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Alfa Romeo: Valtteri Bottas erwartet "Arbeit", sieht aber auch "Potenzial"
Alfa Romeo wurde beim Barcelona-Test gleich von mehreren Problemen eingebremst - Valtteri Bottas hat in seiner begrenzten Fahrzeit aber auch "Potenzial" erkannt
(Motorsport-Total.com) - "Das Schöne ist, dass ich auf jeden Fall spĂŒre, dass es Potenzial gibt", urteilt Alfa-Romeo-Neuling Valtteri Bottas nach den drei Testtagen in Barcelona. Obwohl der Finne dort lediglich 54 Runden absolvieren konnte, und damit die wenigsten aller 20 Stammfahrer, ist er nicht komplett niedergeschlagen.
© Motorsport Images
Die Fahrzeit von Valtteri Bottas hielt sich in Spanien im ĂŒberschaubaren Rahmen Zoom Download
"In gewissen Kurven hat das Auto einige StĂ€rken. Aber natĂŒrlich habe ich auch sofort gemerkt, dass es noch Punkte gibt, an denen wir arbeiten mĂŒssen", erklĂ€rt der zehnmalige Grand-Prix-Sieger im Rahmen einer Pressekonferenz zum offiziellen Launch des Alfa Romeo C42 am Sonntag in Barcelona.
Die Probleme betreffen laut Bottas hauptsÀchlich die "Balance" und das "Verhalten" des Autos. "Aber das ist nichts, was wir nicht in den Griff bekommen sollten", gibt sich der ehemalige Mercedes-Pilot zuversichtlich und erinnert daran, dass man mit dem neuen Auto noch ganz am Anfang stehe.
Alfa Romeo hat noch "einige" Probleme
Aufgrund seiner beschrÀnkten Testzeit habe er in Barcelona lediglich zwei verschiedene Reifenmischungen ausprobiert und auch kaum am Set-up gearbeitet. "Es gibt noch immer sehr viel zu entdecken", erklÀrt und ergÀnzt: "Es liegt noch Arbeit vor uns." Das bestÀtigt auch Teamchef Frederic Vasseur.
Fotostrecke: Formel 1 2022: Der neue Alfa Romeo C42 von Bottas und Zhou
Im Vergleich zu 2021 wurde die Lackierung des Alfa Romeo einem Facelift unterzogen. Der Alfa-Schriftzug ist neu gestaltet, das Logo von Kubica-Sponsor Orlen jetzt orange, die rot-weiĂen FlĂ€chen etwas anders verteilt. Und der FrontflĂŒgel ist schwarz statt weiĂ, ... Fotostrecke
Der hofft, ebenso wie Bottas, dass Alfa Romeo beim zweiten Wintertest in Bahrain mehr Kilometer abspulen kann. Denn in Barcelona stand nicht nur Bottas ganz hinten in der Rundentabelle, auch das komplette Team brachte es gerade einmal auf 175 UmlÀufe. Noch weniger waren es nur bei Haas.
Technikchef Jan Monchaux gesteht, dass es "einige Dinge" gibt, die das Team bis Bahrain in den Griff bekommen muss. "In der Vergangenheit waren wir bei der ZuverlÀssigkeit meistens sehr gut", betont er, weshalb er auch "zuversichtlich" sei, dass man das schaffen werde. Doch woran hakt es beim C42 noch?
"Porpoising" momentan im Griff, aber ...
Aus dem Paddock ist zu hören, dass Alfa Romeo zu den Teams gehört, die mit dem "Porpoising" oder "Bouncing" der neuen Formel-1-Autos die gröĂten Probleme in Spanien hatten. Monchaux stellt jedoch klar, dass das "hauptsĂ€chlich am ersten Tag und am Anfang von Tag zwei" Schwierigkeiten verursacht habe.
AnschlieĂend habe man das "HĂŒpfen" des Autos mit VerĂ€nderungen am Auto in den Griff bekommen. Allerdings: Man habe dafĂŒr einen "Kompromiss" eingehen, sprich das Set-up verĂ€ndern mĂŒssen. Das heiĂt, dass man das "Porpoising" zwar fĂŒr den Moment unter Kontrolle hat, dafĂŒr aber auf Performance verzichtet.
PrÀsentation Alfa Romeo C42
Alfa Romeo hat zeigt den C42 fĂŒr die Formel-1-Saison 2022 in ganzer Pracht! Weitere Formel-1-Videos
"Ich denke, das ist mehr oder weniger fĂŒr alle Teams so", glaubt Monchaux und erklĂ€rt, dass es nun das Ziel sei, wieder "nĂ€her" ans Optimum des Autos zu kommen. Er sei auch "recht zuversichtlich", dass Alfa Romeo das "sehr bald" schaffen werde. Ăhnlich sieht es auch Teamchef Vasseur.
"Bei neuen Regeln ist es immer so, dass es neue Probleme gibt. In zwei oder drei Rennen wird niemand mehr ĂŒber dieses 'Bouncing' sprechen. Es wird andere Probleme oder Themen geben, ĂŒber die wir sprechen werden", glaubt Vasseur, dessen Rennstall in Barcelona allerdings nicht nur davon eingebremst wurde.
"Ist mir lieber, wenn das jetzt passiert!"
So hÀtten die Probleme am dritten Tag "nichts mit dem 'Bouncing' zu tun" gehabt, berichtet Monchaux. Stattdessen habe man einige "kleine mechanische Probleme" gehabt. Der Technikchef erklÀrt, dass einige Lösungen am diesjÀhrigen C42 in gewissen Bereichen "extrem" ausgefallen seien.
Das habe unter anderem mit den neuen Anforderungen an das Gewicht zu tun. Laut Vasseur ist es durchaus "eine Herausforderung", all die Kinderkrankheiten bis zum Test in Bahrain komplett zu beheben. "Aber ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir es fĂŒr nĂ€chste Woche schaffen können", so der Teamchef.
"Es ist mir lieber, wenn das jetzt als wĂ€hrend der Saison passiert", ergĂ€nzt Monchaux, der erinnert: "Es ist ja auch der Grund, warum wir testen." Bei der Analyse einer Probleme könnte bereits der Filmtag helfen, der am heutigen Sonntag in Barcelona angesetzt ist. AnschlieĂend bleibt dem Team etwas mehr als eine Woche.
Der zweite und letzte Wintertest in Bahrain beginnt am 10. MÀrz. Eine Woche spÀter steht an gleicher Stelle der Saisonauftakt an.


