• 24. November 2025 · 19:51 Uhr

Nach Anteilsverkauf an Mercedes-Team: Was Toto Wolff jetzt vorhat

Der Anteilsverkauf von Toto Wolff sorgt für Spekulationen über die Zukunft des Mercedes-Teamchefs in der Formel 1: Was Wolff selbst dazu sagt

(Motorsport-Total.com) - Vor dem Grand Prix von Las Vegas 2025 wurde bekannt, dass Mercedes-Teamchef Toto Wolff einige seiner Anteile am Formel-1-Werksteam von Mercedes verkauft hat - an Crowdstrike-Chef George Kurtz. Nun fragen sich viele: Bereitet Wolff damit etwa seinen Abschied vor?

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Mercedes-Teamchef Toto Wolff im Formel-1-Fahrerlager 2025 Zoom Download

Das dementierte Wolff in Las Vegas entschieden und sagte: "Ich habe keinerlei Plan, das Team zu verkaufen oder meine Rolle aufzugeben. Ich bin in einer guten Verfassung und habe Freude an der Arbeit. Solange ich das Gefühl habe, einen Beitrag zu leisten - und andere das ebenfalls so sehen -, gibt es keinen Grund, in diese Richtung zu denken."

Er habe einen Teil seiner Teamanteile an Kurtz verkauft, weil dieser Mercedes dabei helfen werde, "den US-Markt besser zu erschließen", so Wolff. "Das war der Hintergrund - aber sonst steckt nichts dahinter."

Formel-1-Teams verbrennen kein Geld mehr

Der Zeitpunkt war auf jeden Fall günstig für Wolff: Formel-1-Teams sind aktuell so viel wert wie nie zuvor. Das erstaunt selbst den Mercedes-Teamchef: "Wenn uns vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, welche Bewertungen die Teams heute haben, hätte das niemand geglaubt."

Für Wolff ergeben sich die derzeitigen Einschätzungen jedoch aus einer "einfachen Hochrechnung der Profitabilität". Er erklärt: "Durch die Kostendeckelung hat sich unser Geschäftsmodell grundlegend verändert. Statt uns gegenseitig ohne Limit zu überbieten, konnten wir Einnahmen und freie Cashflows steigern. Legt man darauf die branchenüblichen Multiplikatoren an, ergeben sich diese Bewertungen."

Wolff betont: Die Formel 1 ist kein Einzelfall. Das zeige sich zum Beispiel in den USA anhand von Football-Teams in der dortigen Profiliga NFL. "Die Dallas Cowboys waren vor fünf Jahren drei Milliarden Dollar wert. Heute sind es zwölf Milliarden, weil sich die zugrunde liegenden Zahlen geändert haben. Deshalb weiß ich nicht, wohin die Reise führt", sagt Wolff.

Er meint: "Wenn wir weiter verstehen, was den Sport unterhaltsam macht und eine gute Show liefern, gibt es keinen Grund, warum der Sport nicht so weiterwachsen sollte wie bisher. Am wichtigsten ist, dass wir unseren Sport auf die richtige Weise im Blick behalten." Welche das ist, das sagte Wolff allerdings nicht.

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