• 12. Juli 2020 · 21:18 Uhr

George Russell: Mit dem Williams kann man nicht richtig racen

George Russell ist enttäuscht von der Rennperformance des Williams und sagt, dass er auch ohne seinen Abflug hinten gelandet wäre - Probleme beim Hinterherfahren

(Motorsport-Total.com) - Nach seiner starken Ausgangsposition im Qualifying konnte George Russell im Rennen von Spielberg nicht an die Leistung vom Samstag anknüpfen. Startplatz elf war der beste in der Formel-1-Karriere des jungen Briten, doch im Rennen landete Russell mit seinem Williams nur auf dem 16. Platz - nur Teamkollege Nicholas Latifi lag noch hinter ihm.

Nicholas Latifi, George Russell

Die beiden Williams mussten in Spielberg wieder gegen sich selbst fahren Zoom Download

Als einziges Team hatte Williams dabei zwei Runden Rückstand aufzuweisen. Ist der Rennstall wieder zurück auf seinem alten Niveau? "Uns hat im Vergleich zum Qualifying-Speed eine Menge gefehlt", muss Russell enttäuscht einsehen. Vor dem Rennen hatte er noch offen von Punkten geträumt.

Doch davon kann aktuell keine Rede sein. Das größte Problem: "Wir haben richtige Schwierigkeiten, wenn wir nah an den Autos vor uns sind. Aus Aerodynamik-Sicht ist das Auto echt sensibel", so Russell. Mit freier Fahrt fühle sich das Auto gut an, doch sobald man zwei oder drei Sekunden hinter einem anderen ist, ist das Auto nicht mehr das gleiche. "Das ist ein Problem", findet er.

Russell hadert mit Abflug: "Mein Fehler!"

Eigentlich hatte man erwartet, dass man im Qualifying Probleme haben würde und im Rennen stärker sei, "aber es ist überraschenderweise andersherum", so der Youngster. Mercedes hat für das Qualifying einen guten Motor gebracht, während die Ferrari-Konkurrenz um Alfa Romeo und Haas dort schwächelt. Im Rennen gibt es jedoch die Probleme mit dem eigenen Auto.


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Im Vorjahr war das nicht zu bemerken, denn kämpfen konnte Williams mit dem FW42 überhaupt nicht - zu weit weg war er von der Konkurrenz. Mit dem Nachfolger wollte das Russell jedoch tun, und Platz zwölf im Qualifying hat auch Anlass zur Hoffnung gegeben. "Heute war ich im Mittelfeld, und das hatte ich im vergangenen Jahr nicht einmal."

Doch das war schnell Geschichte, denn Russell brachte sich mit einem Ausritt ins Kiesbett selbst um mögliche Chancen. "Das war ein reiner Fahrfehler", gibt er zu. "Ich entschuldige mich beim Team dafür. Das war von meiner Seite nicht gut genug."

"Wäre auch ohne Abflug hinten ..."

Russell fuhr Seite-an-Seite mit Kevin Magnussen in Kurve 6. "Ich wollte auf der Außenseite dagegenhalten, aber ich habe die Hinterräder blockiert und bin von der Linie abgekommen - und dort gab es überhaupt keinen Grip." Nach einem Ausflug in den steirischen Kies kam Russell als Letzter wieder auf die Strecke.

"Weil ich es verbockt habe, hatte ich heute leider kein Rennen", hadert er. "Aber wenn ich auf unsere Pace schaue, dann wären wir auch ohne meinen Abflug auf den gleichen Positionen gelandet."

Russell hofft nun, dass die Aero-Abteilung von Williams einige Lösungen findet und Änderungen durchführt, "damit wir eine stabilere Plattform haben, wenn wir anderen Autos folgen". "Interessante Teile" seien jedoch bereits in Wartestellung.

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