• 29. August 2020 · 09:02 Uhr

Binotto relativiert Panik: Reifen nicht im richtigen Temperaturfenster

Teamchef Mattia Binotto erklärt die Ferrari-Probleme mit einem nicht getroffenen Reifenfenster - Potenzial des Autos wird nicht ausgeschöpft

(Motorsport-Total.com) - Mit den Plätzen 15 und 17 hat Ferrari am Freitag in Spa kein Ruhmesblatt hingelegt, doch Teamchef Mattia Binotto glaubt, die Ursache für das schwache Abschneiden gefunden zu haben: "Wir hatten Probleme, die Reifen zum Arbeiten zu bringen", erklärt er. "Uns fehlt Grip beim Bremsen und Beschleunigen und damit generell Performance im Auto."

Sebastian Vettel

Bei Ferrari standen die Reifen auf Kriegsfuß mit dem Auto Zoom Download

Dass seine beiden Fahrer sogar deutlich langsamer waren als Kundenteam Alfa Romeo, "sah von außen sicherlich nicht erfreulich aus - von innen aber auch nicht", so der Italiener. "Wir waren mit Sicherheit nicht konkurrenzfähig."

Ferrari hatte in Spa-Francorchamps vor allem etwas mit dem Set-up probiert. Leclerc hatte gemeint, dass er sehr aggressiv mit dem Thema Abtrieb gespielt habe. Das habe laut Binotto in die Reifenprobleme hineingespielt. "Wenn man das richtige Fenster nicht findet, dann funktionieren die Reifen auch nicht richtig. Und wenn man keinen Grip hat, ist man im zweiten Sektor nicht schnell."

Es war genau dieser zweite Sektor, in dem Ferrari - auch gegen Alfa Romeo - am meisten Zeit verloren hat, obwohl man aggressiv beim Abtrieb war. "Und dann ist man als Konsequenz in allen drei Sektoren langsam", so Binotto.

Das Problem versucht Ferrari über Nacht zu lösen, um am Samstag wieder konkurrenzfähiger zu sein. "Es ist die gleiche Situation an beiden Autos, von daher hat es nichts mit den Fahrern zu tun. Es geht nur darum, wie wir das Auto einstellen, um das richtige Reifenfenster zu erwischen."

Genau darin liegt auch die Hoffnung der Scuderia, denn die Positionen würden nicht dem Potenzial des Autos entsprechen. "Das ist nicht unsere normale Position, wenn wir es gegenüber den anderen betrachten", so Binotto.

Und das lässt auch Sebastian Vettel noch mit etwas Positivität nach vorne blicken: "Wir haben viel probiert. Ich hoffe, viel gelernt - und dass wir das Gelernte morgen schon umsetzen und dafür sorgen können, dass es besser ausschaut", sagt er. "Garantien gibt's wie immer keine. Aber wir werden auf jeden Fall alles probieren."

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