• 11. Juni 2019 · 12:15 Uhr

Toto Wolff: Nach Kanada kein Mitleid für Sebastian Vettel

Mercedes-Teamchef Toto Wolff versteht den Ärger von Sebastian Vettel über seine Strafe - Aus Sicht von Mercedes hat er aber kein Mitleid mit dem Ferrari-Piloten

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel steckte den in seinen Augen "geklauten" Sieg in Kanada nicht so leicht weg. Der Ferrari-Pilot ließ seinen Emotionen nach Rennende freien Lauf. Mercedes-Teamchef Toto Wolff kann verstehen, dass Vettel aufgrund der Strafe frustriert war. Aus Sicht des Teams empfindet er aber kein Mitleid. "Er tut mir nicht leid, denn in diesem Sport nimmt man keine Gefangenen", so Wolff.

Toto Wolff

Toto Wolff findet, dass man die Strafe gegen Vettel akzeptieren sollte Zoom Download

"Sie hätten [den Sieg] andersherum auch genommen", erklärt er im Hinblick auf Ferrari und ergänzt: "Aber ich verstehe, dass man als Racer frustriert ist, wenn ein Ergebnis oder ein Urteil gegen einen getroffen wird." Die Strafe selbst hält Wolff für korrekt. "Lewis musste vom Gas gehen, denn sonst wäre er mit Seb kollidiert", erklärt er und fordert in diesem Zusammenhang mehr Respekt vor den Rennkommissaren.

"Die Stewards tun, was in den Regeln steht", nimmt er sie in Schutz und erklärt: "Das ist nicht immer sehr populär. So wie auch Schiedsrichter auf dem Fußballplatz nicht immer sehr populär sind. Aber jemand muss den Job machen. Darum muss man sie unterstützen. Unabhängig davon, ab die Entscheidungen für oder gegen einen getroffen werden."


Fotostrecke: Kanada: Fahrernoten der Redaktion

"Wir wollen die besten Leute", erklärt er und mahnt: "Wenn man sie so kritisiert wie [in Kanada], dann wird niemand den Job machen." Unter anderem Vettel selbst hatte die Stewards nach dem Rennen als "blind" bezeichnet. Auch in den sozialen Medien hagelte es nach dem Rennen von vielen ehemaligen Formel-1-Piloten und sogar Weltmeistern Kritik an der Strafe gegen Vettel.

Wolff entgegnet, dass die Rennkommissare in Montreal "einige der erfahrensten Rennfahrer der Welt" gewesen seien. "Daher muss man ihre Entscheidungen respektieren", so Wolff. Unter anderem gehörte Emanuele Pirro am Sonntag zu den Rennkommissaren. Der Italiener gewann in seiner aktiven Zeit unter anderem fünfmal die 24 Stunden von Le Mans und ging auch in der Formel 1 an den Start.

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