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Scharfe Kritik von Villeneuve an Antonelli: "Das Alter ist keine Ausrede"
Andrea Kimi Antonelli scheitert auch im ersten Rennen nach der Sommerpause an der Hürde Q3 und muss sich scharfe Kritik von Ex-Weltmeister Villeneuve anhören
(Motorsport-Total.com) - Ist Andrea Kimi Antonelli gar nicht das Wunderkind, von dem im Vorfeld immer alle geschwärmt haben? Zumindest leistet er gerade wenig, um diesem Ruf gerecht zu werden, findet Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve, der den 18-Jährigen nach dem Qualifying zum Formel-1-Rennen in Zandvoort (hier live im Ticker verfolgen) scharf kritisiert.
In Zandvoort wollte der Rookie nach einer schwachen Europaphase mit nur zwei Top-10-Ergebnissen aus acht Rennen wieder in die Spur finden, doch auch in den Niederlanden schaffte der Mercedes-Pilot nicht den Sprung in Q3 - zum bereits vierten Mal in Folge.
"Die Pause hätte das große Reset sein sollen - war es aber nicht", kritisiert Villeneuve, der findet, dass sich Antonelli "ein Stück weit selbst verbrannt hat" und dass es "wirklich hart" sei, von dort wieder zurückzukommen.
Villeneuve: Alter ist keine Ausrede
Dass Antonelli gerade einmal 18 Jahre alt ist, ist für den Kanadier dabei "keine Ausrede". Er verweist auf Max Verstappen, der mit gerade einmal 17 Jahren eingestiegen war, und auf Lewis Hamilton, der bei seinem ersten Rennen zwar bereits 22 Jahre alt war, aber direkt um die WM mitfuhr.
Die jüngsten Rekordhalter der Formel 1
Der jüngste Grand-Prix-Teilnehmer: Max Verstappen (Niederlande) - 2015 beim Grand Prix von Australien in Melbourne mit 17 Jahren, 5 Monaten und 15 Tagen Fotostrecke
"Es gab auch andere junge Fahrer. Das hier ist die Formel 1. Es ist die Spitze", sagt Villeneuve bei Sky. "Du kommst in die Formel 1, wenn du bereit bist. Das ist keine Schule. Du sollst ein paar harte Rennen haben und dich dann Schritt für Schritt steigern - so wie es Bortoleto gemacht hat. Antonelli macht das nicht."
Der Mercedes-Piloten fehlten am Samstag nur 0,021 Sekunden auf den Einzug in Q3, doch die warf er selbst weg: "In meiner Runde habe ich in der letzten Schikane ein kleines bisschen zu spät gebremst, und da habe ich leicht blockiert. Genau da habe ich das Q3 verloren", sagt er.
Beeinträchtigung nach Freitagscrash
Für den Italiener war das Wochenende am Freitag bereits denkbar ungünstig losgegangen. Schon früh hatte er seinen Mercedes im ersten Training im Kiesbett versenkt, weswegen er nur sechs Runden auf der Uhr hatte. Die fehlende Zeit hing ihm bis heute nach.
"Der Ausrutscher in FT1 so früh hat das ganze Wochenende beeinträchtigt", hadert Antonelli. "Ich war immer hinterher und habe viele einzelne Runden verpasst, das hat nicht geholfen."
Aufgrund des beeinträchtigten Programms musste er am Samstagmorgen noch einen Longrun fahren, anstatt sich auf das Qualifying vorzubereiten. "Das hat auch nicht geholfen - und alles nur wegen meines Fehlers im ersten Training", ärgert er sich. "Das war schade, weil ich mich im Auto eigentlich ziemlich wohlgefühlt habe und viel näher dran war als in den letzten Rennen."
"Ich denke, mit einem sauberen ersten Training wäre es ein anderes Wochenende gewesen, aber wir versuchen, nach vorne zu schauen für morgen."