• 25. März 2021 · 18:24 Uhr

Fernando Alonso: Fragen nach meinem Alter fangen an zu nerven!

Fernando Alonso steht vor seinem Comeback in der Formel 1 - Ohne Druck will der Spanier Alpine helfen, die Fragen nach seinem Alter kann er aber nicht mehr hören

(Motorsport-Total.com) - Zwei Jahre nahm Fernando Alonso Abstand von der Formel 1. Der Spanier probierte sich in der WEC und in Le Mans, nahm zum zweiten Mal am Indy 500 teil und startete 2020 ganz nebenbei auch noch bei der Rallye Dakar. Nun, im Alter von fast 40 Jahren, beginnt Alonso seine zweite Karriere in der Formel 1.

Fernando Alonso

Fernando Alonso sieht sich noch nicht beim alten Eisen Zoom Download

Der zweimalige Weltmeister kehrt dabei zurück zu seinem früheren Erfolgsteam. Mit Renault beendete er 2005 und 2006 die Ära Michael Schumachers, nun will er mit dem inzwischen Alpine genannten Team den alten Glanz wieder aufleben lassen.

Vor dem Saisonauftakt am Wochenende in Bahrain will sich Alonso aber nicht unter Druck setzen. "Die Formel 1 oder auch der Sport allgemein ist keine Mathematik, die du planen kannst", sagt er: "Du musst mit so viel Spaß und Freude an die Sache herangehen wie möglich. Natürlich habe ich Träume im Kopf und versuche, beim Comeback so konkurrenzfähig wie möglich zu sein. Aber ich habe kein klares Ziel, was Resultate angeht."

Alonso will "Momentum" für Alpine schaffen

Der vom Erfolg besessene Asturier ist Alonso also nicht mehr, stattdessen hat er eine klare Mission im Dienst seines Teams. "Ich will mich selbst testen und versuchen, dem Team in dieser Phase des Übergangs von Renault zu Alpine zu helfen", stellt er klar. (ANZEIGE: Hol dir die komplette Formel 1 und den besten Live-Sport mit Sky Q oder streame flexibel mit Sky Ticket. Ganz ohne Receiver.)

Vor allem der Regelumbruch im kommenden Jahr soll Alpine dabei helfen, an die Spitze der Formel 1 zu kommen. Alonso soll dafür den Boden bereiten. "Ich bin hier, um mit meiner Erfahrung zu helfen, die ich in den Jahren gesammelt habe. Ich will ein Momentum im Team aufbauen, auf das man 2022 und darüber hinaus aufbauen kann", sagt er.


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Dass er im Alter von 39 Jahren noch mit den Besten im Feld mithalten kann, bezweifeln manche Beobachter. Immer wieder muss Alonso diese Frage beantworten, die er allmählich nicht mehr hören kann.

Alonso: Bin doch kaum älter als Hamilton!

"Ich weiß, dass immer wieder die Frage nach meinem Alter gestellt wird. Aber das überrascht mich", sagt er und bringt - ohne den Namen zu nennen - seinen früheren Teamkollegen Lewis Hamilton ins Spiel. "Der Typ, der den Sport dominiert, ist 35. Es ist nicht so, dass ich 20 Jahre älter bin", gibt Alonso zu bedenken. Gleichzeitig weiß er aber auch, dass er nach zwei Jahren Pause ein bisschen Anpassungszeit benötigt.


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¿Dies sieht er aber nicht als Problem an. "Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, das ist aber dasselbe für viele Fahrer. Einige haben das Team gewechselt, einige müssen sich mehr an diese neue Aero-Regeln anpassen. Für mich ist es nicht anders. Ich bin happy damit, wo wir derzeit sind. Aber ich denke, in einigen Rennen fühle ich mich besser", sagt er.

Im vergangenen Juli - die Formel 1 hatte gerade ihre von der Corona-Pandemie beeinflusste Saison in Österreich begonnen - war Alonsos Rückkehr offiziell geworden. Die Entscheidung stand aber bereits lange vorher fest, gibt er zu.

Alonso: Entscheidung für Comeback "im März oder April"

"Ich denke, es war März oder April. Da habe ich die letzten Gespräche mit dem Präsidenten [Luca de Meo; Anm. d. Red.] und Cyril [Abiteboul] geführt. Ich erinnere mich, weil das gesamte Paddock damals aus Australien zurückkam und der Saisonstart dann ja bis Österreich verschoben wurde. In dieser Zeit ist es passiert", sagt er.

Schlussendlich war es das Gesamtpaket, das den Ausschlag gab. "Ich hatte das Gefühl, dass es eine gute Herausforderung sein könnte. Die Formel 1 war außerdem die attraktivste Option", erklärt er.

Besonders positiv äußert er sich über Renault-CEO Luca de Meo, mit dem er die meisten Gespräche führte. Dessen Ideen seien deckungsgleich mit Alonsos Vorstellungen. "Sein Plan und sein Bekenntnis zur Formel 1 waren vielversprechend. Ich denke, wir sind in guten Händen. Das Alpine-Team und die Renault-Gruppe sind sehr froh, Luca als unseren Anführer zu haben", huldigt er dem Italiener.

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