• 26. November 2018 · 13:58 Uhr

Nach Platz vier zu Beginn: Wieso Charles Leclerc "nur" auf Rang sieben kam

Wie sich Charles Leclerc zu Beginn in Abu Dhabi sensationell in die Spitzengruppe kämpfte und warum er den Sauber-Strategen für den Rückfall keinen Vorwurf macht

(Motorsport-Total.com) - "Nur" Platz sieben für Charles Leclerc - eine Schlagzeile, die beweist, welch große Fortschritte die Sauber-Truppe, die in Melbourne noch von ganz hinten startete, in der Saison 2018 gemacht hat. Nach dem Start war Senkrechtstarter Charles Leclerc in Abu Dhabi Fünfter vor beiden Red-Bull-Piloten, nach Kimi Räikkönens Ausfall sogar Vierter. Doch wie bei Hamilton ließ man sich dazu hinreißen, den auf Hypersoft-Reifen gestarteten Monegassen in Runde sieben in der Virtual-Safety-Car-Phase an die Box zu holen, wodurch er weit zurückfiel und mit Supersoft-Reifen bis zum Ende durchfahren musste.

Kimi Räikkönen, Charles Leclerc

Platz vier! Charles Leclerc überholt auch Räikkönen kurz vor dessen Ausfall Zoom Download

"Zu Beginn des Rennens waren sie sehr stark", sagt Leclerc nach drei Mal Rang sieben in Folge. "Ich glaube aber nicht, dass es die richtige Lösung war, zu stoppen, weil wir dann zu viel Verkehr hatten, um wieder aufzuholen. Das ist ein bisschen schade." Der 21-Jährige macht seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf: "Mit der Strategie hat es das ganze Jahr über perfekt geklappt, da kommen auch mal Fehler vor. Ich habe jedenfalls mehr Fehler gemacht, als die Strategie-Leute."

Dafür ist der künftige Teamkollege mit seinem Rennauftakt hochzufrieden. "Ich freue mich vor allem über den Start", frohlockt er gegenüber 'Sky Sports F1'. Und offenbart: "Ich glaube, ich hatte zum ersten Mal einen akzeptablen Start."

Leclerc kämpft Ricciardo nieder

Nachdem Verstappen wegen seines Motorproblems plötzlich nicht mehr vom Fleck kam, setzte sich der von Platz acht losgefahrene Leclerc auch noch gegen Haas-Pilot Romain Grosjean durch. "Und dann wollte ich unbedingt noch Ricciardo knacken", hatte der Sauber-Pilot durch den ermutigenden Start Blut geleckt. "Ich dachte: Es ist das letzte Rennen, da muss ich alles geben."

Tatsächlich knöpfte sich Leclerc nach der Haarnadelkurve den Red-Bull-Piloten vor und saugte sich im Windschatten an. Während hinter ihm Nico Hülkenberg und Grosjean kollidierten, blieb der Sauber-Pilot in der Schikane zwischen den zwei langen Geraden hinter Ricciardo, fuhr die Passage aber so, dass er dem Australier mit Schwung niederkämpfte.

"Es war recht schwierig, weil es kaum Grip gab", erzählt er. "Es ist aber gut gegangen. Unser Auto ist auf den Geraden gar nicht so schlecht, weil wir wenig Abtrieb haben. Ich dachte, es wäre ganz schön mutig, es außen zu versuchen. Dann hat das VSC erst einmal geholfen, die Position zu halten."

Sauber klar im Aufwind

Auch wenn Leclerc trotz seiner starken Aufholjagd am Ende keine Chance mehr gegen den sechstplatzierten Carlos Sainz hatte und sich am Ende gegen Force-India-Pilot Sergio Perez verteidigen musste, der deutlich frischere Reifen hatte, ist Platz sieben ein Erfolg.

Sauber landet mit 48 Zählern nur vier Punkte hinter Force India auf Platz acht in der Konstrukteurs-WM - deutlich vor Toro Rosso und Williams. 39 Punkte davon gehen auf Leclercs Kappe, der damit 13. wird. Zur Orientierung: In den vergangenen zwei Jahren blieb das Schweizer Team jeweils einstellig.

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