• 27. September 2020 · 17:58 Uhr

Stroll sauer: "Lächerlich", dass Charles Leclerc keine Strafe bekommt

Lance Stroll hadert damit, dass Charles Leclerc nach der Kollision straffrei ausgegangen ist - Der Racing-Point-Pilot fühlt sich um ein gutes Ergebnis gebracht

(Motorsport-Total.com) - Lance Stroll findet es "lächerlich", dass Charles Leclerc beim Rennen in Russland keine Strafe dafür erhalten hat, dass er den Racing-Point-Piloten in der ersten Runde umgedreht und in die Mauer geschickt hat. Stroll war in der Startphase mit dem Ferrari-Fahrer kollidiert und anschließend in die Streckenbegrenzung gekracht. Leclerc konnte weiterfahren, für den Kanadier kam das Aus.

Lance Stroll

Lance Stroll Arbeitstag endete auf dem Motorrad Zoom Download

"Ich bin echt überrascht, dass er keine Strafe bekommen hat", sagt Stroll nach dem Rennen. "Ich habe ihm viel Platz gelassen. Ich bin die komplette Kurve außen gefahren, und er hat mich einfach hinten rechts berührt. Ich habe ihm all den Raum gelassen, den ich konnte. Ich hatte einfach Pech."

Stroll ist überzeugt, dass Leclerc den Unfall hätte verhindern können: "Er hätte nicht so weit nach außen und in mich hineinfahren müssen. Das ist schon irgendwie lächerlich, dass er keine Strafe bekommen hat."

Der Groll des Kanadiers ist insofern verständlich, als die Entscheidung der FIA-Kommissare, den Zwischenfall nicht zu bestrafen, nicht stringent ist mit früheren Entscheidungen in dieser Saison. Lewis Hamilton hat beim Saisonauftakt in Österreich für ein Abziehbild des Manövers von Leclerc (gegen Alexander Albon) eine Fünf-Sekunden-Strafe erhalten.

Leclerc versucht die Lage aus seiner Sicht zu erklären: "Ich habe versucht, in Kurve 4 auf die Innenseite von Lance zu kommen. In der Mitte der Kurve hat Perez dann den Scheitelpunkt genommen, und ich habe hinter ihm Untersteuern bekommen", so der Ferrari-Pilot. "Dann kam es zum Kontakt mit Lance."

Was möglich gewesen wäre, lässt sich nur mutmaßen, doch Stroll glaubt: "Eine Menge." Zum Zeitpunkt des Unfalls lag er direkt hinter Teamkollege Sergio Perez, der am Ende auf Rang vier ins Ziel kam. "Wir waren auf einem guten Reifen, von daher ist es echt schade."

Leclerc kam hingegen unbeschadet aus der Situation und konnte sich im Ziel über Rang sechs freuen. "Das war eine Überraschung", gibt der Monegasse zu. Denn am Freitag kam er nicht gut zurecht und fühlte sich vor allem in der Rennsimulation nicht gut. "Von daher hätte ich so einen Sprung auf heute nicht erwartet. Platz sechs ist auf jeden Fall das Beste, was wir heute holen konnten."

Vor allem war es für Ferrari nach den schwachen Resultaten des vergangenen "Tripleheaders" eine kleine Wiederauferstehung: "Ich bin wirklich glücklich, denn wir kommen von sehr, sehr schwierigen Wochenenden. Vor allem mental war es ziemlich hart", gibt Leclerc zu. "Endlich haben wir ein Rennen, bei dem man die positiven Zeichen des Autos und auch von mir sehen konnte."

Es seien solche Gelegenheiten, die Ferrari nutzen müsse: "Heute war so ein Tag, darüber bin ich wirklich glücklich", so Leclerc, der nur acht Punkte hinter Rang vier in der Fahrer-WM liegt. "Ich bin heute gut gefahren."

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