Lance Stroll: Newey arbeitet "wie in Trance" am 2026er-Aston
Laut Lance Stroll ist Adrian Newey mit Eifer bei der Arbeit für 2026, doch schon jetzt gibt der Designer Fahrer und Team hilfreichen Input
(Motorsport-Total.com) - Noch müssen sich Lance Stroll und Fernando Alonso ein wenig gedulden, bis sie endlich in einem echten Auto von Adrian Newey Platz nehmen können. Der Designguru hatte sich Anfang des Jahres Aston Martin angeschlossen und damit für einen der, wenn nicht sogar DEN wichtigsten Ingenieurswechsel der Formel-1-Geschichte gesorgt.
Am aktuellen Fahrzeug konnte der Brite nicht mehr viel bewerkstelligen, außer hier und da ein paar kleine Tipps zu geben. Doch für das neue Reglement ab 2026 arbeitet Newey bereits fieberhaft und laut Stroll "wie in einer Art Trance" am neuen Auto. "Adrian ist im Moment voll fokussiert darauf, das Auto für nächstes Jahr zu zeichnen", sagt er.
Einen ersten losen Eindruck konnte Stroll bereits vor einigen Wochen bekommen, doch bis das komplette Auto fertig ist, wird es noch ein paar Monate dauern.
Auch der Kanadier ist natürlich gespannt darauf, was am Ende herauskommen wird, doch bislang hat er einen positiven Eindruck des Designers gewinnen können: "Es ist immer großartig, ihm zuzuhören und über die Zukunft zu sprechen", sagt er. "Aber im Moment geht es einzig darum, die Maschine für nächstes Jahr zu bauen."
Das Thema fasziniere Newey dabei ungemein: "Er ist einfach unglaublich leidenschaftlich und begeistert von den neuen Regeln", hat Stroll erkannt. "Das Beeindruckende ist, wie viel Leidenschaft, Fokus und Einsatz er in die neuen Regeln steckt - und ins Team", lobt er.
"Allein, dass er in einem neuen Umfeld ist, in einem neuen Team, und wie er dort alle mitreißt. Er sorgt für eine gesündere Kultur in der gesamten Fabrik, und das ist ziemlich großartig zu sehen."
Auch für Fernando Alonso wird das neue Auto ein besonderer Moment sein, nachdem er jahrelang gegen Autos von Adrian Newey gefahren war und häufig den Kürzeren gezogen hatte. "Je mehr Zeit man mit ihm verbringt, desto mehr lernt man - wie er arbeitet, wie er an Dinge herangeht, Herausforderungen, diese alltäglichen Dinge in der Formel 1", sagt der zweimalige Weltmeister.
"Er ist nach wie vor ein ganz besonderer Mensch, und ich glaube, nur sehr wenige Leute werden ihn wirklich vollständig verstehen und genau wissen, was er denkt und tut. Wir brauchen also noch mehr Zeit", so Alonso.
Die Motorsport-Karriere von Adrian Newey
Adrian Newey hat 1980 gerade die Universität in Southampton verlassen, da schließt er sich dem Fittipaldi-Team in der Formel 1 an und sammelt erste Erfahrungen im Motorsport. Fotostrecke
"Im Moment sind wir in einer Phase, in der wir von ihm lernen. Jedes Gespräch, jede Idee, alles, was er sagt, nehmen wir sehr genau auf. Wir hören zu und versuchen zu verstehen, welchen Ansatz er mit diesem Kommentar verfolgt. Dank dessen wachsen wir als Team. Er ist auf jeden Fall etwas Besonderes."
Bislang ist der Routinier sehr angetan von dem, was er von Newey zu hören bekommt: "Er erklärt immer, warum er denkt, dass dies eine gute Lösung für das Team, für das Auto und auch für die Fahrer ist", sagt er.
"Etwa, wie man den Kurveneingang angeht; vielleicht wird das Auto nächstes Jahr ganz anders sein als dieses Jahr, die Topspeed wird sich ändern, die Reifen werden anders sein. Er versucht vorherzusehen, was die Fahrer in bestimmten Momenten auf einer Runde erwartet, im Qualifying im Vergleich zum Rennen und all diese Dinge." Alonsos Fazit: "Er ist sehr lehrreich."