• 08. Mai 2021 · 18:46 Uhr

Sergio Perez tut die Schulter weh: "Fühlte mich nicht gut"

Mit welcher körperlichen Einschränkung Red-Bull-Fahrer Sergio Perez beim Formel-1-Qualifying in Barcelona zu kämpfen hatte und wie es nun weitergeht

(Motorsport-Total.com) - Sergio Perez spricht von einem "schlechten Tag" im Red Bull RB16B. "Ich habe keine gute Runde hingekriegt, den ganzen Tag nicht." Und dazu kam noch ein Dreher im dritten Segment des Qualifyings zum Spanien-Grand-Prix 2021 in Barcelona (hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!), sodass am Ende nur Startplatz acht für Perez heraussprang, fast eine Sekunde hinter Teamkollege Max Verstappen.

Sergio Perez

Sergio Perez drehte sich beim ersten Versuch in Q3 und wurde nur Achter Zoom Download

Red-Bull-Sportchef Helmut Marko nahm Perez in einer ersten Reaktion bei 'Sky' allerdings in Schutz und verwies auf einen kurzfristigen Set-up-Umbau am Perez-Auto, weshalb sich dieser vielleicht schwergetan habe im Qualifying.

Doch Perez selbst bringt noch eine neue Dimension in die Analyse ein. Er meint: "Heute musste ich kämpfen. Ich fühlte mich nicht zu hundert Prozent gut." Er habe "ein Problem mit der Schulter" gehabt, erklärt der Mexikaner weiter. Die linke Schulter habe ihn fortwährend geschmerzt.

Wo der Schulterschmerz herkam, ist offen

"Es fühlte sich die ganze Zeit über schlecht an. Und es wurde immer schlimmer, je länger das Qualifying dauerte", sagt Perez. Eine Erklärung dafür habe er aber nicht. Es hänge aus seiner Sicht jedenfalls nicht mit dem Auto oder den Änderungen daran zusammen.


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Weiter sagt Perez: "Wir wissen nicht zu hundert Prozent, was es ist, aber wir sind ziemlich zuversichtlich, dass wir morgen wieder in Form sind. Es sollte dann kein großes Thema sein." Woher er diese Zuversicht zieht, lässt der Red-Bull-Fahrer allerdings offen.

Perez: Sportlich lief am Samstag fast nichts

Also zurück zum Qualifying und der Frage, ob es nicht trotzdem hätte besser laufen können. Doch Perez meint, sein Fahrfehler vor Kurve 13, wo er außen auf dem Randstein ausrutschte und einen Dreher hinlegte, sei nur die Spitze des Eisbergs gewesen.

Er wiederholt seine Aussage über einen grundsätzlich "schlechten Tag" und meint dann: "Q1 schien okay zu laufen, aber danach gelang uns kein Fortschritt mehr. Ich war nicht voll da. Deshalb war es schwierig, das Beste aus dem Auto herauszuholen." Er stufe sein Auftreten daher als "ziemlich schwach" ein.


Fotos: Red Bull, F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2021


Tatsächlich trügt den Mexikaner die Erinnerung. Denn er hat sich im Qualifying in Barcelona sehr wohl gesteigert, von 1:18.203 Minuten in Q1 auf 1:17.669 in Q2. Und in Q3 war er mit 1:17.701 Minuten nur minimal langsamer als zuvor. Auch andere Fahrer gelang kein Fortschritt mehr, andere machten sogar noch deutlichere Rückschritte.

Der Druck auf Perez wächst

Und dennoch wird vor allem die Leistung von Perez kritisch hinterfragt. Denn von ihm als Verstappen-Teamkollege wird erwartet, die WM-Ambitionen des Red-Bull-Rennstalls mit guten Ergebnissen zu unterstützen. Das gelingt Perez aber nicht immer, so wie dieses Mal im Qualifying.

Sergio Perez

Viel Schatten und wenig Licht bei Sergio Perez am Qualifying-Tag in Spanien Zoom Download

Er selbst aber meint: Es sei nur eine "Frage der Zeit", bis er wirklich heimisch werde im Team und besser mit dem RB16B klarkomme. Das habe die jüngere Vergangenheit gezeigt, wenn auch nicht in Barcelona.

Grundsätzlich "tut sich was", sagt Perez, "vor allem bei der Pace. Denn die Pace ist da über die Distanz." Es gehe nur noch darum, die Leistung über eine schnelle Runde im Qualifying zu steigern. "Das ist alles", so Perez. "Der Schlüssel ist, das Auto noch etwas besser kennenzulernen."

Perez glaubt: Noch ein paar Rennen, dann ...

Er mache sich "überhaupt keine Sorgen" und meint: "Heute war schlecht, aber morgen gibt es eine neue Chance. Hoffentlich gelingt uns eine Schadensbegrenzung, und dann konzentrieren wir uns auf das nächste Rennen, lernen weiter dazu und machen Fortschritte."

Perez setzt für den Spanien-Grand-Prix vor allem auf die "Rennpace", wie er sagt. "Ich denke, wir sind dabei, bei der Musik. Heute war ein Ausreißer. Schwach von mir. Ich war körperlich nicht zu hundert Prozent da. Und dann kam eines zum anderen. Aber morgen werde ich aggressiv vorgehen."

Sein Plan laute, direkt nach dem Start Positionen gutzumachen und sich dann an die Spitzengruppe anzuhängen. Dort will Perez dann "schon früh mithalten".

Dass anschließend mit Monaco und Baku zwei Stadtrennen folgen, wo ein Fahrer vielleicht nur bedingt mehr Fahrgefühl für sein Auto entwickeln kann, das schrecke ihn nicht: "In ein paar Rennen", sagt Perez, "wird es okay sein, denke ich. Dann ist all das nur eine schlechte Erinnerung."

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