• 21. Mai 2022 · 10:29 Uhr

Sebastian Vettel warnt: Auf dem Mond gibt's keinen Anpressdruck!

Sebastian Vettel spricht über seine Begegnung mit jungen Kids in einer Londoner Anstalt und erklärt, warum er seine Meinung beim Thema Umwelt geändert hat

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel schließt eine zweite Karriere als Politiker nach der Formel 1 aus. Auf die Frage, ob er sich nach dem vielbeachteten Auftritt in der britischen Innenpolitik-Talkshow 'Question Time' vorstellen kann, in seinem Leben nach der Formel 1 Politiker zu werden, grinst der 34-Jährige nur und stellt klar: "Nein."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hat nicht vor, eine zweite Karriere als Politiker zu starten Zoom Download

Es ist noch gar nicht lang her, da hat Vettel noch gefordert, die Zylinder der Formel-1-Motoren zu verdoppeln und die Batterien da hinzupacken, wo sie hingehören, nämlich in die Fernbedienung. Der Wandel hin zu einem, der sich mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzt, wurde in den vergangenen ein bis zwei Jahren rasend schnell vollzogen.

Es habe da nicht einen Schlüsselmoment gegeben, erklärt Vettel. Er werde oft gefragt, warum ihm das Thema Klima- und Umweltschutz so wichtig sei - eine Frage, über die er nur stirnrunzeln kann: "Das ist nicht nur für mich wichtig, sondern für uns alle. Und ich verstehe nicht, wie einem das nicht wichtig sein kann. Wie kann man das nur ignorieren?"

Vettel: Klimawandel betrifft alle, ob sie wollen oder nicht!

"Ich verstehe schon, dass einige Menschen das weniger beschäftigt. Aber wir können uns den Luxus, uns darum nicht zu kümmern, nicht länger erlauben", sagt Vettel und räumt ein, dass er sich selbst auch erst mit der Materie auseinandersetzen musste, um diese richtig zu verstehen: "Es gab eine Zeit, da war mir das alles auch nicht so klar wie heute."

"Aber wenn du das Thema dann einmal verstehst, wenn du gleichzeitig Vater wirst, denkst du mehr über die Zukunft nach. Die Jungen von heute und deren Kinder, die einmal nachkommen, die werden den Luxus nicht mehr haben, sich damit nicht auseinanderzusetzen. Auf deren Leben wird sich das Thema auswirken, ob sie wollen oder nicht."

Vettel sorgte zuletzt in Miami, einer Stadt, die laut Prognosen mit am stärksten vom Klimawandel betroffen sein könnte, mit einem T-Shirt für Aufsehen: "Miami 2060 - Erster Grand Prix unter Wasser" stand da drauf. Erst nach dem Rennwochenende wurde bekannt, dass er sich in Miami auch mit Wissenschaftlern, Ingenieuren und Bodenkulturforschern getroffen hat.

Denn die Menschheit muss jetzt handeln, appelliert Vettel: "Jeder von uns steht in der Verantwortung, darüber nachzudenken, was er beitragen kann. Wir können davor nicht weglaufen, es sei denn, wir wollen eines Tages ein Rennen auf dem Mond fahren. Das wäre aber, glaube ich, nicht so aufregend, weil es auf dem Mond nicht viel Anpressdruck gibt!"

Sorge um junge Menschen mit unsicherer Zukunft

Vettel sorgt sich aber nicht nur um das Thema Klima- und Umweltschutz. Bei seinem Trip nach London vergangene Woche besuchte er nicht nur das TV-Studio der BBC, sondern auch eine Strafvollzugsanstalt für junge Männer und eine Schule. Dabei hat er Begegnungen erlebt, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.


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"Was ich daraus gelernt habe ist, dass ich großes, großes Glück hatte, wie ich aufwachsen durfte", sagt Vettel. "Ich war umgeben von Liebe. Meine Eltern hatten Zeit für mich und haben sich um mich gekümmert." In der Schule in Waterloo habe er ganz andere Schicksale gehört und gesehen, und das in einer der reichsten Städte der Welt.

"Aber kaum gehst du von den Hauptstraßen weg, nur ein, zwei Blocks, schon stößt du auf Kids, deren Weg vorgezeichnet ist. Die haben bei weitem nicht die gleichen Möglichkeiten wie ich damals. Die landen irgendwann in einer Sackgasse und kommen da nicht mehr raus. Was schockierend ist, weil es in einer Stadt wie London so viele Möglichkeiten und so viel Geld gibt."

"Wir müssen handeln, wir müssen was tun. Und wenn wir Aufmerksamkeit auf solche Themen lenken können, dann ist das schon ein kleiner Beitrag. Wenn es uns gelingen sollte, nur ein paar dieser Kids zu helfen, dann ist das bereits ein Erfolg. Idealerweise werden einige dieser Kids ein besseres Leben haben, als es auf dem Papier für sie vorgezeichnet war", sagt er.

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