• 12. März 2021 · 22:10 Uhr

Nikita Masepin: "Ich habe noch nie so viel Sand gesehen!"

Haas-Rookies Nikita Masepin und Mick Schumacher ziehen ein erstes Resümee nach dem ersten Testtag in Bahrain - Sand und Wind erschweren den Formel-1-Einstand

(Motorsport-Total.com) - Das Haas-Team reiht sich am ersten Testtag in Bahrain am Ende der Zeitentabelle ein. Die beiden Rookies Mick Schumacher und Nikita Masepin liegen fast fünf Sekunden hinter der Red-Bull-Bestzeit. Während der Deutsche am Vormittag von Getriebeproblemen eingebremst wurde, konnte der Russe am Nachmittag ohne Probleme 70 Runden abspulen - nur der Sandsturm kam ihm ungelegen.

Nikita Masepin

Masepin als einer der ersten Fahrer im Sandsturm auf der Strecke Zoom Download

"Ich war schon oft in Bahrain, aber so viel Sand habe ich noch nie gesehen", schildert Masepin nach der Nachmittagssession. Er war einer der ersten Piloten, der nach 15 Uhr Ortszeit wieder auf die Strecke ging. "Aber je härter es jetzt ist, desto einfacher wird es im Rennen sein. Daher denke ich darüber nur positiv."

Masepin spricht von einem "tollen" Auftakt in seine erste Formel-1-Saison. Der Russe fühlt sich "sehr glücklich", dass er einen reibungslosen Nachmittag erleben konnte. Zuvor war Teamkollege Schumacher die meiste Zeit in der Garage gestanden.

Masepin: "Jeder weiß, dass es kein einfaches Jahr wird"

"Manchmal können am ersten Testtag Dinge nicht so laufen, wie man sich das vorstellt. Es war sehr wichtig, so viele Runden wie möglich abzuspulen." Insgesamt 70 Umläufe schaffte Masepin im VF-21, umgerechnet knapp 380 Kilometer - mehr als eine Renndistanz.

"Es war ein wenig länger als eine Grand-Prix-Distanz, aber ich hatte natürlich Pausen und konnte zwischendurch aussteigen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner körperlichen Verfassung. Natürlich ist der Aufstieg von der Formel 2 in die Formel 1 recht groß, aber der erste Tag verlief sehr zufriedenstellend für mich."

Erst am Vormittag enthüllten Schumacher und Masepin ihren neuen Boliden für die Saison 2021 vor ihrer Garage. Allerdings ist das Auto noch nicht mit allen Updates für das neue Jahr ausgestattet. Spätestens ab Imola soll der Wagen dann aber nicht mehr weiterentwickelt werden.


Fotostrecke: Erste Fahrbilder: Mick Schumacher im Haas VF-21

"Es ist keine Überraschung, dass wir bei der Entwicklung des Autos eher bescheiden sein müssen. Jeder weiß, dass es kein einfaches Jahr werden wird. Aber auch das ist eine positive Sache, denn jeder arbeitet doppelt so hart."

Er bezeichnet das Endergebnis als "sehr vielversprechend". Garagennachbar Schumacher freut sich ebenso, dass die Saison bald losgeht. Er fuhr am Vormittag allerdings nur 15 Runden. "Besser als nichts", kommentiert er die Kilometeranzahl.

"Natürlich hätte ich gerne mehr Runden gedreht, das wäre toll gewesen. Aber leider haben wir aufgrund eines Getriebeproblems Zeit verloren. Wir saßen eine ganze Weile nur in der Box." Nur Mercedes-Pilot Valtteri Bottas liegt mit sechs Runden im Distanz-Ranking hinter dem Rookie.

Schumacher: Jede Windböe bringt das Auto aus der Balance

Auch die Bedingungen spricht Schumacher an: "Auch der Sandsturm ist nicht gerade toll. Es war heute sehr windig, das macht das Auto sehr unvorhersehbar. Von Kurve zu Kurve ist das wirklich schwierig. Daran muss man sich einfach gewöhnen."

Besonders weil die aktuellen Formel-1-Boliden sehr sensibel auf Wind reagieren, weiß der Neuling. "Jede kleine Windböe bringt das Auto massiv aus dem Gleichgewicht. Deshalb haben wir heute auch ein paar Dreher und andere Momente auf der Strecke gesehen."

Für Samstag hofft Schumacher, dass er mehr "wertvolle Runden" im Haas absolvieren wird können. "Jede Runde im Auto ist großartig. Ich habe von der ersten bis zur letzten viel gelernt heute, auch wenn es nur 15 waren. Ich freue mich sehr, im Auto zu sitzen und zeitweise pushen zu können."

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