• 08. April 2022 · 06:01 Uhr

F1-Training Melbourne: Vettels Aston raucht gleich bei Rückkehr ab!

So hat sich Sebastian Vettel seinen Einstieg in die Formel-1-Saison 2022 nicht vorgestellt: Gleich im ersten Training rollte er mit einem qualmenden Heck aus

(Motorsport-Total.com) - Ferrari hat die starke Form am Beginn der Formel-1-Saison 2022 bestätigt und im ersten Freien Training zum Grand Prix von Australien die Plätze eins und zwei belegt. Carlos Sainz (1:19.806 Minuten) sicherte sich 0,571 Sekunden vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc und 0,593 Sekunden vor Sergio Perez (Red Bull) die erste Bestzeit des Wochenendes im Melbourner Albert-Park.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel legte beim Löschen des Feuers selbst Hand an den AMR22 Zoom Download

Interessant: Am meisten Zeit gewannen die Ferraris im Vergleich zu Red Bull auf den ersten und letzten 30 Fahrsekunden - also da, wo Topspeed mehr gefragt ist als Anpressdruck. Im kurvenreicheren Mittelsektor hingegen fuhr Max Verstappen Bestzeit (Formel 1 2022 im Liveticker - FT2 ab 8:00 Uhr).

Verstappen habe über "zu wenig Downforce" geklagt, verrät Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko im Interview mit dem 'ORF'. "Wir müssen uns überlegen, ob wir Topspeed reduzieren und auf mehr Downforce gehen. Es ist das erste Training. Wir wissen von Ferrari, dass die keine Aufwärmphase brauchen. Die sind sofort schnell. Das ist noch nicht beunruhigend."

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Verstappen belegte letztendlich den vierten Platz, 0,820 Sekunden hinter Sainz' Bestzeit und 0,227 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Dahinter komplettierten Lando Norris (McLaren/+1,072), Esteban Ocon (Alpine/+1,198), Lewis Hamilton (Mercedes/+1,221) und Daniel Ricciardo (McLaren/+1,349) die Top 8.


Vettel auf dem Scooter: Gibt's ein Nachspiel?

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Vettel auf dem Scooter: Gibt's ein Nachspiel?

Es war die Szene des Freitags in Melbourne, als Sebastian Vettel nach seinem Motorschaden mit dem Roller über die Strecke geflitzt ist. Weitere Formel-1-Videos

Doch das (aus deutscher Sicht traurige) Highlight des ersten Trainings war ein Motorschaden bei Sebastian Vettel, der in Australien nach coronabedingter Zwangspause sein erstes Saisonrennen 2022 bestreitet. Eine Viertelstunde vor Schluss rollte der Aston-Martin-Pilot ausgangs Kurve 9/10 ohne Vortrieb aus.

Vettel: "Habe ein Problem mit dem Motor"

"Ich habe ein Problem mit dem Motor", funkte Vettel - und wurde von seinem Renningenieur aufgefordert, cool zu bleiben. Doch Vettel war sofort klar: "Vergesst es, der ist hinüber!" Er sprang aus dem qualmenden Cockpit und schnappte sich einen Feuerlöscher, um den Brand im Heck seines Aston Martin zu löschen.

Vettel löste damit die erste Unterbrechung dieses Wochenendes aus. Um 13:45 Uhr Ortszeit (Zeitverschiebung Australien-Deutschland: acht Stunden) wurden die roten Flaggen geschwenkt. Um 13:50 ging's weiter. Und er ist, weil er ohne Erlaubnis mit einem Motorroller über die Strecke zurück an die Box fuhr, Gegenstand einer Untersuchung durch die FIA.

Letztendlich belegte Vettel den 13. Platz, unmittelbar hinter George Russell im zweiten Mercedes und 1,855 Sekunden hinter Sainz' Bestzeit. Der zweite Deutsche im Feld, Mick Schumacher, wurde 20. und Letzter. Sein Rückstand auf Haas-Teamkollege Kevin Magnussen (18.) betrug am Ende 1,163 Sekunden.

Strecke jetzt viel schneller als 2019

Das muss auf der seit dem bisher letzten Formel-1-Rennen in Melbourne im Jahr 2019 umgebauten Strecke allerdings noch nicht viel heißen. Die größte Änderung des Kurses ist, dass die Schikane 9/10 zu einer schnelleren Passage umgebaut wurde. Außerdem hat man viele Kurven verbreitert und so das Tempo insgesamt erhöht.

Zumindest die beiden AlphaTauri-Fahrer seien "zufrieden mit der Strecke", versichert Teamchef Franz Tost im Interview mit 'Sky'. "Die Strecke ist jetzt schneller als sie vorher war. Ich glaube, das wirkt sich positiv aus. Eine sehr schöne Strecke, und super Publikum hier. Die Atmosphäre ist gut. Es ist richtig toll, dass wir wieder in Melbourne sind!"

Was das Sportliche betrifft, ortet Tost bei AlphaTauri nach dem ersten Training "eine gute Basis", aber "zufrieden wäre übertrieben", relativiert er nach P11 (Yuki Tsunoda) und P14 (Pierre Gasly): "Wir müssen noch am Set-up arbeiten. Die Strecke ist nicht so eben, wie wir das nach dem Rundgang erwartet hatten. Da müssen wir noch einiges ändern."

"Von der mechanischen Seite her hat Pierre auf der Bremse ein paar Probleme gehabt. Das Auto war vorn instabil und hat dann hinten an Grip verloren. Also es gibt da schon noch einiges zu erledigen. Aber ich bin recht zuversichtlich, dass wir das hinbekommen", sagt Tost.

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