• 10. Juni 2024 · 01:25 Uhr

Lewis Hamilton selbstkritisch: "Eines meiner schlechtesten Rennen!"

Auch wenn Mercedes sein bestes Saisonergebnis geholt hat, ist Lewis Hamilton schockiert über seine eigene Leistung - Mercedes war laut ihm siegfähig

(Motorsport-Total.com) - Während Mercedes sein erstes Podium der Formel-1-Saison 2024 und damit auch sein bislang bestes Ergebnis in diesem Jahr feierte, war Lewis Hamilton nach dem Großen Preis von Kanada alles andere als angetan. "Auf der einen Seite bin ich glücklich, dass wir Fortschritte machen und Positives aus dem Wochenende ziehen können", sagt er, mit sich selbst ist er aber unzufrieden.

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Kein Vorbeikommen: Lewis Hamilton hängt hinter Fernando Alonso Zoom Download

"Gestern war es ein ziemlich desaströser Nachmittag und das Rennen heute war ziemlich schockierend von mir", zeigt sich der siebenmalige Weltmeister selbstkritisch. Er wird in seiner Wortwahl sogar noch einmal deutlicher: "Das war über das Wochenende gesehen eine wirklich schlechte Leistung von mir."

"Gestern haben noch einige andere Dinge mit reingespielt, aber ein Großteil davon lag an mir, und heute war das einfach eines meiner schlechtesten Rennen, die ich je gefahren habe", kritisiert er sich selbst. "Ich habe viele Fehler gemacht."

Bei den Worten könnte man nicht denken, dass hier jemand spricht, der gerade mit Platz vier knapp am Podest vorbeigefahren ist und sein bestes Saisonergebnis eingefahren hat. Doch Hamilton weiß, dass an diesem Wochenende in Montreal deutlich mehr drin gewesen wäre. Das Potenzial hatte er am Samstag im dritten Training gezeigt.

"Lewis hat da eine Runde hingelegt, die nicht von dieser Welt war", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Das war so schnell, und auch sein Longrun war stratosphärisch, galaktisch", so der Österreicher. "Es war also eine Menge Pace da."

Doch die konnte im Qualifying nur einer der Mercedes-Piloten umsetzen. Während George Russell zeitgleich mit Weltmeister Max Verstappen auf Pole fuhr, landete Hamilton nur auf dem enttäuschenden siebten Platz. "Hätte ich mich besser qualifiziert, dann wäre ich auch in einer deutlich besseren Position gewesen", hadert er.

Kein Vorbeikommen an Alonso

Denn so musste sich Hamilton in der ersten Phase des Rennens hinter Fernando Alonso anstellen, der ihn ziemlich gut abwehren konnte. "Ich konnte nichts wirklich tun", sagt er. Nur dank eines langsamen Aston-Martin-Boxenstopps während der ersten Safety-Car-Phase kam er dann an seinem früheren Rivalen vorbei.

Die nächste Phase des Rennens verbrachte Hamilton dann hinter dem McLaren von Oscar Piastri, bevor er als erster Spitzenfahrer die Möglichkeit ergriff, auf Slicks zu wechseln. Doch die Entscheidung kam wohl etwas zu früh, weil er Zeit auf die Fahrer vor sich verlor, anstatt einen Undercut zu machen.

Während einer weiteren Safety-Car-Phase nutzte Mercedes dann die Chance, beide Fahrer noch einmal auf frischen Slicks auf die Strecke zu schicken. Hamilton bekam dabei die harten Reifen, sein Teamkollege George Russell Mediums - also genau konträr zu den Reifentypen, die beide vorher am Auto hatten.

Freier Kampf zwischen beiden Mercedes

Weil sich Russell und Piastri im Zweikampf ins Gehege kamen, konnte Hamilton zunächst an Russell vorbeigehen und später auch noch Piastri überholen. Somit sah es danach aus, als könnte Hamilton doch noch auf das Podium fahren, doch in der drittletzten Runde schnappte sich Russell seinen Teamkollegen wieder - dank der weicheren Reifen?

"Er war auf dem Medium-Reifen, der deutlich schneller war", hadert Hamilton. "Der Medium war wirklich schnell, aber dann bin ich auf den Hard und der Grip war furchtbar. Ich wusste gar nicht, dass er auf den Medium gegangen war, sonst wäre ich auf den Mediums draußen geblieben."

"Ich verstehe nicht ganz, was passiert ist. Ich denke, er war vorher auf dem Hard oder so, und ich hatte keinen weiteren Satz." Doch Wolff sagt: "Es hätte nichts ausgemacht oder geändert."

Immerhin durften beide Mercedes-Piloten aber frei gegeneinander kämpfen. "Ja, das war easy", sagt Wolff gegenüber ServusTV. "Ich bin ja viel Schlimmeres gewohnt aus den Jahren zuvor mit dem Nico [Rosberg] und dem Lewis. Aber es war klar, dass sie es sauber halten werden, die werden sich nicht von der Bahn schießen, wenn es ums erste Podium geht."

Hamilton lobt: Auto war siegfähig

Und das taten sie auch nicht, doch das Podium ging am Ende nicht an Hamilton, sondern an Russell, was einen ziemlich frustrierten Hamilton zurückließ: "Das Auto war an diesem Wochenende siegfähig", sagt er. "Darum ist es kein großartiges Gefühl. Aber wir werden die Punkte nehmen und es weiter versuchen." Motto: "Zurück ans Zeichenbrett."


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"Aber zu etwas Positivem: Ein großes Dankeschön an alle in der Fabrik, denn es ist ein Auto geworden, mit dem wir kämpfen können. Das ist das wirklich Positive für den nächsten Teil der Saison", lobt er.

"Ich weiß, dass wir auf dem Weg dorthin hoffentlich noch einige Upgrades bekommen werden. Es wird also ein enger Kampf werden, und wenn ich meinen Kopf richtig einsetze, werde ich irgendwann bessere Ergebnisse erzielen."

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