• 07. Juli 2020 · 13:22 Uhr

Trotz frühem Aus: Daniel Ricciardo "nicht verzweifelt" bei Renault

Daniel Ricciardo lässt sich seine Laune vom frühen Aus in Spielberg nicht verderben und freut sich auf die nächste Chance - Ocon hadert mit Qualifying

(Motorsport-Total.com) - Daniel Ricciardo ist nach seinem frühen Aus beim Großen Preis von Österreich "nicht verzweifelt", wie er sagt. Der Australier musste das Rennen mit Kühlungsproblemen bereits nach 17 Runden auf Platz zehn liegend aufgeben, sieht es aber positiv, dass schon an diesem Wochenende das nächste Rennen auf derselben Strecke stattfindet.

Daniel Ricciardo

Für Daniel Ricciardo war das Rennen nach wenigen Runden gelaufen Zoom Download

"Ich hatte schon früh Probleme und denke, dass wir schöne Punkte hätten mitnehmen können, wenn ich mir anschaue, wie das Rennen mit den ganzen Safety-Cars und so verlaufen ist", sagt er. "Es sollte aber nicht sein."

"Warum ich nicht komplett verzweifelt bin, ist, dass weil wir schon in einer Woche wieder hier sind und eine weitere Chance bekommen", sagt Ricciardo weiter. "Ich bin optimistisch, dass wir es in sieben Tagen richtig hinbekommen werden."

Durch das Kühlproblem seien die Temperaturen im Motor ziemlich schnell angestiegen. "Ich habe zwar nicht viel bemerkt, aber die Jungs haben mir gesagt, dass ich das Auto zurückbringen und in einen Sicherheitsmodus gehen soll, bevor es schlimmer wird. Ich glaube, dass wir alles rechtzeitig gerettet haben."

Ohne seinen Ausfall hätte das Rennen noch interessant werden können, meint er, sieht aber im Schonen des Motors das logischere Ziel. Denn der Antrieb muss noch ein paar Rennen durchhalten.

Problem schnell behebbar?

Der Australier gibt sich aber optimistisch, dass Renault das Problem mit der Kühlung einfach in den Griff bekommen wird. "Ich glaube, dass sie nah dran sind, die Ursache zu finden. Und wie ich es verstehe, kann das in dem Zeitrahmen behoben werden", sagt er.

Natürlich sei er über das Ergebnis nicht glücklich, wie er weiter meint, doch das werde durch den Fakt überdeckt, dass die Saison endlich losgeht: "Ich möchte natürlich eine gute Leistung zeigen und mit Punkten ins Ziel kommen, aber einfach nur wieder zurück im Rennmodus zu sein, fühlt sich gut an", so Ricciardo.

"Ich denke, dass der Start für uns alle eine Erleichterung war, dass wir es jetzt bis hierhin geschafft haben. Ich bin einfach glücklich, dass ich wieder hier sein kann und weiß, dass wir nächste Woche eine neue Chance haben werden - das hebt die Frustration und Enttäuschung etwas auf. Ich glaube wirklich, dass wir im Qualifying und im Rennen ein schnelleres Auto haben können."

Ocon in die Punkte gespült

Für Teamkollege Esteban Ocon gab es nach seinem Comeback immerhin Rang acht und damit vier Punkte, auch wenn der Franzose vor allem von den zahlreichen Ausfällen profitierte. Er spricht nach dem Rennen sogar vom "vielleicht stressigsten" seiner Formel-1-Karriere. Das habe aber vor allem damit zu tun, dass er im Qualifying am Samstag nur Rang 14 erreichen konnte und viel Arbeit vor sich hatte.

"Unsere Pace ist eigentlich deutlich stärker", hadert er. "Wir müssen uns das Leben einfacher machen, indem wir am Samstag im Qualifying besser sind. Wir müssen uns darauf fokussieren, dass das in der kommenden Woche besser wird - und dann sollten wir auch ein deutlich besseres Rennen haben."


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Ocon kam sich kurz vor Rennende etwas zu nahe mit Daniil Kwjat (AlphaTauri), der den Franzosen danach kritisierte. "Es war ein enger Kampf zwischen uns", sagt dieser. "Er war auf frischen Softs, ich auf alten Hards. Von daher war schon ein ziemlicher Grip-Unterschied vorhanden."

Das Manöver außenherum in Kurve 6 bezeichnet Ocon als "definitiv riskant", betont aber, dass sich beide nicht berührt hätten. "Dany hat die Randsteine berührt, und diese verzeihen nichts. Das hat seinen Frontflügel beschädigt oder so. Das ist Pech, aber ich hatte im Kampf mit ihm Spaß."

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