• 27. Februar 2022 · 11:07 Uhr

Alfa Romeo: Valtteri Bottas erwartet "Arbeit", sieht aber auch "Potenzial"

Alfa Romeo wurde beim Barcelona-Test gleich von mehreren Problemen eingebremst - Valtteri Bottas hat in seiner begrenzten Fahrzeit aber auch "Potenzial" erkannt

(Motorsport-Total.com) - "Das Schöne ist, dass ich auf jeden Fall spüre, dass es Potenzial gibt", urteilt Alfa-Romeo-Neuling Valtteri Bottas nach den drei Testtagen in Barcelona. Obwohl der Finne dort lediglich 54 Runden absolvieren konnte, und damit die wenigsten aller 20 Stammfahrer, ist er nicht komplett niedergeschlagen.

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Die Fahrzeit von Valtteri Bottas hielt sich in Spanien im überschaubaren Rahmen Zoom Download

"In gewissen Kurven hat das Auto einige Stärken. Aber natürlich habe ich auch sofort gemerkt, dass es noch Punkte gibt, an denen wir arbeiten müssen", erklärt der zehnmalige Grand-Prix-Sieger im Rahmen einer Pressekonferenz zum offiziellen Launch des Alfa Romeo C42 am Sonntag in Barcelona.

Die Probleme betreffen laut Bottas hauptsächlich die "Balance" und das "Verhalten" des Autos. "Aber das ist nichts, was wir nicht in den Griff bekommen sollten", gibt sich der ehemalige Mercedes-Pilot zuversichtlich und erinnert daran, dass man mit dem neuen Auto noch ganz am Anfang stehe.

Alfa Romeo hat noch "einige" Probleme

Aufgrund seiner beschränkten Testzeit habe er in Barcelona lediglich zwei verschiedene Reifenmischungen ausprobiert und auch kaum am Set-up gearbeitet. "Es gibt noch immer sehr viel zu entdecken", erklärt und ergänzt: "Es liegt noch Arbeit vor uns." Das bestätigt auch Teamchef Frederic Vasseur.


Fotostrecke: Formel 1 2022: Der neue Alfa Romeo C42 von Bottas und Zhou

Der hofft, ebenso wie Bottas, dass Alfa Romeo beim zweiten Wintertest in Bahrain mehr Kilometer abspulen kann. Denn in Barcelona stand nicht nur Bottas ganz hinten in der Rundentabelle, auch das komplette Team brachte es gerade einmal auf 175 Umläufe. Noch weniger waren es nur bei Haas.

Technikchef Jan Monchaux gesteht, dass es "einige Dinge" gibt, die das Team bis Bahrain in den Griff bekommen muss. "In der Vergangenheit waren wir bei der Zuverlässigkeit meistens sehr gut", betont er, weshalb er auch "zuversichtlich" sei, dass man das schaffen werde. Doch woran hakt es beim C42 noch?

"Porpoising" momentan im Griff, aber ...

Aus dem Paddock ist zu hören, dass Alfa Romeo zu den Teams gehört, die mit dem "Porpoising" oder "Bouncing" der neuen Formel-1-Autos die größten Probleme in Spanien hatten. Monchaux stellt jedoch klar, dass das "hauptsächlich am ersten Tag und am Anfang von Tag zwei" Schwierigkeiten verursacht habe.

Anschließend habe man das "Hüpfen" des Autos mit Veränderungen am Auto in den Griff bekommen. Allerdings: Man habe dafür einen "Kompromiss" eingehen, sprich das Set-up verändern müssen. Das heißt, dass man das "Porpoising" zwar für den Moment unter Kontrolle hat, dafür aber auf Performance verzichtet.

"Ich denke, das ist mehr oder weniger für alle Teams so", glaubt Monchaux und erklärt, dass es nun das Ziel sei, wieder "näher" ans Optimum des Autos zu kommen. Er sei auch "recht zuversichtlich", dass Alfa Romeo das "sehr bald" schaffen werde. Ähnlich sieht es auch Teamchef Vasseur.

"Bei neuen Regeln ist es immer so, dass es neue Probleme gibt. In zwei oder drei Rennen wird niemand mehr über dieses 'Bouncing' sprechen. Es wird andere Probleme oder Themen geben, über die wir sprechen werden", glaubt Vasseur, dessen Rennstall in Barcelona allerdings nicht nur davon eingebremst wurde.

"Ist mir lieber, wenn das jetzt passiert!"

So hätten die Probleme am dritten Tag "nichts mit dem 'Bouncing' zu tun" gehabt, berichtet Monchaux. Stattdessen habe man einige "kleine mechanische Probleme" gehabt. Der Technikchef erklärt, dass einige Lösungen am diesjährigen C42 in gewissen Bereichen "extrem" ausgefallen seien.

Das habe unter anderem mit den neuen Anforderungen an das Gewicht zu tun. Laut Vasseur ist es durchaus "eine Herausforderung", all die Kinderkrankheiten bis zum Test in Bahrain komplett zu beheben. "Aber ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir es für nächste Woche schaffen können", so der Teamchef.


Fotos: Formel-1-Autos 2022: Präsentation Alfa Romeo C42


"Es ist mir lieber, wenn das jetzt als während der Saison passiert", ergänzt Monchaux, der erinnert: "Es ist ja auch der Grund, warum wir testen." Bei der Analyse einer Probleme könnte bereits der Filmtag helfen, der am heutigen Sonntag in Barcelona angesetzt ist. Anschließend bleibt dem Team etwas mehr als eine Woche.

Der zweite und letzte Wintertest in Bahrain beginnt am 10. März. Eine Woche später steht an gleicher Stelle der Saisonauftakt an.

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