• 06. September 2025 · 19:23 Uhr

Russell verwundert: Warum hatte er andere Reifen als gedacht?

George Russell war in Q3 verwundert, dass Mercedes ihm Soft-Reifen statt Mediums gab - Schuld soll ein Missverständnis am Funk gewesen sein

(Motorsport-Total.com) - Hat ein falscher Reifensatz George Russell um eine bessere Startposition gebracht? Der Mercedes-Pilot war im Qualifying zum Formel-1-Rennen in Monza (hier live im Ticker verfolgen) nur auf Platz sechs gelandet und hatte sich beschwert, dass er in Q3 gerne die Medium-Reifen gehabt hätte. Mercedes hatte ihn jedoch auf dem Soft rausgeschickt.

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George Russell musste in Q3 mit Soft-Reifen fahren Zoom Download

"Es war einfach ein Missverständnis zwischen mir und dem Team", sagt Russell nach der Session und will seinem Team nicht die Schuld dafür geben: "Wahrscheinlich bin ich selbst ebenso verantwortlich, weil ich es nicht klar genug gemacht habe. Ich dachte einfach, basierend auf meiner gezeigten Rundenzeit, dass Mediums die Wahl für Q3 seien", so der Brite.

Denn in Q1 hatte Russell auf Medium-Reifen die Bestzeit erzielt, während die Konkurrenz auf Soft nicht an die Zeit des Mercedes-Piloten herangekommen war. "Ich sagte nach Q1, die Mediums fühlen sich super an, könnte man die für Q3 nehmen?", schildert Russell seinen Gedankengang.

"Dann, in der Mitte von Q2 nach meiner ersten Runde, wollte ich die Mediums in Q3 fahren. Später in der Garage fragte ich, ob wir beim Plan bleiben, sie sagten ja, und ich dachte, der Plan sei Medium - tatsächlich war er Soft. Deshalb kam es überraschend."

Diese Ansicht bestätigt Teamchef Toto Wolff gegenüber Sky: "Wir haben gesagt, wir bleiben auf unserem Plan. Plan war der weiche, er dachte, es ist der Medium", so der Österreicher. "Das muss man klären."

Keine ausreichende Steigerung

Generell ist Wolff unzufrieden mit dem Ergebnis am Samstag, denn Mercedes konnte seine Pace im Gegensatz zur Konkurrenz nicht wirklich steigern: "Ich glaube, wir haben ein schnelles Auto gehabt, aber wir haben in der Session keine Fortschritte gemacht - alle anderen sind schneller gefahren", meint Wolff. "Also, wir haben schon auf mehr gehofft."

Ob mit den Mediums mehr drin gewesen wäre, vermag Russell nicht zu sagen: "Ehrlich gesagt weiß ich nicht. Der Rückstand war am Ende ziemlich groß", muss er einräumen. Das Einzige, was er sagen kann: "Ich fühlte mich mit den Mediums einfach wohler."

Russell hatte sich gegenüber Q1 nur um zweieinhalb Zehntel verbessert. "Normalerweise würde man fünf, sechs Zehntel erwarten", sagt er. "Anhand dieser Zahlen hätte ich deutlich schneller sein können." Am Ende wurde es aber nur Platz sechs, der durch die Startplatzstrafe von Lewis Hamilton noch zu Startposition fünf werden wird. "Wahrscheinlich ist das ein verdienter Platz."

Mercedes von Ferrari und Red Bull abgehängt

Trotzdem muss man attestieren, dass Ferrari und auch Red Bull in Monza näher an McLaren dran sind als Mercedes. Warum die Silberpfeile nicht näher dran sind, ist für Russell ein Rätsel. "Diese Saison macht es, abgesehen von McLaren, nicht viel Sinn", meint er.


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"Red Bull war hier extrem schnell, in Ungarn oder Bahrain dagegen schlecht. Aber in Imola bei hoher Reifenabnutzung waren sie wieder großartig. Dasselbe bei Ferrari - mal schnell, mal nicht. Letztlich denke ich, wir haben in Q3 etwas unterperformt."

"Diese Strecke passt einfach nicht so zu McLarens Stärke: geringe Reifenabnutzung, mehrere Runden auf dem gleichen Reifen. Morgen wird ein einfacher Ein-Stopp-Rennverlauf, und das liegt ihnen nicht unbedingt."

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