• 11. Dezember 2019 · 11:44 Uhr

Günther Steiner glaubt: Budgetobergrenze ist kontrollierbar

Die beschlossene Budgetobergrenze für 2021 halten schon jetzt viele für wenig sinnvoll, doch ist sie überhaupt kontrollierbar? Günther Steiner ist zuversichtlich

(Motorsport-Total.com) - Noch bevor für die Formel 1 eine fixe Budgetobergrenze ab 2021 beschlossen wurde, war sie harscher Kritik ausgesetzt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Vor allem die vielen Ausnahmen, die nicht unter die 175-Millionen-Dollar-Grenze fallen, sorgen für Unmut. Ob die Topteams wirklich sparen müssen, ist fraglich.

Günther Steiner

Günther Steiner ist überzeugt, dass sie die Budgetobergrenze überwachsen lässt Zoom Download

Haas zählt wiederum zu jenen Teams, die der Kostendeckel nicht betrifft, da sie den vorgegebenen Maximalwert gar nicht erreichen. Dennoch sagt Teamchef Günther Steiner: "Ich mache mir keine Sorgen, weil man eh nichts ändern kann. Man versucht sein Bestes und hofft, dass die Konkurrenz kein besseres Auto als wir hat."

Sich selbst sieht er die Hände gebunden. "Wir sind jetzt im Dezember. Was kann man sonst tun? Selbst wenn wir 20 Millionen mehr hätten. Wen soll man engagieren, denn nach einem Jahr müsste man sie wieder entlassen", erklärt Steiner. "Die großen Teams sind stärker, haben mehr Ressourcen und werden vorne sein. Niemand ist davon überrascht."

Ob sich das mit den neuen Regeln ändern wird? Die Formel-1-Saison 2020 sieht der Südtiroler als Übergangsjahr. "Es gab die Vorschläge, dass man die Budgetobergrenze 2021 einführt und das neue Reglement 2022. Es ist natürlich schmerzhaft dorthin zu kommen. Nichts ist gratis. An einem gewissen Punkt muss man es beschließen."


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Wenn die Budgetobergrenze dann greift, muss sie auch kontrolliert werden. "Ich bin diesbezüglich sehr zuversichtlich", sagt Steiner, ergänzt aber, dass dafür entsprechende Strafen notwendig seien. "Das sind Regeln, die nicht neu erfunden wurden. Es gibt sie schon lange Zeit in der Buchhaltung. Wie werden große Firmen kontrolliert?"

Außerdem sieht Steiner die Gefahr von Whistleblowern: "Irgendjemand würde in einer Firma darüber Bescheid wissen. Und wer hält für eine Firma seinen Kopf hin? Wenn man es gut macht, erhält man einen größeren Bonus, aber vielleicht bekommt man nie wieder einen Job. Wenn jemand halbwegs clever ist, würde er das nicht tun."

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