• 17. November 2022 · 10:36 Uhr

Mercedes: Schaden an Hamiltons Auto in Brasilien war nicht groß

Hat die Kollision mit Max Verstappen in Brasilien Lewis Hamilton den Sieg gekostet? Mercedes betont, dass der Schaden am W13 gar nicht so groß gewesen ist

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton war sich nach der Kollision mit Max Verstappen nach der Safety-Car-Phase zu Beginn des Großen Preises von Sao Paulo in Brasilien sicher, dass er seinen W13 wegen den Folgeschäden abstellen müsste. Am Ende war es jedoch nur eine kleine Ecke am Unterboden die fehlte und der Mercedes-Pilot konnte sich mit einer starken Pace auf den zweiten Platz zurückkämpfen.

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Lewis Hamilton inspiziert nach dem Großen Preis von Sao Paulo seinen Mercedes auf Schäden Zoom Download

Mercedes-Technikchef Mike Elliott sagt, dass man "ziemlich viel Glück gehabt" hat, dass nicht mehr am Mercedes-Boliden von Hamilton kaputt ging, denn "bei einer solchen Kollision kann sehr viel Schaden am Auto verursacht werden".

"Es gab zwar einen Schaden, aber der Schaden war nicht groß", bestätigt Elliott. "Was die aerodynamische Leistung angeht, war es nichts, was Lewis' Leistung wirklich beeinträchtigt hätte. Ich denke, die Tatsache, dass er in der Lage war, durch das Feld zu pflügen und wieder auf P2 zu kommen, zeigt nicht nur, was für ein guter Fahrer Lewis ist, sondern auch, dass das Auto nicht sehr stark beschädigt war."

Hätte Hamilton gegen Russell gewinnen können?

Lewis Hamilton fragte nach dem Zwischenfall mit Verstappen kurz am Funk nach, ob es große Schäden am Auto geben würde, doch sein Mercedes-Team erwiderte bereits während des Rennens und meinte, dass von den Bildern keine größeren Sachen erkennbar wären.

Möglicherweise hat die Kollision den Briten aber den Rennsieg gekostet, was auch sein Rivale Verstappen nach dem Rennen betonte. Ohne den leichten Schaden am Unterboden und den Zeitverlust kurz nach dem Zwischenfall hätte er höchstwahrscheinlich eine gute Chance gehabt, seinen Teamkollegen George Russell herauszufordern.

Dennoch versuchte Mercedes, Hamilton mit einer etwas anderen Strategie wieder nach vorne zu bringen, was auch gelang. Der erste Stopp wurde hinausgezögert, während der zweite Stint vorzeitig mit einem früheren Stopp auf die Soft-Reifen abgebrochen wurde.

Mercedes erklärt Hamilton-Strategie in Brasilien

Elliott erklärt: "Die eigentliche Antwort auf diese Frage lautet: Warum ist George [für den ersten Stopp] früher reingekommen [und nicht Hamilton später]? Wenn man sich das Rennen anschaut, war es so, dass George in Führung lag und Perez dahinter."


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"Als Perez an die Box kam, wussten wir, dass er einen Reifenvorteil haben würde. Wir wussten, dass Perez aufgrund des Reifenabbaus auf dem frischeren Reifen deutlich schneller sein würde als George. Wir gingen also kein Risiko ein und holten George zum spätestmöglichen Zeitpunkt rein, um sicherzustellen, dass wir die Nase vorn haben [und den Undercut abwehren]."

"Im Fall von Lewis wollten wir nach dem Unfall so lange wie möglich pushen und uns gegen Ende des Rennens den größten Reifenvorteil verschaffen, und das war die Strategie, die wir verfolgten."

Warum der frühe zweite Boxenstopp?

Doch warum folgte dann ein so früher zweiter Boxenstopp von Hamilton? Der konnte es selbst auch kam glauben, dass man in Runde 48 schon wieder die Reifen wechseln wollte, und betonte, dass seine 19-Runden alten Mediums immer noch gut waren. Zuvor fuhr er schließlich ganze 29 Runden auf Softs.

Auch hier ging es wieder darum, einen Undercut abzuwehren, wie Elliott betont: "Wenn man sich die Situation zu diesem Zeitpunkt ansieht, war George bereits an der Box und die anderen Autos, die zu diesem Zeitpunkt hinter Lewis waren, hatten ebenfalls schon gewechselt."


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"Hätten wir Lewis länger fahren lassen und ihm am Ende einen Reifenvorteil gegenüber George verschafft, wären wir hinter den Autos gelandet, die bereits hinter uns waren. Der Reifenvorteil, den sie nach dem zweiten Stopp gehabt hätten, hätte bedeutet, dass sie auf der Strecke vor Lewis gewesen wären und Lewis hätte sie überholen müssen", so der Mercedes-Technikchef.

Elliott: Wollten sichergehen, dass wir den Doppelsieg holen

"Obwohl ich mir sicher bin, dass er das getan hätte, besteht immer ein Risiko, wenn man mit zwei Autos unterwegs ist. In Anbetracht der Saison, die wir hinter uns haben, ist ein Doppelsieg für das Team in diesem Jahr enorm wichtig, und deshalb haben wir uns für diese Lösung entschieden."

Somit hat Hamilton mit dem Rennen in Abu Dhabi nur noch eine Chance, den ersten Sieg der Saison zu holen. Sollte er dies nicht schaffen, würde eine atemberaubende Serie zu Ende gehen. Seit seiner Debütsaison in der Formel 1 2007 hat der Brite in jeder Saison mindestens ein Rennen gewonnen.

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