• 30. August 2025 · 12:51 Uhr

Beinahe-Horrorcrash mit Russell: "Alonso hat die Gefahr gerochen"

Die totale Dominanz von McLaren im dritten Freien Training wurde überschattet von einer brenzligen Situation zwischen George Russell und Fernando Alonso

(Motorsport-Total.com) - Das McLaren-Team hat seine derzeitige Vormachtstellung in der Formel 1 im dritten Freien Training zum Grand Prix der Niederlande 2025 in Zandvoort erneut unter Beweis gestellt und den Rest des Feldes regelrecht deklassiert. Lando Norris schrammte mit einer Bestzeit von 1:08.972 Minuten nur knapp am Streckenrekord aus dem Jahr 2021 (1:08.885, aufgestellt von Max Verstappen) vorbei und verwies Oscar Piastri um 0,242 Sekunden auf Platz 2.

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Lando Norris gab auch im dritten Freien Training in Zandvoort den Ton an Zoom Download

Der Vorsprung von McLaren auf den Rest der Welt? Eklatant! George Russell (Mercedes) hatte als Dritter schon 0,886 Sekunden Rückstand, und das auf einer Strecke, die gerade einmal 4,259 Kilometer lang ist. So gesehen deutet vor dem Qualifying am Nachmittag alles darauf hin, dass McLaren Zandvoort ähnlich dominieren könnte wie schon 2024.

Wurz: Norris ist Pole-Favorit

Die eigentliche Frage ist jetzt also: Welcher der beiden McLaren-Fahrer erobert die Pole? ORF-Experte Alexander Wurz sieht Norris im Vorteil, denn: "Piastri rutscht mit seinem kompromisslosen Fahrstil ein bisschen mehr, braucht den Gummi auf der Strecke, damit er kein Micro-Graining und kein Micro-Overheating bei den Reifen bekommt."

"Eins ist klar: Der Meister hier in Zandvoort ist Lando Norris. Der weiß ganz genau, wie er den McLaren bewegen muss, um die Reifen optimal zu nutzen. Seine Runde war nicht ganz perfekt, und ich denke, da steckt noch ein bisschen Potenzial drin", so der ehemalige Formel-1-Fahrer.

Für eine Überraschung sorgte Carlos Sainz (Williams), der allerdings schon am Freitagabend guter Dinge war und auf Platz 4 0,941 Sekunden Rückstand hatte. Dahinter reihten sich Max Verstappen (Red Bull), Charles Leclerc (Ferrari), Alexander Albon (Williams) und Lance Stroll (Aston Martin) auf den Positionen 5 bis 8 ein.

Somit verfestigt sich der Trend vom Freitag, dass Aston Martin und Williams beim Grand Prix der Niederlande stärker unterwegs zu sein scheinen als zuletzt. Wohingegen Ferrari weiterhin zu kämpfen hat. Der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton musste eine seiner schnelleren Runden abbrechen und sicherte sich nur Platz 14. Rückstand: 1,401 Sekunden.

Wurz schreibt Ferrari trotzdem noch nicht ganz ab. Angesichts der knappen Zeitabstände hinter McLaren könnte sich im Qualifying noch einiges verschieben: "Auch wenn es momentan sehr schwer ausschaut für Ferrari, war Charles Leclerc nur eine Zehntel weg vom dritten Platz. Er gehört zu den Autos, die sich um Platz 3 streiten werden."

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Ein Thema, das im Qualifying am Nachmittag (Beginn: 15 Uhr MESZ) kritisch werden könnte, ist der Verkehr. Die Strecke in Zandvoort ist mit 70 Fahrsekunden eine der kürzeren im Formel-1-Kalender, und gleichzeitig ist der Kurs stark verwinkelt und an den meisten Stellen nicht besonders breit. So kam es schon im Abschlusstraining zu einigen Situationen, in denen Fahrer ihre schnellen Runden abbrechen mussten, weil sie von langsameren Fahrzeugen behindert wurden.

"Sie haben schon jetzt im Freien Training gespürt, dass es nicht einfach ist, eine freie Runde zu finden", analysiert Wurz. "Es ist immer irgendwie ein bisschen Verkehr, und man kann sich nicht richtig vorbereiten in der Einführungsrunde. Dann sind die Reifen auf der schnellen Runde nicht optimal vorbereitet. Wie sich das im Kampf um die Plätze 3 bis 10 auswirkt, könnte spannend werden."

Beinahe-Crash Russell vs. Alonso

Eine besonders brenzlige Situation ereignete sich ein paar Minuten vor Schluss, als Fernando Alonso (Aston Martin) nach zwei persönlich besten Zwischenzeiten mit vollem Speed durch die Steilkurve fuhr - und beinahe mit Russell kollidiert wäre. Denn als Alonso auf die vermeintlich freie Innenbahn zog, weil Russell die Außenbahn blockierte, zog plötzlich auch Russell rüber.

Ein Zwischenfall, der von den Rennkommissaren nach der Session untersucht wurde. "Die schauen nicht in den Spiegel", tobte Alonso am Boxenfunk. "Sie gehen nie früh genug aus dem Weg und bleiben bis zur letzten Sekunde auf der Ideallinie. Ich weiß nicht, was das soll."

Wurz konnte sich im Live-Kommentar nicht vorstellen, dass die Situation für Russell ohne Konsequenzen bleiben würde: "Die Kommissare werden sich anhören, ob es einen warnenden Funkspruch für Russell gegeben hat. Wenn nicht, dann könnte ich mir vorstellen, dass sie das Team bestrafen und nicht den Fahrer." Genau so kam es dann auch: 7.500 Euro Geldstrafe für Mercedes, keine Strafe für Russell.

"Wäre Alonso voll am Stift geblieben und hätte er noch ein paar Sekundenbruchteile gewartet, aus Ehrgeiz, die Runde zu Ende zu fahren, dann hätte es richtig krachen können. Und wenn es Richtung Boxeneingang kracht, dann ist das eine Frontalkarambolage mit dem Beginn der Box. Dort hat es zwar TecPro-Dämpfer, aber bei dem Speed ist das trotzdem gefährlich. Und diese Gefahr hat Alonso rechtzeitig gerochen", sagt Wurz.

Wo kann man den Grand Prix der Niederlande live sehen?

Ganz klar: Am spannendsten ist die Formel 1 immer noch live. Aber seit Ende 2020 gibt es in Deutschland kein Free-TV-Angebot mehr, das alle Qualifyings und Rennen live zeigt. Als Versuch eines Ersatzangebots gibt's auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de (Kanal kostenlos abonnieren!) seither täglich Livestreams - immer von Donnerstag bis Sonntag, jeweils am Abend, mit einer Zusammenfassung und Analyse der Ereignisse an der Rennstrecke.


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Am Samstagabend steht dabei, live ab 21 Uhr, die Analyse des Qualifyings im Vordergrund. Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll sprechen über die spannendsten Themen auf der Strecke und erzählen, was die Motorsport-Network-Kollegen vor Ort noch recherchiert haben, als die TV-Broadcaster aus ihren Übertragungen bereits ausgestiegen waren. (Kanalmitglieder können am Livestream auch interaktiv teilnehmen und im Livechat Fragen stellen. Jetzt Kanalmitglied werden!)

Zandvoort gehört übrigens zu den sieben Grands Prix, die von RTL im Free-TV gezeigt werden (Qualifying und Rennen). Darüber hinaus zeigt der Pay-TV-Anbieter Sky das komplette Rennwochenende live. Das Qualifying am Samstag und das Rennen am Sonntag beginnen um 15 Uhr. Sky steigt jeweils schon früher in die Vorberichterstattung ein.

In Österreich zeigt diesmal der ORF den Grand Prix der Niederlande live. Und in der Schweiz wie immer das SRF. (Hier geht's zur kompletten TV-Übersicht für die Formel 1 in Silverstone!)

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