• 27. Februar 2023 · 12:48 Uhr

McLaren: Fehlender Windkanal trifft uns härter als Budgetobergrenze

Dass man die eigenen Entwicklungsziele verfehlt hat, gibt McLaren offen zu - Teamchef Andrea Stella sieht Gründe dafür auch in der Infrastruktur

(Motorsport-Total.com) - McLaren bereitet sich auf einen verhaltenen Start in die Formel-1-Saison 2023 vor, nachdem der MCL60 beim jüngsten Test in Bahrain unter viel Luftwiderstand litt. Der neue Teamchef Andrea Stella weiß, warum die aerodynamische Effizienz eine Schwäche des Vorjahresfünften bleibt.

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Mit seinem diesjährigen Herausforderer ist McLaren (noch) nicht allzu glücklich Zoom Download

"Ich würde nicht sagen, dass es ein spezifisches Defizit in einigen Bereichen gibt, es sind verschiedene Gründe", erklärt Stella. Er führt in dem Zusammenhang auch die anhaltende Arbeit an der Infrastruktur im Hauptquartier in Woking an.

"Wir erwähnen immer wieder die Technologie, das Fehlen des Windkanals. Wir erwähnen immer wieder, dass wir aus personeller Sicht die Aerodynamikgruppe ausbauen müssen. Wir haben eine Phase der Schrumpfung durchlaufen, diese Tendenz haben wir jetzt geändert." Doch noch befinde man sich in der Aufbauphase.

"Wenn man sich einige Topteams anschaut, zum Beispiel Red Bull, dann haben sie sich weiterentwickelt, sie haben seit langem Erfahrung. Und jetzt sind sie in der Lage, auf Änderungen oder Regeln zu reagieren und sich Jahr für Jahr zu verbessern."

"Ich fürchte, dass wir uns einfach ständig verbessern und wachsen müssen", zeigt sich Stella selbstkritisch, "und zwar in allen Bereichen, würde ich sagen."

Erstes großes Upgrade erst Ende April erwartet

Schon bei Vorstellung des MCL60 für die Saison 2023, noch bevor sich überhaupt ein Rad auf der Strecke gedreht hatte, war dem Team klar, dass es einen schwierigen Start in die neue Saison haben würde, weil es seine Entwicklungsziele verfehlt hatte.

Das bestätigte sich beim dreitägigen Bahrain-Test in der vergangenen Woche. Dabei war die aerodynamische Effizienz eine der Prioritäten für dieses Jahr. Denn schon der MCL36 von 2022 litt unter einem hohen Luftwiderstand und zwang das Team, Kompromisse zwischen Topspeed und optimalem Abtriebsniveau einzugehen.

Aber schon bald nach der Zusammenstellung der ersten Spezifikation für 2023 wurde McLaren klar, dass man in die falsche Richtung gegangen war. Man wird nun warten müssen, bis das erste große Upgrade-Paket am Auto angebracht werden kann, um den Rückstand aufzuholen. Es ist für Baku im April geplant.

Den Kostendeckel will Stella nicht als Ausrede dafür heranziehen, warum McLaren nicht so gut wie erhofft aus dem großen Reglement-Reset 2022 hervorgegangen ist.

Stella: Kostendeckel für McLaren kein Handicap

"Ich würde nicht sagen, dass die Budgetobergrenze notwendigerweise eine Einschränkung für uns ist. Es ist eine Ausrede, die ich nicht heranziehen möchte, weil McLaren jetzt in einer Situation ist, in der wir über Ressourcen verfügen, die wir investieren können."

"Diese Investitionen haben bereits begonnen. Wir konnten innerhalb der Kostengrenze optimieren. Es braucht natürlich Zeit, um die Standards zu erreichen, die aus technologischer Sicht, aus Sicht des Knowhows und der Anzahl der Mitarbeiter erforderlich sind, um in der Formel 1 an der Spitze mitzuhalten", weiß Stella.

"Aber ist keine Auswirkung von Änderungen im Reglement. Wir haben keinen Schritt zurück gemacht. Wir haben uns nur nicht schnell genug entwickelt", analysiert er.

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