prix von Österreich steht vor der Tür und damit das Red-Bull-Heimspiel auf einer Strecke, die nicht gerade den Ruf hat, viel Abtrieb und wenig Motorenleistung zu brauchen. Nicht unbedingt gute Vorzeichen für Antriebspartner Renault, denen es sowohl an Pferdestärken als auch an Zuverlässigkeit fehlt. Vor allem zu Beginn der Saison hagelte es von Red Bull Kritik für die marode Antriebsausstattung. Kürzlich erneuerte Teamchef Christian Horner seine Vermutung, wonach das Chassis des RB11 nicht das Hauptproblem der einstigen Erfolgskombination der Jahre 2010 bis 2013 war.

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Ist die einstige Traumehe von Renault und Red Bull bald vorbei? Zoom Download

Dass die Differenzen zwischen Chassis-Konstrukteur und Motorenlieferant öffentlich ausgetragen werden, ist Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul ein Dorn im Auge. "Wenn du in einer Situation bist, die nicht befriedigend ist und nichts läuft, hast du offenbar die Pflicht die Dinge zu ändern", gesteht Abiteboul gegenüber 'Autosport.com': "Ich denke, was es eher braucht als alles andere ist es, dass wir unser eigenes Selbstvertrauen wieder aufbauen."

"Ich vergleiche die Situation mit 2005", erinnert sich Abiteboul zurück an die Zeit, in der Renault als Werksteam mit Fernando Alonso die Weltmeisterschaft gewann. "Wir hatten das Selbstvertrauen, um das zu schaffen. So konnten wir die Überprüfungsprozesse beschleunigen", spielt er damit auf die Tatsache an, dass der Renault-Saugmotor weit konkurrenzfähiger und haltbarer war als das Aggregat der Turbo-Hybrid-Ära.

Vor allem zu Beginn der Saison erhob Abiteboul dabei den Vorwurf, dass Red Bull versuche, dem Motorenhersteller eine ähnlich zügige Arbeitsweise wie der Chassis-Seite aufzudrücken. Das habe aber nicht funktioniert, wie der Franzose erneut bekräftigt: "Jedes Mal, wenn wir jetztversuchen, die Dinge etwas zu beschleunigen, werden wir aufgrund verschiedener Probleme auf der Strecke sofort zurückgeworfen. Das ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen." Negative Kommentare seien bei diesem Prozess nicht hilfreich. All diese Dinge hätten die Situation nur verschlimmert.

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Max Verstappen war der erste Pilot, der 2015 eine Motorenstrafe hinnehmen musste Zoom Download

"Wir kommen nur voran, wenn wir die kleinen Kämpfe gewinnen die den Leuten in der Infrastruktur und uns als Individuen das Selbstvertrauen zurückgeben. Das ist eine der Schwierigkeiten in unserer Beziehung zu Red Bull." Als schwierig gestalte sich, dass man nicht als Werksteam agiere, sondern eine andere Mannschaft beliefere. "Wenn du kein einheitliches Team bist, ist es schwieriger, das Selbstvertrauen einer bestimmten Gruppe wiederherzustellen, als wenn sie komplett integriert sind", so der 37-jährige Abiteboul, dessen Arbeitgeber Ende 2015 entscheiden will, ob und in welcher Form Renault der Königsklasse erhalten bleibt.

Von den vier Renault-angetriebenen Red-Bull- und Toro-Rosso-Piloten fährt derzeit nur noch Carlos Sainz mit der dritten erlaubten Antriebseinheit, Teamkollege Max Verstappen musste bereits in Kanada den fünften Motorenwechsel und damit Grid- sowie Zeitstrafen hinnehmen. Im A-Team sind Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat mit der jeweils vierten Antriebseinheit unterwegs. Somit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Motorenwechsel der Saison stattfindet, bei dem auch sie in der Startaufstellung nach hinten versetzt werden.

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