• 26. Mai 2023 · 18:02 Uhr

F1-Training Monaco: Verstappen mit neuem Set-Up auf Platz 1

Red Bull hat mit einem Set-up-Umbau das Blatt gewendet: Max Verstappen Schnellster am Freitag, Carlos Sainz baut schweren Unfall am Schwimmbad

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen, im ersten Freien Training noch weit abgeschlagen, sicherte sich im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Monaco 2023 in 1:12.462 Minuten die Bestzeit. Der Red-Bull-Pilot kam nach einem Set-up-Umbau in der Mittagspause deutlich besser zurecht und verwies bei sonnigen Bedingungen die Ferrari-Piloten Charles Leclerc (+0,065) und Carlos Sainz (+0,107) auf die Plätze 2 und 3.

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Max Verstappen sicherte sich die Bestzeit im zweiten Freien Training in Monaco Zoom Download

Für Sainz war die Session allerdings 17 Minuten vor dem Ende vorbei, als er am Schwimmbad zuerst innen die Leitplanke touchierte, dabei seine rechte Vorderradaufhängung kaputtmachte und ohne Lenkwirkung geradeaus in die Barrieren einschlug - ein Abziehbild des Qualifyingunfalls von Leclerc im Jahr 2021.

Die rote Flagge wegen des Sainz-Unfalls dauerte nur fünf Minuten, weil die Streckenposten in Monaco extrem auf zack sind. So wurde die Strecke für die letzten zwölf Minuten nochmal freigegeben. Wichtig für die Teams, um zumindest noch ein paar Longruns absolvieren zu können.

Bei denen ließ Verstappen übrigens seine Muskeln spielen. Er fuhr auf dem Medium 1:16.4 Minuten im Schnitt und war damit weit und breit der Schnellste. Sein Teamkollege blieb über 1:17.0 Minuten, die beiden Mercedes waren sogar noch langsamer. Und von den Ferraris gab es keine wirklich vergleichbaren Longruns.


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Verstappen zieht nach dem Freitag ein gemischtes Fazit: "Das erste Training war schwierig. Ich war überhaupt nicht happy damit, wie das Auto auf den Randsteinen und Bodenwellen lag. Das zweite Training war dann viel besser, das Auto fühlte sich viel schneller an."

Aber: "Im Vergleich zu Ferrari fehlt es uns immer noch ein bisschen an Fahrbarkeit über die Randsteine und Bodenwellen. Daran müssen wir für morgen arbeiten, denn sie sind sehr, sehr nah an uns dran. Wir wissen, dass man hier im Qualifying ans Limit gehen muss, und wir brauchen noch ein bisschen was, um vor ihnen zu bleiben."

Vierter wurde Fernando Alonso (Aston Martin/+0,220), der bisher in dieser Saison stets im Renntrimm konkurrenzfähiger war als auf eine Qualifyingrunde, in Monaco aber von Anfang an gut mithalten konnte. Womöglich wäre sogar eine noch schnellere Zeit möglich gewesen. Doch wie so viele andere wurde auch er auf seiner schnellsten Runde von langsameren Fahrzeugen behindert.

Das sagt Toto Wolff über das Mercedes-Update

Das mit Spannung erwartete Mercedes-Update brachte Lewis Hamilton im ersten Training auf Platz 3. In der zweiten Session belegte der siebenmalige Weltmeister mit einer halben Sekunde Rückstand den sechsten Rang. Nach seiner bis dahin schnellsten Runde erkundigte er sich nach den Zeiten der anderen und funkte: "Verdammt, das Auto geht nicht viel schneller."

Vor Hamilton reihte sich Lando Norris mit der Retro-Lackierung von McLaren ein; Siebter wurde Sergio Perez (Red Bull/+0,529), gefolgt von Valtteri Bottas (Alfa Romeo/+0,588), Pierre Gasly (+0,627) und Esteban Ocon (beide Alpine/+0,700).


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Was die Positionen angeht (Hamilton P6, Russell P12), hat sich für Mercedes also nicht viel verändert. Teamchef Toto Wolff sagt im 'Sky'-Interview: "Zumindest ist das Upgrade nicht viel schlechter, als das Auto vorher war. Das ist zumindest für Monaco schon eine gute Sache. Die Zeiten sind unheimlich knapp beieinander. Das Auto macht nichts, was uns nicht gefällt."

Und er glaubt, dass im Qualifying eine Steigerung möglich ist: "Wir haben ein bisschen was im Motor, weil wir die schnellste Zeit nicht aufgedreht gefahren sind. Da geht noch ein bisschen was. Ich denke, am Ende wird sich alles innerhalb von zwei, drei Zehnteln abspielen", prognostiziert Wolff.

Hülkenberg: Crash blieb ohne große Folgen

Nico Hülkenberg hatte im ersten Training einen Crash gebaut. Im zweiten wurde er 15., 0,063 Sekunden hinter seinem Haas-Teamkollegen Kevin Magnussen. Haas hat nach dem ersten Training "das Set-up so geändert, wie die Jungs das wollten. Wir haben die Aufhängung ein bisschen weicher abgestimmt", erklärt Teamchef Günther Steiner bei 'ServusTV'.

Hülkenbergs Fazit: "Die Zeitentabelle sieht nicht so toll aus. Aber die Runs von Kevin und mir waren aus unterschiedlichen Gründen nicht ideal. Ich habe das Gefühl, da geht noch mehr. Aber von P8 abwärts sind die Abstände sehr knapp." Auf die Frage, ob am Samstag ein Top-10-Ergebnis möglich ist, antwortet er: "Dafür muss alles perfekt laufen."

Im ersten Freien Training hatte es zwei rote Flaggen gegeben. Zuerst wegen des Drehers von Hülkenberg in der Hafenschikane (kaputt: Felge und Bremsbelüftung), dann wegen eines Abflugs von Alexander Albon (Williams) bei Sainte Devote. Der Thailänder rutschte dabei nicht in den Notausgang, sondern krachte seitwärts mit hoher Energie in die Leitplanken.

Ein Unfall, der nicht ohne Folgen blieb. Albon konnte das Nachmittagstraining erst verspätet aufnehmen, weil an seinem Auto noch gearbeitet wurde. Neben dem Getriebe mussten auch der Unterboden, Front- und Heckflügel sowie die linke Vorderradaufhängung getauscht werden.

In FT2 fuhr Albon dann mit einer älteren Heckflügelversion, und er fuhr hinterher. Am Ende belegte er mit 1,755 Sekunden Rückstand auf die Spitze den 19. Platz. Allerdings konnte er auch erst auf die Strecke gehen, nachdem Sainz rote Flaggen ausgelöst hatte. Am Ende standen die beiden Williams-Fahrer auf P19/20.

Das wichtigste Qualifying der Saison

In Monaco gilt quasi "Überholverbot". Mit den breiten und schweren "Tankern" der modernen Formel 1 ist es fast unmöglich, einen direkten Gegner unter normalen Umständen sauber zu überholen. Dementsprechend wichtig sind Faktoren wie die Startposition, der Start und die Strategie.

'ServusTV'-Experte Christian Klien erklärt: "Die beste Überholmöglichkeit ist nach dem Tunnel, da hineinzubremsen. Aber die Autos sind seit meiner Zeit größer geworden. Wenn der Vordere nicht mitspielt, kommt hier keiner vorbei."

Ein Nachteil für die Teams, die ihre Performance bisher eher im Rennen als im Qualifying abrufen konnten? Aston-Martin-Teamchef Mike Krack erklärt im Interview mit 'Sky': "Es geht über das Qualifying. Wir haben in Miami und Baku gesehen, dass wir nicht die besten Sessions hatten. Da haben wir uns halt im Rennen zurückgekämpft. Das kann man hier nicht machen."

"Hier ist die Startposition sehr nah an der Zielposition. Von daher müssen wir im Qualifying einen Zahn zulegen im Vergleich zu früheren Rennen. Wenn man viermal in fünf Rennen aufs Podium fährt, kann man hier nicht sagen, dass wir um Platz 6 fahren. Das kann man nicht machen."

Wo gibt's Qualifying und Rennen live zu sehen?

Zunächst einmal steht am Freitagabend noch die ausführliche Longrun-Analyse auf dem Programm. Kevin Hermann analysiert unter Zuhilfenahme von Analysetools des deutschen Technologieunternehmens PACETEQ ab 21:30 Uhr, wer im Renntrimm am besten aufgestellt ist, und zwar im Rahmen der täglichen F1-Show auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. (Kanal jetzt kostenlos abonnieren und keinen Livestream mehr verpassen!)


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Wer die Sessions am Samstag und das Rennen am Sonntag live sehen möchte, der kommt in Deutschland nicht an Sky vorbei. Der Sender ist exklusiver Rechtehalter der Formel 1 in Deutschland. Das Qualifying am Samstag, wahrscheinlich das wichtigste der Saison, beginnt am Samstag ab 16:00 Uhr (Vorberichte ab 15:30 Uhr). Rennstart am Sonntag ist um 15:00 Uhr (Vorberichte ab 13:30 Uhr).

(ANZEIGE: Es gibt zwei Möglichkeiten, die Formel-1-Übertragungen bei Sky zu erleben. Entweder mit einem Sky-Q-Abo ab 20 Euro im Monat. Oder aber auch, für maximale Flexibilität ohne Receiver, über den Streamingdienst WOW.)

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