Toto Wolff: Coronakrise beschert ihm ein "komplett neues Leben"
Die Coronakrise hat den Alltag von Toto Wolff komplett verändert - Der Mercedes-Teamchef erklärt, warum die Situation aber auch als Chance gesehen werden kann
(Motorsport-Total.com) - Auf irgendeine Weise betrifft die Coronakrise jeden Menschen. Für fast die komplette Weltbevölkerung hat sich der Alltag in den vergangenen Wochen und Monaten verändert. Auch das Leben der Menschen aus dem Formel-1-Zirkus wurde komplett über den Haufen geworfen. Anstatt quer durch die Welt von Rennen zu Rennen zu reisen, sind die Leute aktuell an die eigenen vier Wände gefesselt.
"Ich habe Probleme mit diesen Dingen", gesteht Toto Wolff in der YouTube-Reihe 'Deep Dive' von Mercedes. "Es ist ein komplett neues Leben. Ich habe mehr Freizeit, auch wenn ich viel am Telefon bin", berichtet der Teamchef, für den die Situation "komplett neu" sei. Während er sonst vielbeschäftigt ist, habe er aktuell zum Beispiel eine Menge Zeit, mit seinem dreijährigen Sohn zu spielen.
"Ich genieße es, aber es ist einfach anders. Auf der anderen Seite gibt es meine älteren Kinder, die in Wien in Isolation sind", verrät der Österreicher und erklärt: "Die habe ich seit sechs Wochen nicht mehr gesehen, was natürlich schmerzhaft ist. Es sind schwierige Zeiten für uns alle." Trotzdem glaubt Wolff, dass die Coronakrise auch eine Chance für die Menschen sein kann.
"Ich denke, dass wir die Kleinigkeit mehr zu schätzen wissen", erklärt er im Hinblick auf die aktuelle Situation und nennt Beispiele: "Dass wir einen Spaziergang machen können, wenn es erlaubt ist. Zeit mit der Familie zu verbringen und nicht abgehetzt aus dem Büro zu kommen." Diese schwierige Zeit werde die Menschheit auch nach dem Ende der Krise nachhaltig verändern.
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Wolff prophezeit, dass die Leute "stärker" aus der Situation hervorkommen werden. Es werde anschließend eine "andere Gesellschaft" mit "anderen Werten und einer anderen Einstellung" geben. Aktuell kann noch niemand absehen, wann die Krise überstanden sein wird. Die Auswirkungen werden wohl sowieso noch einmal deutlich länger spürbar sein.


