• 18. November 2023 · 14:55 Uhr

Verstappen gesteht: Habe Ocon die Runde mit Absicht ruiniert!

Max Verstappen gibt zu, Esteban Ocon die entscheidende Q1-Runde in Las Vegas mit Absicht kaputtgemacht zu haben - Der Franzose sagt, er habe keine Wahl gehabt

(Motorsport-Total.com) - Alpine-Pilot Esteban Ocon bezeichnet den Zwischenfall mit Formel-1-Weltmeister Max Verstappen am Ende des ersten Qualifyingsegments zum Grand Prix von Las Vegas als "Witz" und "verrückt".

Foto zur News: Verstappen gesteht: Habe Ocon die Runde mit Absicht ruiniert!

Max Verstappen hat sich in Q1 an Esteban Ocon gerächt Zoom Download

Verstappen und Ocon gehörten zu einer Gruppe von Fahrern, die sich am Ende der langen Geraden stauten, als sie sich darauf vorbereiteten, ihre letzten Q1-Runden der Session zu fahren.

Um eine freie Runde zu bekommen und gleichzeitig unter der maximalen Rundenzeit zu bleiben, überholte Ocon Yuki Tsunoda, Guanyu Zhou und seinen eigenen Teamkollegen Pierre Gasly, bevor er kurz vor Beginn der Runde auch an Verstappen vorbeizog.

"Was zur Hölle macht der Alpine?", funkte ein verärgerter Verstappen und revanchierte sich dann, indem er in der ersten Kurve innen neben Ocon ging und ihn nach außen drängte, bevor der Franzose wieder vorbeizog, während der Red Bull-Pilot seine Runde abbrach.

Der Zwischenfall ruinierte Ocons ersten Sektor und ließ ihn am Ende der Session auf Platz 17 zurück, während Gasly das Potenzial des A523 später demonstrierte, indem er sich als Fünfter qualifizierte.

Als er erfuhr, dass er es nicht in Q2 geschafft hatte, sagte Ocon zu seinem Team: "Das ist ein Witz, ehrlich, Verstappen ist wie verrückt in die erste Kurve gefahren!"

Ocon: Wäre locker in Q2 gekommen

Ocon und Verstappen haben eine gemeinsame Vergangenheit, denn sie fuhren 2014 in der Formel 3 gegeneinander und gerieten beim Großen Preis von Brasilien 2018 auch in der Formel 1 schon einmal aneinander.

Ocons frustrierendes Qualifying kommt einen Tag, nachdem sein Chassis schwer beschädigt wurde, als er in FT1 über den Wasserventildeckel fuhr, der bereits von Carlos Sainz getroffen worden war.

Auf die Frage von Motorsport-Total.com nach seinem Pech in einer Stadt, die für ihr Glücksspiel berühmt ist, macht Ocon deutlich, dass er mit dem Verlauf seiner Session nicht glücklich ist.


Dominante Pole: Ist Ferrari jetzt besser als Red Bull?

Video wird geladen…

  Weitere Formel-1-Videos

"Es ist nicht nur Las Vegas, sondern die ganze Saison. Ich scheine die ganze Zeit kein Glück zu haben", ärgert er sich. "Es ist also egal, was es gibt, es passiert immer uns, ob es Zwischenfälle sind, ob es Probleme sind, was auch immer es ist, es schadet uns immer."

"In der ersten Runde hatte ich im ungünstigsten Sektor Verkehr, in der letzten Kurve und in den Kurven 7 bis 9. So habe ich in dieser ersten Runde etwas Zeit verloren."

"Und in der letzten Runde haben wir gesehen, was passiert ist", sagt er über den Verstappen-Zwischenfall und erklärt: "Ich verlor gut siebeneinhalb Zehntel oder so in Kurve 1 und konnte mich am Ende trotzdem fast noch verbessern."

"Wir wären locker durchgekommen", glaubt er und erklärt: "Ich denke, die Pace des Autos sieht vielversprechend aus. Und hoffentlich können wir das morgen im Rennen nutzen, um wieder auf das Feld aufzuschließen."

Warum Verstappen Ocons Runde versaute

Auf den Verstappen-Zwischenfall angesprochen, betont er, dass er versucht habe, sich an die Deltazeit der FIA zu halten. "Der Unterschied zwischen mir und ihm ist, dass ich diese Runde fahren musste, weil ich in der ersten Runde Verkehr hatte", erklärt er.

"Und wenn ich die zweite Runde nicht fahre, bin ich raus", so Ocon, der betont: "Er hat eine gute Pace, also kann er es sich leisten, seine zweite Runde nicht zu fahren. Aber wir haben das Delta nicht respektiert."

"Wir mussten also eine Runde fahren, wir waren im Plus auf dem Delta, es standen drei Autos in der Schlange. Wir mussten fahren, oder wir wären [über der maximalen Rundenzeit] gewesen, und ich bin schon im letzten Rennen für so etwas bestraft worden", erklärt er.

"Es durfte also nicht noch einmal passieren. Ich hatte keine Wahl, ich musste fahren", stellt er klar und betont: "Der Unterschied zwischen mir und Max ist, dass er Dritter ist und ich 17. bin ..."

Verstappen selbst sieht die Schuld für den Zwischenfall derweil nicht bei sich.Gegenüber Viaplay erklärt der Niederländer: "Alle waren gerade dabei, eine Lücke zu lassen, und plötzlich gerät er wie ein Idiot zwischen zwei Autos."

"Er wäre mir in Kurve 14 fast ins Heck gefahren", berichtet er und ergänzt: "Ich lasse also eine Lücke zu den anderen, und dann versucht er, mich in der letzten Kurve zu überholen, um dann seine Runde zu beginnen."

"Ich dachte: 'Wenn du mich linkst, linke ich dich in Kurve 1 auch.' Und das hat dann gut funktioniert", gesteht Verstappen. Mit anderen Worten: Er hat Ocon die Runde aus Rache absichtlich kaputtgemacht.

Fotos & Fotostrecken
Foto zur News: F1: Grand Prix von Monaco
F1: Grand Prix von Monaco
Pre-Events
Foto zur News: F1: Grand Prix von Monaco
F1: Grand Prix von Monaco
Technik

Foto zur News: Der McLaren MCL38 im Design von Ayrton Senna
Der McLaren MCL38 im Design von Ayrton Senna

Foto zur News: Formel-1-Fahrer mit mindestens sechs Polepositions in Serie
Formel-1-Fahrer mit mindestens sechs Polepositions in Serie

Foto zur News: Imola: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Imola: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Folge Formel1.de
Formel-1-Quiz

Wer überreichte Lewis Hamilton den Siegerpokal beim GP der Steiermark 2020?

f1 live erleben: hier gibt's tickets
Monaco
Monte Carlo
Hier Formel-1-Tickets sichern!

Kanada
Montreal
Hier Formel-1-Tickets sichern!

Spanien
Barcelona
Hier Formel-1-Tickets sichern!