• 29. September 2023 · 09:16 Uhr

Hinter Hamilton gefallen: Warum Sainz so spät zum zweiten Boxenstopp kam

Carlos Sainz verliert in Suzuka beim letzten Boxenstopp eine Position an Lewis Hamilton und wird am Ende Sechster - Hätte Ferrari mehr Risiko eingehen sollen?

(Motorsport-Total.com) - Ferrari beendete den Großen Preis von Japan am vergangenen Wochenende auf den Positionen vier und sechs. Allerdings lagen Charles Leclerc und Carlos Sainz zur Rennmitte noch auf P4 und P5. Der Spanier fiel erst beim letzten Boxenstopp hinter Lewis Hamilton zurück.

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Carlos Sainz verlor an der Box eine Position an Lewis Hamilton Zoom Download

"Der Undercut ist mit Reifenverschleiß hier sehr mächtig", erklärt Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur. Am Ende von Runde 34 bekommt Hamilton, der zu diesem Zeitpunkt rund 3,5 Sekunden hinter Sainz liegt, am Funk die Anweisung: "Box opposite to Sainz."

Heißt: Bleibt Sainz draußen, soll Hamilton an die Box kommen, kommt Sainz, soll Hamilton weiterfahren. Und weil Sainz noch eine weitere Runde fährt, kommt Hamilton wie gefordert zum Service - und fährt anschließend auf neuen Reifen eine schnelle Outlap.

An dieser Stelle wird es spannend, denn am Ende von Runde 35 liegt Hamilton 23 Sekunden hinter Sainz. Das Boxenstopp-Delta, also die Zeit, die man bei einem Boxenstopp verliert, beträgt in Suzuka ungefähr genau diese 23 Sekunden.

Ferrari ist das Risiko, Sainz am Ende der Runde zum Boxenstopp zu holen und den Undercut so womöglich noch zu verhindern, allerdings zu groß. Denn zwar hätte man mit einem schnellen Stopp eventuell vor dem Mercedes bleiben können.

Bei einem nicht optimalen Stopp wäre man allerdings hinter Hamilton zurückgefallen. Sainz selbst funkt daher an sein Team: "Wenn er einen Undercut gegen mich schafft, dann lasst mich draußen." Laut Vasseur sei das "eine gute Entscheidung von Carlos" gewesen.

"Wenn man die anderen kopiert, dann hat man [am Ende] keinen Vorteil bei den Reifen. Wir entschieden uns, [den Stint] ein bisschen zu verlängern, um am Ende diesen Reifenvorteil zu haben. Ich denke, war die richtige Entscheidung", so Vasseur.

So kommt Sainz schließlich erst vier Runden nach Hamilton zum Service und zieht - wie auch der Rekordweltmeister - noch einmal harte Reifen auf. Unmittelbar nach seinem letzten Stopp liegt Sainz nun mehr als sieben Sekunden hinter dem Mercedes.

In der Schlussphase ist er allerdings schneller als Hamilton, doch vorbeikommt er nicht mehr. Im Ziel liegt er weniger als eine Sekunde hinter dem Briten. Auch wenn es "nicht genug" gewesen sei, ist Vasseur mit der Strategie laut eigener Aussage trotzdem zufrieden.

Allerdings bleibt die Frage, ob Ferrari Sainz nicht doch am Ende von Runde 35 bereits an die Box hätte holen sollen. Denn mit einem schnellen Boxenstopp hätte man den Undercut durch Hamilton womöglich noch verhindern können.

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