• 17. Dezember 2013 · 16:36 Uhr

Prost: Warum aus Formel 1 nicht Formel E wird

Der Franzose erklärt, weshalb die Formel 1 "niemals rein elektrisch" sein wird und sieht in seinem Formel-E-Engagement einen Entwicklungs- und Bildungsauftrag

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 steht unter Strom - allerdings nur der Redensart nach, was die Regelnovelle in der kommenden Saison angeht. Vor gut einem Jahr war noch diskutiert worden, dass die Boliden der Königsklasse in der Boxengasse nur noch elektrisch fahren sollen. Die Motorenhersteller sprachen sich jedoch dagegen aus. 2014 wird vorerst nur das ERS eine bedeutende Rolle spielen - und wenn es nach Alain Prost geht, wird es auch dabei bleiben.

Alain Prost

Es werde Strom? Für Alain Prost ist keine rein elektrische Formel 1 in Sicht Zoom Download

Die Formel 1 werde "niemals rein elektrisch" sein, wie der Weltmeister der Jahre '85, '86, '89 und '93 gegenüber 'Autosport' bekräftigt. "Nicht, solange ich noch auf diesem Planeten bin", betont der mittlerweile 58-Jährige. "Ich denke nicht, dass es möglich ist. Das ist wirklich etwas, von dem wir im Rennsport Abstand nehmen sollten."

"Es kann keine Formel 1 mir reinen Elektroautos geben, das funktioniert nicht", schiebt der Franzose hinterher. Auch die Mediendarstellung zu diesem Thema missfällt Prost. "Die Botschaft an die Öffentlichkeit ist falsch. Du kannst nicht sagen, dass in zwei Jahren jeder Elektroautos fahren wird", kritisiert er.

Dass Prost nichts gegen die elektronische Technologie an sich einzuwenden hat, beweist sein Engagement in der neuen Formel E, die 2014 ihre Premiere feiern soll. Der Franzose engagiert sich im Zusammenschluss mit dem französischen Erfolgsteam DAMS für das Team e.dams und erklärt: "Die Formel E ist komplett anders", die beiden Rennserien - Formel 1 und Formel E - seien "völlig getrennt voneinander" zu betrachten.

"Was wir machen ist gut, wir gehen in eine Richtung, in die wir gehen müssen. Wir müssen etwas demonstrieren", sagt Prost und sieht in der Formel E neben einem Entwicklungs- auch einen Bildungsauftrag. "Es ist eine komplett andere Botschaft", so Prost, der abschließend betont: "Das ist das, was ich mag. Aber nicht missverstehen, wir werden mit der Formel 1 niemals in diese Richtung gehen."

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