• 30. Juli 2021 · 12:33 Uhr

F1-Training Ungarn 2021: Verstappens Motor scheint zu halten

Max Verstappen fährt Bestzeit im ersten Training auf dem Hungaroring - Beinahe die nächste Berührung mit Lewis Hamilton, diesmal in der Boxengasse

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat bei seinem ersten Auftritt seit dem schweren Unfall in Silverstone beim Trainingsauftakt auf dem Hungaroring gleich Bestzeit erzielt. Der Red-Bull-Pilot fuhr im ersten Freien Training zum Grand Prix von Ungarn Formel 1 2021 live im Ticker eine schnellste Runde von 1:17.555 Minuten und verwies die Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas (+0,061) und Lewis Hamilton (+0,167) auf die Plätze.

Max Verstappen (Red Bull) im ersten Freien Training zum Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring bei Budapest 2021

Max Verstappen (Red Bull) im ersten Freien Training zum Grand Prix von Ungarn Zoom Download

Für Verstappen war mit die wichtigste Übung des ersten Trainings, jenen Honda-Motor, mit dem er in Silverstone verunfallt ist, zu testen. Die Powerunit hatte Honda in der Pause zwischen den beiden Rennwochenenden repariert. Hundertprozentig sicher, ob der Motor noch funktionsfähig ist, waren sich die Ingenieure aber vor dem Streckentest nicht.

Verstappen hat damit zum Auftakt auf dem Hungaroring 21 Runden geschafft. Zwischen ihm und Hamilton hätte es beim gleichzeitigen Rausfahren aus der Box beinahe das nächste Malheur gegeben. Die Situation ging aber glimpflich aus, weil Hamilton noch rechtzeitig bremsen konnte.

Hinter den beiden Topteams zeichnen sich noch keine eindeutigen Trends ab. Carlos Sainz (Ferrari) wurde mit 0,560 Sekunden Rückstand Vierter, knapp vor Pierre Gasly (AlphaTauri). Weitere zwei Zehntelsekunden dahinter folgte ein Paket mit Fernando Alonso (Alpine), Charles Leclerc (Ferrari), Sergio Perez (Red Bull) und Lando Norris (McLaren).

Für McLaren war es eine "grundsätzlich gute Session", erklärt Teamchef Andreas Seidl im Interview mit 'Sky'. "Wir hatten einige neue Teile am Auto. Wir haben verschiedene Messungen durchgeführt, auch mit Back-to-Back-Tests. Es sind ein paar Updates im Bereich des Unterbodens, vor den Hinterreifen, aber auch vorne im Bereich der Bargeboards."

"Wir sind immer noch dabei, das Auto zu verbessern. Das Ziel ist klar: Wir wollen in den wohlverdienten Urlaub gehen und immer noch auf Platz drei der Konstrukteursmeisterschaft liegen. Dafür müssen wir Gas geben", sagt der Deutsche.

Lance Stroll (Aston Martin/+1,200) wurde Zehnter und war mit seiner Bestzeit um 0,234 Sekunden schneller als Hungaroring-Spezialist Sebastian Vettel, der als 13. ins letzte Wochenende vor der Sommerpause startete. Zwischen den beiden Aston Martins reihten sich Esteban Ocon (Alpine) und Yuki Tsunoda (AlphaTauri) ein.

Für Tsunoda verlief der Trainingsbeginn unerfreulich. Der AlphaTauri-Rookie war gleich zu Beginn der Session einmal neben der Strecke, hatte da aber noch Glück und konnte weiterfahren. Später flog er in Kurve 4 noch einmal ab, krachte in die Barrieren und verursachte eine rote Flagge.

"Tut mir leid", entschuldigte er sich am Boxenfunk und räumte damit wohl einen Fahrfehler ein. Teamchef Franz Tost war zu dem Zeitpunkt gerade live bei 'ServusTV' zugeschaltet und knurrte: "Jetzt muss er sich langsam zusammenreißen."

Mick Schumacher wurde im ersten Training 17. Sein Rückstand auf die Bestzeit: 2,828 Sekunden. Dafür war er um 0,609 Sekunden schneller als Nikita Masepin (ebenfalls Haas). Zwischen den beiden landete Freitagstestfahrer Robert Kubica (Alfa Romeo/+3,084). Dessen Teamkollege Antonio Giovinazzi wurde mit nur fünf Runden Letzter.

Den Optimismus von Schumacher, der in Ungarn Chancen sieht, in Q2 einzuziehen, den teilt Günther Steiner nicht: "Ich bin nicht so positiv wie Mick. Aber ich liebe es, dass er schaut, dass er etwas erreichen will. Wir wollen es ja auch erreichen. Im Moment ist es aber einfach schwierig."

"Umso mehr Respekt gebe ich den Jungs, weil sie immer wieder Vollgas geben, wie das ganze Team. Jeder arbeitet hart, um jedes Tausendstel. Denn das könnte es ausmachen. Daher cool, dass Mick sagt, er probiert reinzukommen in Q2. Vielleicht liebt er diese Strecke. Und wenn ein Fahrer eine Strecke liebt, dann ist er ganz natürlich schneller", sagt der Haas-Teamchef.

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