• 13. Dezember 2020 · 19:19 Uhr

Daniil Kwjat: Aus bei AlphaTauri wird am Dienstag besiegelt

Daniil Kwjat deutet an, dass seine Zeit bei AlphaTauri zu Ende gehen könnte nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi - Er sei nun ein "Free Agent"

(Motorsport-Total.com) - Am Dienstag wird Daniil Kwjats Abschied von AlphaTauri besiegelt werden. Der Russe wird für den Japaner Yuki Tsunoda Platz machen müssen, offiziell ist dies aber noch nicht bestätigt. Alle Anzeichen deuten aber darauf hin, dass Kwjat in Abu Dhabi seinen vorerst letzten Formel-1-Grand-Prix gefahren ist.

Daniil Kwjat

Daniil Kwjat muss womöglich seinen Platz bei AlphaTauri räumen Zoom Download

"Tsunoda fährt am Dienstag, diesen Test warten wir noch ab und dann gibt's am Mittwoch bei AlphaTauri eine Entscheidung", erklärt Helmut Marko im 'Sky'-Interview. Kwjat selbst hat nach dem Saisonabschluss in Abu Dhabi ebenso bereits angemerkt, dass er ein "Free Agent" sei - also ohne Vertrag.

"Es ist sehr schade, dass ich nicht einmal sagen kann, ob ich nächstes Jahr noch hier bin oder nicht. Das ist schon ein bisschen lustig, dass ich jetzt hier mit euch spreche und sie mir immer noch nicht wirklich offiziell gesagt haben, was Sache ist."

Allerdings scheint im Fahrerlager kein Zweifel daran zu bestehen, dass Kwjat zumindest in der kommenden Saison kein Formel-1-Cockpit haben wird. In seinem vorerst letzten Rennen konnte er mit Platz elf kaum überzeugen. Jetzt wolle er erst einmal "Urlaub machen" und dann seine Optionen für 2022 ausloten.

"Ich werde versuchen, zurückzukommen." Im richtigen Team mit dem richtigen Auto könne er noch viel erreichen, glaubt Kwjat. "Ich kann extrem konkurrenzfähig sein. Ich habe das Gefühl, dass noch so viel in mir steckt." In seinem dritten Stint mit AlphaTauri (Toro Rosso) schaffte er in zwei Jahren ein Podium (Deutschland 2019).

"Ich bin sehr dankbar für alles. Das war eine großartige Zeit, diese zwei Jahre im Team. Es war fantastisch, sie sind großartig." Auch in dieser Saison konnte er vereinzelt Ausrufezeichen setzen, etwa mit Platz vier in Imola. Besonders gegen Saisonende schien der 26-Jährige immer besser in Fahrt zu kommen.


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Ist seine Zeit bei Red Bull nun endgültig vorbei? "Sag niemals nie!" Er muss aber schon zugeben, dass dies eine sehr lange "On-Off-Beziehung" war. Bereits 2014 konnte Kwjat mit Toro Rosso sein Formel-1-Debüt geben, nur ein Jahr später wurde er zu Red Bull befördert.

Nach schwächelnden Leistungen versetzte ihn die Teamführung mitten in der Saison 2016 zurück zu Toro Rosso. Ende 2017 wurde er endgültig aus dem Team geworfen. 2019 feierte Kwjat dann schließlich überraschend sein Comeback.

"Ich hatte einen Zweijahresvertrag mit dem Team. Das war der Deal. Was den Rest betrifft, müsst ihr Helmut fragen." Nun sei er ein "Free Agent" und habe viele Optionen für kommendes Jahr, auch ein Sabbatical ist nicht ausgeschlossen.

"Ich bin vielen Ideen gegenüber offen, sagen zu nichts nein. Was das Rennfahren betrifft, könnte ich mir ein Jahr Auszeit vorstellen, aber mal sehen. Wenn etwas extrem Attraktives kommt, dann werde ich darüber nachdenken. Ansonsten werde ich mich darauf fokussieren, 2022 in die Formel 1 zurückzukehren."

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