• 31. Juli 2022 · 20:54 Uhr

Von Poleposition auf P3: Warum George Russell trotzdem zufrieden ist

Für den ersten Formel-1-Sieg hat es vielleicht noch nicht gereicht, aber George Russell ist mit dem Podium in Ungarn zufrieden - Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobt

(Motorsport-Total.com) - George Russell ist der Meinung, dass der Große Preis von Ungarn seiner Strategie entgegengekommen wäre, wenn der drohende Regen wie vorhergesagt zum Start des Formel-1-Rennens gekommen wäre.

George Russell

George Russell auf dem Podium in Ungarn Zoom Download

Der Mercedes-Pilot, der von seiner ersten Formel-1-Poleposition aus startete, entschied sich, das Rennen in Ungarn auf den weichen Reifen zu beginnen, während die Ferraris direkt hinter ihm die Medium-Reifen wählten.

Da für den Start des Rennens ein heftiger Regenschauer vorhergesagt war, sagt Russell, dass er sich "die Hände gerieben" hat, den Vorteil der weichen Reifen nutzen zu können, die bei rutschigen Bedingungen besser geeignet sind.

Russell gesteht: Verstappen "einfach zu schnell für uns"

Doch als der Regen schwächer wurde und schließlich ausblieb, wurde er von den Ferraris in Schach gehalten und war gezwungen, früher an die Box zu kommen, sodass er später im Rennen auf älteren Medium-Reifen unterwegs war und damit gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton ohne Chance blieb.

"Es war von vornherein klar, dass es ein schwieriger Nachmittag werden würde, denn es lag die ganze Zeit über Regen in der Luft. Wenn man auf der Poleposition steht und es nieselt, ist man normalerweise nicht erfreut, da ich aber auf den weichen Reifen unterwegs war, habe ich mir die Hände gerieben", sagt Russell, der am Ende Dritter wurde.

"Ich hatte einen wirklich guten Start und auch die ersten vier Runden waren richtig gut, wodurch ich den Vorsprung auf Carlos [Sainz] auf drei Sekunden ausbauen konnte."

Russell: Hamilton "hatte am Ende die viel bessere Pace"

"Leider hörte es dann auf zu regnen, sodass die Medium-Reifen besser wurden. Aber wir hatten trotzdem einen guten ersten Stint. Wir sind dann beide Male früh an die Box gekommen, um Max [Verstappen] und die Ferraris zu covern, aber letztendlich war Max heute zu schnell für uns."

"Das brachte uns im letzten Stint auf den Medium-Reifen in eine sehr heikle Lage. Ich hatte schon ein wenig zu kämpfen, und mein Ingenieur sagte, dass noch 25 Runden zu fahren seien, und es begann zu regnen und die Temperaturen fielen", so Russell.


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Nachdem er bei den zweiten Boxenstopps von Verstappen überholt worden war, musste Russell zudem die zweite Position an seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton abgeben, der im letzten Stint auf den weichen Reifen unterwegs war.

"Lewis hat einen fantastischen Job gemacht und hatte am Ende eine viel bessere Pace. Er hatte auch einen sehr starken Mittelstint", sagt Russell. "Ich denke, als Team können wir sehr stolz sein. Wir haben für uns beide alles richtig gemacht und haben uns als Team die beste Chance zu geben, um den Sieg zu kämpfen. Leider lief es heute nicht nach unseren Vorstellungen, aber als Team haben wir alles richtig gemacht."

Mercedes-Teamchef Wolff: Russell ist ein Champion

Mit dem ersten Formel-1-Sieg hat es noch nicht ganz gereicht, aber Mercedes-Teamchef Toto Wolff findet lobende Worte für Russell: "George ist ein kommender Champion, und er war in allen Junior-Kategorien und in der Formel 3 und Formel 2 als Rookie ein Champion. Und wir hätten ihn nie in einen Mercedes gesetzt, wenn wir nicht daran geglaubt hätten, dass er ein zukünftiger Weltmeister sein kann."

Dank seines fünften Podiumsplatzes in dieser Saison ist Russell in der Fahrerwertung auf den vierten Platz vorgerückt, zwei Punkte vor Carlos Sainz. Der Abstand zu WM-Leader Verstappen beträgt nun jedoch schon 100 Punkte.

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