• 01. September 2019 · 23:32 Uhr

Alexander Albon: Wegen DRS fast stehen geblieben!

Red-Bull-Pilot Alexander Albon ist mit seinem fünften Platz im Grand Prix von Belgien zufrieden - Der Rookie lieferte sich harte Duelle, unter anderem mit Sergio Perez

(Motorsport-Total.com) - Alexander Albon hat seine Red-Bull-Feuertaufe überstanden. Der Brite fuhr in seinem ersten Rennen im Topteam auf den fünften Platz und zeigte bei seiner Aufholjagd ein paar beherzte Manöver, die auch Red-Bull-Motorsportkonsulenten Helmut Marko gefallen haben. Nur ein Manöver gegen Sergio Perez wurde von den FIA-Kommissaren untersucht.

Alexander Albon, Daniil Kwjat

P5 in seinem ersten Rennen für Red Bull: Albon ist zufrieden Zoom Download

"Ich bin ziemlich glücklich", schildert Albon nach dem Rennen. "Zu Rennbeginn hatte ich ein wenig Probleme. Vor allem im ersten Stint ging kaum etwas vorwärts auf den Reifen." Der Rookie startete von Platz 17 (Motorwechsel) auf frischen Medium-Pneus.

Die brachte er allerdings nicht zum Arbeiten. "Ich hatte zwar das Gefühl, dass die Pace da war, aber in jenen Kurven, in denen ich zum Überholen schnell sein musste, war ich nicht schnell." Er spricht konkret jene vor den langen Geraden an.

Probleme am Funk - Auf Medium im "nirgendwo"

In Runde 15 kam er schließlich in den Top 10 an. "Das war echt schwierig!" Den Boxenstopp zog das Team aufgrund der Probleme ein wenig vor, bereits in Runde 23 stoppte man Albon. Er fiel daraufhin von Platz 8 auf 14 zurück und musste sich erneut durchs Feld kämpfen.

"Im ersten Stint hat er Problem gehabt. Oder sagen wir so: Er war im Mittelsektor für das, was unser Auto kann, eigentlich zu langsam. Er hat auch am Radio versucht, uns das mitzuteilen. Das hat nicht funktioniert. Wir haben ihn überhaupt nicht verstanden", schildert Marko die Anfangsschwierigkeiten.

Dadurch hat das Team Albon auch keine Änderungsanweisungen per Funk durchgeben können. "Beim Boxenstopp hat es dann funktioniert, da ist es ihm dann kurz gesagt worden und mit den roten Reifen war er toll unterwegs. Da waren Überholmanöver dabei ...", schwärmt der Red-Bull-Motorsportkonsulent.

War er auf dem Medium im "nirgendwo", hatte er auf dem weichen Reifen ein deutlich besseres Gefühl. "Das Auto fühlte sich viel stärker an. Daher konnte ich dann ein paar Überholmanöver durchführen. Das hat Spaß gemacht."

Unter anderem arbeitete sich Albon für Rang acht an Daniel Ricciardo vorbei - er überholte auf der Außenseite von Kurve 9. Später schaffte er es außerdem noch an Daniil Kwjat vorbei, bis er in fünf Runden zehn Sekunden auf Sergio Perez aufholte. In der letzten Runde folgte die Attacke.

"Wir sind in die Bus-Stop-Schikane gefahren und ich wusste, ich hatte einen großen Pace-Vorteil. Ich habe also überlegt, ob ich ihn da schon überholen soll, da würde er mich aber vielleicht auf den Geraden wieder kriegen, weil der Racing Point auf den Geraden wirklich schnell war dieses Wochenende", schildert Albon.

Keine Strafe für Perez-Manöver

Zwar versuchte es der Red-Bull-Pilot in der letzten Schikane in der vorletzten Runde, jedoch kürzte Perez ab. "Er hatte nicht wirklich viel Platz", gesteht der 21-Jährige. Danach wurde das "DRS-Spiel" gespielt, lacht er. Beide wollten die Überholhilfe in Anspruch nehmen.

"Wir haben beide gewartet, bis der eine über die Linie fährt. Er zuerst, daher hatte ich das DRS." Doch als Albon auf der Kemmel-Geraden zum Manöver ansetzte, drängte Perez weiter nach links. Der Rookie berührte mit zwei Rädern das Gras, dennoch ging er am Mexikaner vorbei.

"Das hat viel Spaß gemacht, das habe ich genossen. " Nach dem Rennen wurde der Vorfall von den FIA-Kommissaren untersucht. Marko hatte vor der Urteilsverkündung bereits damit gerechnet, dass nichts rauskommt - und so war es schließlich auch.

In der Begründung steht: "Perez hat nicht realisiert, dass Albon so früh rechts überholen will. Er dachte, er würde links überholen." Als der Racing-Point-Fahrer schließlich gesehen hat, dass der Red Bull ihn überholen will, sei er nach links gezogen.

Beide Fahrer beschrieben das Überholmanöver als "hartes Racing" und haben zugestimmt, dass das potenziell gefährlich war. Wäre der Vorfall früher im Rennen passiert, dann hätte es wohl eine gelbe Karte gegeben, meint Rennleiter Michael Masi.

"Ich hätte wohl unfaires Fahrverhalten festgestellt", so der Nachfolger von Charlie Whiting. "Sergio meinte wohl, er hätte Albon nicht in den Spiegeln gesehen. Er hätte ihn wohl links und nicht rechts neben sich erwartet. Daher haben die Kommissare keine Strafe gegeben. Albon konnte das Manöver durchziehen."

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