• 13. Dezember 2020 · 08:19 Uhr

Trotz P5 und 0,325 Sekunden Rückstand: "Bestes Qualifying" für Alexander Albon

Alexander Albon ist mit seinem Qualifying sehr zufrieden und sagt, dass es endlich klick gemacht hat im Auto - Am Sonntag eine Hilfe für Max Verstappen?

(Motorsport-Total.com) - "Es war vermutlich mein bestes Qualifying des gesamten Jahres", sagt Alexander Albon. Die Realität antwortet: 0,325 Sekunden Rückstand und Platz fünf hinter dem McLaren von Lando Norris. Das ist eigentlich nicht das, was man bei der Pole-Position des eigenen Teamkollegen unter einem besten Qualifying verstehen würde (Formel 1 2020 live im Ticker), doch gefühlstechnisch hat es beim Thailänder klick gemacht.

Alexander Albon

Kann sich Alexander Albon noch einmal mit einer guten Leistung empfehlen? Zoom Download

"So gut habe ich mich im Auto noch nie gefühlt. Das klingt beim letzten Rennen des Jahres seltsam, aber so ist es", sagt Albon. "Ich fühle, dass ich seinen Grip ordentlich ausnutzen konnte."

Das ließ sich vor allem am ersten Q3-Versuch ablesen, bei dem ihm nur 0,156 Sekunden auf die Spitze und 0,052 Sekunden auf Teamkollege Max Verstappen fehlten. Doch im entscheidenden Versuch schlich sich ein kleiner Fehler ein. "Ich bin in Kurve 1 weit rausgekommen - nicht so viel, dass es Rundenzeit gekostet hätte, aber der Reifen hat auf dem Astroturf durchgedreht und war dann die ganze Runde über zu heiß."

Horner: "Ordentlicher Job"

"Im Grunde hat sich jeder verbessert, außer mir", ärgert sich der Red-Bull-Pilot, der bis dahin recht zufrieden mit seiner Session war. Und weil das Feld diesmal überraschend eng war, hat Albon das noch eine Position gegenüber Norris gekostet.

Ein zweiter kleiner Schönheitsfehler ist die Tatsache, dass Albon in Q2 ein Track-Limit-Vergehen auf seinen Medium-Reifen beging und noch einmal auf den weicheren Reifen herausfahren musste, auf denen er am Sonntag starten muss. "Das ist nicht ideal, weil der Abbau ziemlich hoch ist", weiß er. "Der erste Stint könnte daher ein wenig schwierig werden."

Dennoch hofft man bei Red Bull, dass Albon im Rennen eine wichtige Rolle spielen wird. "Ich denke, dass die Rennpace auf dem Soft nicht so lange hält, aber der Reifen hat früh die Pace. Hoffentlich kann er einen guten Start haben und an der Spitze kämpfen", sagt Teamchef Christian Horner, der seinem Fahrer einen "ordentlichen Job" bescheinigt.

Albons Ziel: Mercedes' Strategie stören

Das wäre das, was man sich von Albon das ganze Jahr über gewünscht hat: eine verlässliche Nummer 2 zu sein, die Verstappen im Rennen helfen kann. "Das ist das Ziel", sagt er selbst mit Blick auf das Rennen. "Wir fokussieren uns auf einen guten Start und versuchen da zu sein und die Mercedes-Strategie zu stören."

Alexander Albon

Der Thailänder scheint mit dem Auto besser zurechtzukommen Zoom Download

Er ist jedoch optimistisch, dass die Leistung im Auto besser sein kann als in den vergangenen Monaten, denn endlich scheint Albons Vertrauen in das Auto zu stimmen. Während Verstappen schon von Anfang an mit dem schwierigen Red Bull zurechtkam, fand Albon nie den rechten Zugang zum Fahrzeug.

"Wenn man sich die Onboard-Aufnahmen von Max anschaut: Das Auto ist niemals ruhig, immer am Limit. Es bewegt sich ständig. Vor allem das Heck ist ziemlich sensibel. Und damit das Gefühl und das Vertrauen zu haben, ist echt wichtig und war ziemlich schwierig", erklärt Albon seine Probleme. Doch mit ein paar Maßnahmen im Hintergrund fühle er sich nun deutlich wohler und könne besser damit umgehen.

Kommt der Aufschwung zu spät?

Die große Frage ist, ob das zu spät kommt, um das Cockpit für 2021 noch zu retten. Die Namen Sergio Perez und Nico Hülkenberg geistern seit Monaten durch den Raum, doch noch hat Red Bull keine Entscheidung getroffen.


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Gedanken darüber macht sich Albon laut eigener Aussage aber keine: "Ich fahre jetzt einfach das Rennen und fahre dann zu Weihnachten nach Hause. Wir werden sehen", winkt er ab. Schon oft sei er zu diesem Zeitpunkt in der Situation gewesen, nicht zu wissen, wie es im nächsten Jahr weitergeht. "Das wäre natürlich schön zu wissen, ändert für das Rennen aber nichts."

"Für mich geht es darum, noch einmal die bestmögliche Leistung zu zeigen, um sicherzustellen, dass ich alles in meiner Kontrolle getan habe, um das Cockpit für das kommende Jahr zu bekommen."

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