• 03. August 2019 · 18:29 Uhr

Lenkrad-Problem: Warum Kwjat langsamer war als Albon

Daniil Kwjat musste in Budapest eine knappe Niederlage gegen Alex Albon hinnehmen: Schuld sollen falsche Knöpfe am Lenkrad gewesen sein

(Motorsport-Total.com) - Nach dem überraschenden Podest von Hockenheim heißt die Realität für die Jungbullen graues Mittelfeld. Mit den Plätzen zwölf und 13 für Alexander Albon und Daniil Kwjat schrammte Toro Rosso beim Qualifying in Budapest knapp an den Top 10 vorbei (Formel 1 2019 live im Ticker). Gerade einmal 0,005 Sekunden trennte die beiden Piloten heute. "Es gab weder eine gute noch eine schlechte Überraschung", meint Kwjat.

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Daniil Kwjat hatte im Qualifying von Budapest ein ungewöhnliches Problem Zoom Download

Dabei hätte es für den Russen durchaus besser laufen können, denn bei seinem zweiten Versuch in Q2 passierte dem Team ein kleiner, aber entscheidender Fehler. "Ich bin mit den falschen Knöpfen rausgefahren", sagt er. Gemeint sind die Knöpfe am Lenkrad, mit denen im Auto Einstellungen vorgenommen werden können.

Was genau falsch war, verrät Kwjat nicht, er sagt nur: "Das hat die Balance des Autos genug beeinträchtigt, sodass ich etwas Zeit verloren habe - ziemlich viel Zeit sogar." Seinem Team macht er dabei aber keinen Vorwurf: "Es war ein Missverständnis, und man kann niemandem die Schuld dafür geben."

"Solche Dinge passieren. Wir müssen einfach eine Notiz für das nächste Qualifying machen, und dann wird das nicht wieder passieren", so Kwjat weiter. Wie viel es gekostet hat und ob ein Q3-Einzug möglich war, vermag er nicht zu sagen. "Viel war auf jeden Fall nicht mehr im Auto, und Alex ist auch eine sehr gute Runde gelungen."

Für den Thailänder war es nach den misslungenen Trainings ein willkommenes Comeback. Im zweiten Training hatte er den Toro Rosso früh in die Reifenstapel gesetzt, und im dritten Training fühlte er sich laut eigener Aussage nicht besonders mit seinem Auto verbunden - vor allem mit heißer werdenden Bedingungen.

"Aber wir haben vor dem Qualifying noch gearbeitet und versucht, das Problem anzugehen. Es ist definitiv in die richtige Richtung gegangen und wir haben mehr oder weniger das geschafft, was drin war", meint Albon.


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Man habe versucht, mittels Set-up noch etwas Zeit zu finden, "aber immer war es in einem Sektor gut und in dem anderen nicht - und umgekehrt. Am Ende war die Rundenzeit im Grunde immer die gleiche", so Albon. Das bestätigt auch Chefrenningenieur Jonathan Eddolls: "Die Balance war auf Messers Schneide, von daher war es schwierig, die maximale Performance herauszuholen."

Übrigens: Der Unfall von Albon am Freitag sah schlimmer aus als er war: "Zum Glück war der Schaden geringer, als es ursprünglich den Anschein hatte", sagt Eddolls. Und auch Albon meint: "Der Aufprall war nicht so hart. Im Fernsehen sah es schlimmer aus, weil wir noch einmal gesprungen sind und so. In Sachen Schaden war es aber nicht so schlimm."

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