• 30. Juni 2013 · 10:44 Uhr

Boullier: "Kimi ist nicht käuflich"

Lotus-Teamchef Eric Boullier ist optimistisch, dass Kimi Räikkönen auch 2014 bleiben wird, obwohl der "Iceman" auf der Wunschliste von Red Bull steht

(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen wird von den Medien als Topfavorit auf das 2014 frei werdende Stammcockpit von Mark Webber bei Red Bull gehandelt, doch sein derzeitiges Team Lotus möchte den "Iceman" nicht kampflos ziehen lassen. "Wir kämpfen hart, um Kimi zu behalten. Wir tun alles, was in unserer Macht steht", sagt Teamchef Eric Boullier der 'Bild am Sonntag'.

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Eric Boullier glaubt, dass Kimi Räikkönen nicht auf Red Bulls Lockruf hören wird Zoom Download

Der Franzose ist sogar "absolut davon überzeugt", dass er Räikkönen nicht verlieren wird, obwohl Red Bull momentan das bessere Auto und vermutlich auch mehr Gehalt bieten kann - wobei das kein Punkt ist, über den sich Räikkönen groß beklagen müsste: Wegen eines stark prämienorientierten Vertrags und unerwarteter Erfolge in der Comeback-Saison verdiente er 2012 laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' umgerechnet rund 14 Millionen Euro.

"Kimi ist nicht käuflich", glaubt Boullier. "Er braucht nicht noch mehr Geld in seinem Leben, er verdient hier genug. Red Bull kann Kimi nicht kaufen. Ich weiß, was in Kimis Kopf vorgeht, und da spielt Geld nicht die wichtigste Rolle. Wir haben unser Team um ihn und seine Bedürfnisse aufgebaut. Er mag die Leute hier, seine Ingenieure, das Management. Vor allem liebt Kimi die Freiheit - und die bekommt er in keinem anderen Team in Kombination mit einem guten Auto."

Zwar weiß Boullier, dass es seinen Wunschfahrer reizen würde, im gleichen Team gegen Vettel zu kämpfen, andererseits legt Räikkönen allergrößten Wert darauf, nicht groß in ein PR-Programm eingespannt zu werden, um seine Freizeit wirklich genießen zu können. Sollte das nicht möglich sein, hätte er wohl keine Hemmungen davor, seine Formel-1-Karriere ein zweites Mal zu beenden. Aber gerade in diesem Punkt hat ihm Lotus bislang alle Wünsche von den Augen abgelesen.

Und Boullier hat weitere Argumente, die gegen einen Wechsel sprechen: "Erstens ist es schwer, in das Red-Bull-Umfeld hineinzukommen. Es ist komplett um Sebastian Vettel herumgebaut. Dahinter wird Kimi sich einreihen müssen. Vettel hat Red Bull immerhin drei WM-Titel beschert", sagt er. "Und zweitens muss er bei uns für sehr viel weniger PR-Tage zur Verfügung stehen als die mindestens 20 bis 30 bei Red Bull. Deshalb ist er gern hier."

Die Entscheidung zwischen Lotus und Red Bull soll Räikkönen möglichst früh treffen, idealerweise noch vor der August-Sommerpause der Formel 1. Denn sollte er wirklich wechseln, müsste sich Boullier einen neuen Führungsfahrer suchen. "Wir gehen davon aus, dass er sich noch vor der Sommerpause entschieden hat, ob er bleibt. Er weiß: Bei uns kann Kimi er selbst sein", gibt der Lotus-Teamchef zu Protokoll.

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