• 19. Juni 2015 · 11:32 Uhr

Formel 1 Österreich 2015: Ferrari-Teamchef fast überfahren!

Während Mercedes mit Rosberg und Hamilton am Vormittag in Spielberg an die Spitze fuhr, war das Training für Vettel wegen einer Technikpanne vorzeitig zu Ende

(Motorsport-Total.com) - Keine Überraschungen zum Auftakt des Österreich-Grand-Prix in Spielberg: Im 1. Freien Training am Freitag auf dem Red-Bull-Ring war Mercedes-Pilot Nico Rosberg per Fabelrunde in 1:10.401 Minuten der schnellste Pilot des Vormittags und distanzierte Teamkollege Lewis Hamilton um 0,308 Sekunden. Für den Weltmeister blieb nur der zweite Rang, allerdings kamen die Supersoft-Reifen gar nicht zum Einsatz. Die WM-Spitzenreiter erlaubten sich - wie viele andere Fahrer auch - diverse Ausritte.

Nico Rosberg

Nico Rosberg kann mit seinem Auftakt in Spielberg zufrieden sein Zoom Download

Die Bremsbalance war das große Thema bei Mercedes, schließlich tüftelte insbesondere Hamilton immer wieder an der Feinjustierung und schoss dabei - im wahrsten Sinne des Wortes - einige Male über das Ziel in Form des Bremspunktes hinaus. Wie erwartet profitierten die Silberpfeile auf Spielbergs langen Geraden von ihren PS-Vorteilen und nahmen der Konkurrenz insbesondere im letzten Sektor des 4,326 Kilometer langen Kurses Zeit ab.

Die frischen Temperaturen von 15 Grad Celsius bei bewölktem Himmel entsprachen ganz dem Gusto Rosbergs und Hamiltons, die unter diesen Bedingungen mit den Pirelli-Reifen am besten klarkommen. 36 beziehungsweise 28 absolvierte Runden bedeuteten für die Favoriten ausreichend Trainingszeit.

Ärgster Verfolger war Ferrari-Star Kimi Räikkönen (+0,627 Sekunden) auf Rang drei. Teamkollege Sebastian Vettel rollte bereits nach wenigen Minuten mit einem technischen Defekt aus, der rote Renner musste mit dem Abschleppwagen zurück an die Box gebracht werden. Das Gerücht, es habe sich bei dem Malheur um einen Getriebeschaden gehandelt, bestätigte die Scuderia zunächst nicht. Für den Heppenheimer blieben mit vier Umläufen auf der Habenseite nur der 20. und letzte Platz sowie verpasste Praxis.

Williams präsentierte sich nicht in der bärenstarken Österreich-Form der Saison 2014, sondern backte mit Speerspitze Valtteri Bottas (+1,051 Sekunden) auf Rang vier und Vorjahres-Pole-Mann Felipe Massa (+1,489 Sekunden) auf dem neunten Platz kleinere "Semmeln", wie es in Spielberg heißt.

Dafür lieferte der Brasilianer unfreiwillig die spektakulärste Szene des Vormittags: Als er aus seiner Box heraus auf seine schnelle Runde fahren wollte, lief ihm Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene auf dem Weg vom Kommandostand in die Garage direkt vor das Auto. Massa bremste im letzten Moment, der Italiener winkte entschuldigend und scherzte später mit dem Williams-Piloten an der Boxenmauer über den Vorfall.

Sauber scheint das Klima in der Steiermark gut zu bekommen, schließlich rehabilitierte sich Felipe Nasr (+1,232 Sekunden) als Fünfter beachtenswert von seiner Formschwäche der jüngeren Vergangenheit und war in Sachen Topspeed der beste Pilot ohne Mercedes-Power im Heck.

Auch Red Bull und Toro Rosso stecken nicht so dramatisch in Schwierigkeiten, wie es vor dem Trip nach Spielberg zu vermuten gewesen wäre. Daniil Kwjat (6., +1,241 Sekunden) und Daniel Ricciardo (7., +1,323 Sekunden) schafften es trotz zahlreicher Ausritte genau wie Youngster Max Verstappen (8., +1,424 Sekunden) ins Vorderfeld, jedoch stehen den Vertretern des Brauseriesen noch Startplatzstrafen bevor. Dazu beklagte sich der Niederländer im Funk, sein Toro Rosso sei "unfahrbar".

Die Top 10 komplettierte Sergio Perez (+1,504 Sekunden) im Force India, der frisch gebackene Le-Mans-Sieger Nico Hülkenberg (+1,630 Sekunden) musste sich als 13. wieder an den grauen Formel-1-Alltag gewöhnen. Lotus glänzte mit den besten Werten bei der Höchstgeschwindigkeit, schließlich wurde Pastor Maldonado (12.) mit 323,8 km/h auf der langen Geraden geblitzt. Jedoch schafften es weder er noch Testpilot Jolyon Palmer (14.), den Speed in Rundenzeit umzumünzen.

Bei McLaren-Honda gab es einmal mehr Grund zur Klage. Jenson Button (16.) fluchte im Funk über seinen kränkelnden MP4-30, der mit neuem Aeropaket, aber ohne die neue Kurznase in die Session gegangenen Fernando Alonso (17.) musste seinen Dienstwagen nach nur zehn Runden sogar komplett abstellen. "Es gab kein Problem mit dem Motor", nimmt Rennleiter Eric Boullier Honda in Schutz, hält sich aber mit Details zurück: "Am Auto von Fernando gab es Systemschwierigkeiten, die seine Session beeinträchtigt haben."

Die zweite Session des Freien Trainings startet um 14:00 Uhr.

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